K A S S E L und umgebung

DIE ORDNUNG AUF JÜDISCHEN FRIEDHÖFEN…

Mittwoch, 1. September 2010

und die auf dem jüdischen friedhof kassel

israelische glaubengrundsätze, zu denen die unantastbarkeit der totenruhe gehört, gewähren den gräbern und grabmalen ein ewigkeitsrecht. in die ewigkeit ‚wachsen’ können die jüdischen friedhöfe auf diese weise.

DIE GRÄBER AM 25. APRIL 2010

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dass das auf dem kasseler jüdischen friedhof nicht der fall ist, musste ich gestern schmerzlich in augenschein nehmen.
gräber, die auf idyllische weise mit efeu umrankt waren, sind nun kahl, der boden umgegraben und gras eingesät. es hat mir das herz umgedreht – diese ordnungsliebenden und verordnungswilligen menschen.
von unantastbarkeit und ewigkeitsrecht nichts zu spüren. wer dies beschliesst und verordnet toleriert die gepflogenheit der juden nicht, nimmt die verfolgung auf über den tod hinaus.
die ausführenden können nichts dafür. aber unwissenheit und gehorsam ist schon immer das übel in der welt gewesen und wird es immer sein.

DIE GRÄBER AM 31. AUGUST 2010

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und dieses wegreissen des gewachsenen ist nicht das einzige. da sind zwei grabstätten hergerichtet worden, in schwarzem marmor, so glänzend gold beschriftet, dass es mir übel wird. auf diesem friedhof wird schon seit vielen jahren niemand mehr beigesetzt. dafür gibt es den neuen friedhof seit 1932.

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endlich unantastbarkeit wünsche ich mir für diese toten, die für mich lebendiges zeugnis ablegen.

AN SEINEM HÖCHSTEN PUNKT…

Sonntag, 29. August 2010

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sonnenrose

so aufrecht so gerade
so zerbrechlich wie glas
fängst du die sonne
in deinem blütenkranz
dein langsames kommen
dein schnelles gehn
erhellst du den sommer
an seinem höchsten punkt
sagst dem regen
nicht zu lange
sagst der nacht
ach geh vorbei
sonnenrose
reine sommefreude

rosadora
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MAISFELD…

Montag, 23. August 2010

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…und ich selber mittendrin…
das ist eine neue erfahrung, in einem maisfeld, nicht, dass ich sonst nicht irgendwo mittendrin stecke.
was willst du denn mit maisfotos?
das weiss ich noch nicht. vieles erschliesst sich mir erst durch mein neugieriges tun.

mais zu fotografieren ist nicht einfach. pflanze an pflanze und so dicht beieinander.
aber ich passe in die lücken. geschick und vorsicht sind erforderlich, vorsicht, die pflanzen nicht zu verletzen oder gar umzutreten. ich zucke schon zusammen, wenn ein blatt mit einem hörbaren knack einen knick bekommt. jedesmal entschuldige ich mich, wenigstens das.
die spitzen der maiskolben, die ausschaun wie haarschöpfe, nehmen sich so verschieden aus wie menschliche frisuren. sie sehen bei regen anders aus, und eigentlich am schönsten, als bei sonnenschein.
die maisköpfchen stehlen allem anderen die schau. ich brauche lange, bis ich sie wirklich wahrnehme. es ist sehr anstrengend, das wesen einer pflanze zu erkennen, wenn überhaupt. ganz mais werden – das ist das geheimnis.
noch vor dem sehen kommt vielleicht das riechen. während ich schreibe, umgibt mich der geruch des maisfeldes, dieses ganz bestimmten feldes. ob andere ebenso riechen weiss ich nicht. durch den dünger hindurch muss ich das maisspezifische erkennen. etwas herbes vermischt sich mit süsslichem und zwar bei regen intensiver als bei sonnenschein.

und dann ist da ein windchen. das spielt mit den blättern, macht ein rauhes geräusch, dass ich zuerst schaue, ob noch jemand im feld ist. ausser einem mäuschen ist da nichts. ich bin nicht ängstlich, aber aufmerksam. da ist auch noch der mähdrescher. ich sehe ihn nicht durch die hohe maiswand, aber immer mal wieder kommt er verdächtig nahe. es ist noch keine maiserntezeit, er gehört zur wahrnehmung des maisfeldes und sein drumherum.
das schauen und das andere schauen.
etwas sehen und etwas anders sehen.
es ist eine grosse anstrengung für die augen und für die sinne.
es erschöpft mich.
nach einer guten stunde sehe ich erst spezieller und später garnichts mehr.
ich gehe morgen wieder hier her, oder übermorgen und verfolge den weg des maises.
wenn er dann abgeerntet ist, habe ich ja noch die erinnerungen und die bilder.

es sind die überlegung zur maisgöttin, zu den mayas, denen der mais eines der wichtigstens nahrungsmittel war.
und die frage, was wird heute bei uns mit dem mais gemacht. im speiseplan nimmt er keine grosse rolle ein. es geht darum, einen treibstoff herzustellen. und da kollidiert das wichtigste mit dem unwichtigen.

für mich ist mais noch ein drittes.
maisbilder nähren meine seele.
sie zeigen mir die verbundenheit mit allem.
ich bin dann ein teil von dem mais,
die maisbildgöttin…

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SONNENBLUMEN-ALLERLEIKRÄUTER-FELD…

Dienstag, 17. August 2010

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3. august 2010

ein sonnenblumen-allerleikräuter-feld war es, das mir völlig unvermutet in mein blickfeld sprang, vielfarbig sich ausbreitend. halt doch mal an, rief ich. mirko stoppte und fuhr das auto links ran auf einen feldweg.
ich war auf der suche nach heilpflanzen, die ich fotografieren wollte für ein buchprojekt. das feld begeisterte mich mit seiner vielfalt an pflanzen und alle zwischen sonnenblumen, von denen erst wenige ihre blütenpracht entfaltet hatten.
am rande des ackers waren genug blumen und blüten. ich war ganz erregt ob des reichen fundes. am frühen morgen noch hatte es geregnet, das machte einen besonders starken duft der erde und der pflanzen. tief atmete ich ihn ein, tief, damit ich mich später noch erinnern konnte, pflückte das ein und andere blättchen ab, zerrieb es zwischen meinen fingern und schnupperte daran. eines war darunter, das kannte ich nicht. es roch sehr stark, aber für mich undiffinierbar. es hatte schon samenbällchen gebildet. von denen tat ich einige in meine hosentasche. die fünf schien symbol zu sein. um den stengel fünf stengelchen im kreis, auf den stengelchen jeweils 5 kugelige samen.
die sonnenblumen schauten nach osten und um sie fotografieren zu können, musste ich ins feld steigen durch die hohen kräuter und disteln. ich zögerte nicht, obwohl ich schon bei den ersten schritten nass bis an meinen bauchnabel war. nun machte es ja nichts mehr tiefer hinein zu waten. zwischen den einzelnen sonnenblumen war jeweils ein grösserer abstand, so dass ich durch das halbe feld musste, um ein paar sonnenblumenfotos zu bekommen. die sind ergibig als bild und erfreuen. einige bekam ich zusammen. dazwischen malven, dunkelrot blühend und auffallend schön, zwischen kamille und dill und phazelien, disteln, knöterich und boretsch und eben diesem stark riechenden 50 bis 60 cm hohen gewächs, das ich mal als anis bezeichne und bei ausgereiften samen bestimmt seinen wirklichen duft preisgibt.

eigentlich wären das genug motive gewesen, aber da war noch das maisfeld. von aussen sprang mich ein maisköpfchen an, und noch eines und noch eines. so geriet ich irgendwie zwischen die hohen maispflanzen und liess mich locken von den zahlreichen formen und windungen der blätter, den kleinen und grösseren maiskolben so langhaarig. der regen hinterliess tropfen an und auf den blättern. das war ein grosser anreiz. sie hätten mich an tränen erinnern können, an sorgenvoll durchwachte nächte. aber mir erschienen sie eher als freudentränen, wie durstlöschende labsal.
mirko war einer spinne im netz hinterher und wartete darauf, dass sie sich ihm zuwendete, damit er sie von vorn fotografieren konnte. den gefallen tat sie ihm nicht. drumherum gehen war nicht. sie sass kopfunter und ihr netz in einem graben, so dass es eine andere seite nicht gab.

für diesmal wars genug. wir wollten ja zum edersee. vom regen liessen wir uns nicht abhalten.
die ederseegeschichte will ich hier nicht erzählen, nur so viel: auf schloss waldeck wollten wir gut und genussvoll essen und wurden enttäuscht….

NS.
die undefinierbare pflanze war übrigens
KORIANDER

QUAK QUAK, QUAK QUAK…

Montag, 26. Juli 2010

Heut ist ein Fest bei den Fröschen am See,
Ball und Konzert und ein großes Diner!
Quak, quak – quak, quak –
quak, quak – quak, quak.

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DSC_8536_FROSCH V. HI.

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SEEROSEN FESTIVAL FULDATAL-ROTHWESTEN
24. UND 25. JULI 20010

SEEROSEN FESTIVAL…

Sonntag, 25. Juli 2010

SEEROSEN FESTIVAL…

zwischen himmel und erde
das wasser
zwischen erblühen und verblühen
die entfaltete schönheit
der wasserrose
zwischen schauen und rückschau
die erinnerung

zwischen blicken und erschauen
das tiefe berührtsein
zwischen blütenblättern und staubgefässen
der erzitternde mondscheinduft
zwischen blattgrün und rosenklang
zwei frösche
im reich ihrer glückseligkeit

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DEN KOPF IN DEN WOLKEN…

Montag, 19. Juli 2010

SABABURG, MÄRCHENSTRASSE

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den kopf in den wolken
die beine abhängen
fliegen ist angesagt
steigen
den wolkendunst durchstossen
hören
was auf höherer ebene sich tut
wenn alle stricke reissen
den mut haben
und dich fallen lassen

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dieser komisch hockenden figur mit dem langen zopf begegne ich immer wieder. ich frage mich, weshalb sie sich ausgerechnet an dieser kurve niedergelassen hat. ein besuch an offener strasse ist fast unmöglich. sie sitzt mit dem rücken zum licht, schaut gen norden, schaut also in die völlig falsche richtung. schlossbewacherin kann sie nicht sein. dazu ist ihre stellung zu gediegen, zu gefesselt. sie sitzt an der märchenstrasse. dass sie eine märchenfigur sein könnte, diese idee ist mir noch nicht gekommen.
heute betrachte ich sie aus geringer entfernung. aber näher ist sie mir dadurch nicht. ich werde, trotz aller gefahren, sie nächstens nach ihrer bestimmung befragen.

AUFKLÄRUNG
die aus Holz gefertigte Statue, die Riesin „Saba”, gilt als Namensgeberin der SABABURG. Sie war eine Schwester der Riesin „Trendula“ (von der benachbarten Burg Trendelburg), die der Sage nach von einem Blitz auf freiem Feld erschlagen wurde, nachdem sie ihren Schwestern „Saba” und „Brama” (von der Bramburg) stark zugesetzt hatte. Alle drei sollen im übrigen von der nahegelegenen Burg des Riesen Kruko, der Krukenburg stammen.

DAS MACHT, ES HAT DIE NACHTIGALL…

Montag, 5. Juli 2010

ROSENINSEL KASSEL WILHELMSHÖHE

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stehe
zwischen den rosen
sehe
fotografiere
empfinde
empfinde
grosse freude
schmerz auch
der sich legt
auf den bogen
des beginns
der gegenwart
und des sterbens
stehe
schaue nach innen
wo es beginnt
das leben
wo es ende

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die gesten der rosen, die spielerisch und unbewusst dies alles vollziehen, rühren mich an. in bildern versuche ich zu fassen, was ich nicht verstehen kann. ziehe parallelen zwischen menschenleben und rosendasein.
vergänglichkeit ist in diesen tagen schon deutlich. blütenblätter, die sich einrollen, die sich verfärben vom zartesten rosa ins braune, die zu boden fallen, das oben, zwischen und unten versinnbildlichen. und immer wieder noch neue knospen. der kreislauf öffnet sich, schliesst sich, fällt ins nichts, das uns unbegreifliche.

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Das macht, es hat die Nachtigall 

die ganze Nacht gesungen

Da sind von ihrem süßen Schall

da sind in Hall und Widerhall

die Rosen aufgesprungen

theodor storm (1817 – 4.7.1888)

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es ist der 4. juli, der todestag theodor storms. er hat diese wunderbaren zeilen geschrieben. aber schillernder noch werden sie mir durch den vortrag von jessye norman. ihre stimme, ihre mimik, ihre gesten – niemand kann einem inneren erleben so sehr gestalt geben. ganz rose, ganz aufspringen, ganz freude. ihre hände, ihre zarten gebärden – mit ihnen lässt sie die rosen aufspringen, langsam und unbemerkt nach rosenart.
ich fühle mich reich beschenkt an diesem tag. fast verliebe ich mich ein bisschen in diese frau mit dem wunderbar klassischen gesicht und der noch eindrucksvolleren stimme. sie sagt:

ICH LEBE ALLEIN
IN MEINEM HIMMEL
MEINER LIEBE
MEINEM LIED

ICH BIN GLÜCKLICH

eigentlich wollte ich von der roseninsel schreiben. aber so ist es auch gut. es zeigt, was sich zwischen den rosen so tut. es tut sich viel. interessante menschen traf ich noch und wir begegneten uns im gespräch. rosen sind eine wunderbare überleitung zu gesprächen anderen inhalts.

ROSENHANG IN DER KARLSAUE/KASSEL…

Mittwoch, 30. Juni 2010

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den rosenhang als solchen auszumachen, wenn man nicht ortskundig ist, ist etwas schwierig. schwierig deshalb, weil rosen grundlage für einen rosenhang sind, was bei diesem nicht unbedingt eindeutig ist. zu wenig rosen eben, und rosen, rosen, rosen wollen rosenbegeisterte ja sehen, wenn sie schon mal herkommen.

eine million kubikmeter trümmerschutt wurden nach dem krieg einfach so unterhalb der schönen aussicht hingekippt. irgendwo musste der ja hin. am auerand war platz. nur war das keine wirkliche lösung.
1955 legte professor hermann mattern sein konzept vor, den schutthaufen teil der bundesgartenschau werden zu lassen. er liess ihn in einen rosenhang verwandeln. das war eine geniale und grossartige idee.

dass das glanzstück der buga von 1955 heute nicht mehr als solches daher kommt, stellten schon elsemarie maletzke, frankfurter schriftstellerin und gartenjournalistin und markus gnüchtel, kasseler landschaftsarchitekt in ´hauptsache kultur´, im september 2009 fest.
markus gnüchtel spricht von einem efeuhang und dass büsche und bäume geschnitten werden müssten, um den wunderbaren blick in den park wieder frei zu kriegen. bei jedem richtungswechsel eines weges wäre das der fall. und rosen, rosen, rosen – zur buga waren es 25.000 pflanzen.
ich will die mängel, welche die beiden aufgelistet haben, hier nicht aufzählen, sondern von meinem ganz eigenen erleben am heutigen morgen berichten. aber es wäre schade, wenn kassel diesen magnet, den rosenhang in neuer, alter höchstform, der er weit über die stadt hinaus sein könnte, nicht wieder bepflanzen und damit beleben würde.

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zur zeit fange ich rosen mit meiner kamera ein, so auch heute.
die idee, nach rosen in kassel zu suchen kam mir erst, nachdem ich am samstag im rosarium sangerhausen fotografiert hatte. schliesslich haben wir hier den rosenhang in der karlsaue und die roseninsel in wilhelmshöhe. die roseninsel war mir geläufig über all die jahre. am rosenhang eine grössere anzahl rosen zu vermuten, war gar nicht in meinem bewusstsein. wahrscheinlich sind meine erinnerungen weniger und weniger geworden, weil auch die rosen am hange immer weniger und weniger geworden sind. irgendwie wollte ich nachschauen, ob am rosenhang noch rosenstöcke stehen und wie viele. ich war 10 jahre in der schweiz, da kann sich auch vieles verändern und verhuschen.

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also ging ich heute morgen los. über nacht hatte es geregnet und es lag nebel über allem, der sich dann langsam verzog. erst war ich enttäuscht, weil der rosenhang den namen nun wirklich nicht verdient. ein paar büsche, die sich auf wenige arten beschränken.
unbedingt wollte ich diese aber einfangen in bildern und tastete mich langsam heran, bis ich meinem blick öffnete für das, was war, was auch war und ich nicht vermutet hatte. regentropfen. regentropfen auf rosenblättern haben einen ganz besonderen reiz. und rosen in pflanzen verwoben, von winden umschlungen, von farben der nachbarsblumen umschmeichelt, eingebettet in efeu – einfach idyllisch, ein bisschen kitschig zuweilen, postkartenmotive eben, aber ganz so, wie die leut es mögen, denke ich.
ich dachte an die im beet ordentlich in reihen stehenden rosen in sangerhausen. da gab es zwar unzählige arten von rosen, aber sie zeigten sich alle vereinzelt in ihrer pracht.

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es dauerte eine weile, um mich auf diese veränderte situation einzulassen, wie es jedesmal ein einlassen ist auf bilder, die ich finden und nicht suchen kann.
fasziniert von der zartheit der rosenblätter und den zarten rosengebärden, den sich scheinbar ergebenden ohne starrheit und frei von vorstellungen, denen wir menschen nachhängen.
so wolkenleicht, so bezaubernd grazil, so einschmeichelnd duftend, lakonisch morbide, makaber erotisch auch. und was nicht noch alles liesse sich über die rose sagen.
für diesen moment werfen sie ihren zauber über mich, stillen sie meine sehnsüchte und wünsche.
dieses vermag schon eine einzige rose…

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WEHLHEIDEN…

Sonntag, 30. Mai 2010

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Gustav Falke (1853-1916)

Alle unsre Tauben sind schon lange wach,
sitzen auf den Lauben, sitzen auf dem Dach,
sitzen auf dem Regenfass:
Wer gibt denn uns Tauben was.
Tauben, Hühner, kleine Kind’
jeden Morgen hungrig sind.

Alle unsre Hennen sind schon aus dem Stall,
gackeln schon und rennen, scharren überall.
Und der Hahn kräht: Futter her!
Immer mehr, nur immer mehr.
Tauben, Hühner, kleine Kind’
jeden Morgen hungrig sind.

(Musik: M. Georg Winter)

WEHLHEIDEN
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