GRIECHENLAND KOMMT ZU HILFE…

ETEL ADNAN_GRIECHENLAND_I_P1610398“Es gibt Schriften, die sich der Wahrnehmung entziehen. Die trianguläre Gestalt der Sprache wirkt auf die Vorstellung: ein Ansturm an Sein. Druck wirkt auf die Zeit, beugt sie. Die Beugung überträgt sich auf die Seele, die versucht, dem Abgrund zu entkommen, während ihr davor graut, noch tiefer zu fallen. GRIECHENLAND KOMMT ZU HILFE.   Türen schleifen und verhüten die Rückkehr der Zukunft.”

AALIYAH die helle hübsche

fürs NEUE JAHR ein NEUES BUCH

AALIYAH die helle hübsche und andere urwaldwesen

nach dem buch DIE DUNKLE SCHÖNE nun DIE HELLE HÜBSCHE

die urwaldwesen locken meine gedanken heraus. sie sind zu meinen begleiterinnen geworden. ihre geschichten sind meine geschichten. ich bemühe mich, ihre sicht der dinge zu sehen, was bis zuende gedacht ja nicht stimmen kann. es kann nicht stimmen, weil ich kein baum bin, weil die gedanken, die ich mit ihnen tausche, ja absolut menschengeschichten, also meine geschichten sind. bei aller empathie gelingt mir das nicht, dabei komme ich ihnen sehr nahe – und immer wieder. sie sind mir gute bekannte geworden über die jahre.

zwischen der DUNKLEN SCHÖNEN und der HELLEN HÜBSCHEN liegen fünf jahre.

auch die HELLE HÜBSCHE begegnete mir vor fünf jahren. dass ich sie nun wiedergefunden habe, war eine große überraschung für mich, zumal die DUNKLE SCHÖNE nicht mehr als solche zu erkennen ist. das verfallsdatum ist sehr unterschiedlich. meine erfahrungen und beobachtungen kann ich daran messen – so ich will. und ich will…

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zu bestellen im verlag BoD – 116 seiten – oder bei mir – 9,90 euro plus porto

HERBSTBÄUME…

in der karlsaue
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in diesem jahr war der herbst aussergewöhnlich bunt. diese farbenpracht nicht in bildern festzuhalten, wäre ein verlust. dabei bin ich den bäumen sehr nahe gekommen. ich bemühte mich, sie mit ihren name zu benennen und kennenzulernen. bei der vielzahl verschiedener und besonderer arten war das nicht einfach.

mein blog wurde so zum baumblog und ich zur baumliebhaberin. das wird mir niemals mehr verloren gehn, auch nicht, wenn ich mich wieder anderen themen zuwende.
bäume sind sowieso ein gewinn – ohne sie könnten wir nicht leben. ein doppelter, wenn man sie lieben lernt. sie zu erkennnen, wenn sie nicht belaubt sind, ich die blätter nicht zur hilfe habe und sie wie schwarze schatten in der gegend stehn, wäre eine enorme bereicherung für mich. ich bemühe mich also weiter.

sie locken mich ins freie, die bäume, tagtäglich – auch bei regen. nach dem regen sehen sie oft aus wie frisch geduscht und dazu bringen sie ihre grosse farbigkeit hervor. das überrascht mich, weil ich baum ja in erster linie mit grün assoziiere und ich den stamm zwar auch wahrnehme, aber eher in einem dauerhaften braunton. und nun ist das grüne, später bunte, weg, und der stamm und die äste erhalten einen neuen platz, nicht nur in meiner vorstellung. jeden tag entdecke ich, wie sie sich in verschiedenen wettern äußern, ja fast entäußern. ihre verschiedensten notationen, die von baum zu baum und von art zu art verschieden sind, werden durch feuchtigkeit hervorgehoben, so wie eine farbe im tuschkasten zu leuchten beginnt, wenn ich sie befeuchte. sonne kann eine hartnäckige spielverderberin sein, wenn sie alles austrocknet und den bäumen ihren saft wegsaugt, so dass die baumfarben sich zurückziehen.

der herbst war bunt, der herbst war mild und nun kommt der unvermeidliche teil – der winter. die bäume ruhen nicht – sie schaffen unter der erde, und dass dies so ist, zeigen schon kleinste austriebe und knospen.

A S T W E R K . . .

COVER_ASRWERK_1185471“A S T W E R K” mit der BoD-Nummer 1187404

zu den bäumen aufschaun – zu ihren wipfeln.
im astwerk wandern mit meinen augen.
die richtige einstellung wählen in mir und in der kamera.
den augen die anweisung geben, die bildausschnitte sorgfältig zu wählen.
das ist ansichtssache und von der tagesform abhängig – meiner und der der bäume.

……..

rosadora

herbst 2015

KOMPOSTLOCH erhalten…

BIOTOP KOMPOSTLOCH…

gerade bemühe ich mich gemeinsam mit dem UNTILLED künstler PIERRE HUYGHE das kompostloch neu zu beleben und als d13-kunstwerk zu erhalten. vielen menschen ist es noch in erinnerung – hin bis montreal – s. blogbericht…
und ohne dass es documentamässig bespielt wird, ist es ein schützenswertes BIOTOP.
über hundert pflanzen habe ich darin entdeckt und in einem fotoband zusammengetragen.

Screen Capture by Snagit
die pflanzen und heilpflanzen erscheinen nicht wie auf einem gartenbeet gemeinsam, sondern mal hier, mal da, und dann und wann. meinem hellen auge sind sie nicht entgangen.
und als königin des kompostloches ernenne ich das HERZGESPANN… ich konnte es retten als der vordere erdhügel abgetragen und weggekarrt wurde. an einem nur mir bekannten ort wächst es nun prächtig. seine blühzeit ist fast abgelaufen, aber es schlägt wieder neu aus. und da es ja zu den stauden gehört, kommt es auch immer wieder.

es kann bei nervösen herzbeschwerden als tee eingesetzt werden, sowie zur unterstützenden behandlung der schilddrüsenüberfunktion. (s. wikipedia)

meine überraschung ist gross, wenn irgendwo total geräumt wurde, dass binnen kürzester zeit völlig neue pflanzen erscheinen. samen können über jahre in der erde überstehen und auf ihren zeitpunkt warten. sie lehren uns geduld und aufmerksamkeit. und ehrfurcht ist etwas, die sollten wir für uns neu entdecken.

ZEICHEN AM WEG…

TITEL_ZEICHEN AM WEG_UA_0011295171_Cover_U1bei Bod  132 seiten – schwarzweiss

zeichen, hinweise, verbote, erklärungen und einiges mehr … sie sind mir ins bild gerutscht, als ich den abriss des hauptbahnhofs nordseite in kassel dokumentierte. irgendwie gehören sie dazu und nehmen in der erinnerung einen wichtigen platz ein. einige sind originell und bleiben dadurch immer eindrucksvoll in meinem gedächtnis – wie zum beispiel dieses klumpfüssige kamel – wie ich es nenne. es hat ausdauer und begegnet mir in den monaten meines fotografierens immer wieder.
oder dieses
- BITTE TÜR IMMER GESCHLOSSEN HALTEN – die durch das durchkreuzte T in ein F wechselt und zum omen wird für das FÜR IMMER. nun ist sie zu – für immer – und sogar weg  – für immer -

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NEUE BÜCHER – BAHNHOFABBAU…

von den vielen tausend fotos gelang es mir nicht, die übersicht in einem buch unterzubringen. so sind es drei geworden – eines vor dem abbau und zwei während des abbaus. auch das hat mit übersicht noch nichts zu tun. aber der reihe nach geben sie vielleicht einen kleinen einblick.

 

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BILDER ANKLICKEN – SIE WERDEN GRÖSSER…

ÜBER DIE FROSTGRENZE…

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bei Books on Demand

immer ist in der natur das wachsen blühen und vergehen das thema
das blühen wird bewundert das vergehen weniger

die kapuzinerkresse ist vom frost gebeutelt und in die kniee gegangen – in die kniee gehe ich nun auch
die blätter hängen herunter wie wäsche von der leine 
die regentropfen liefern die trauer und fangen reste des lichtes – dadurch ergeben sich wunderschöne bilder
die welken blätter der kapuzinerkresse zeigen sich in kleinen kunstwerken
ich liebe diese morbiden bilder und nicht nur das blühen fange ich ein sondern schaue jeden ausdruck der pflanzen an – ein sichtbarer vergleich mit unserem eigenen leben
es geht mir um die verbindung zwischen den pflanzen und den menschen – ums hinschauen um zu verstehen

ich fotografiere wie getrieben – hocke auf der erde und verändere meine sicht durch standortwechsel als müsse ich mich beeilen -
dass ich richtig geahnt habe zeigen mir einen tag später die pflanzen die auf dem boden liegen – eben wie wäsche aber diesmal als seien sie von der leine gefallen
kapuzinerkresse ist sehr frostempfindlich

alles kann man wiederholen aber nichts ist wiederholbar

rosadora
oktober 2013

HERBSTFLÜSTERN…

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bei Books on Demand

erst ist da das frühjahr mit seinen zarten farben – der sommer bringt es schon kräftiger hervor.
aber der herbst mit seinen farbenfrohen warmen farben überwältigt sie alle.

so reich und prall und ausgefallen einzigartig ist auch ein menschenleben, nur können wir es nicht immer sehen, weil es sich nicht im aussen abspielt.

die pflanzen geben ein eindrucksvolles spiegelbild. die bilder fange ich ein, sammle sie, mache sie zu begleiterinnen meines lebens.

hier ist es der alant im herbst – eine heilpflanze, die schon im sommer seine kräfte in erscheinung bringt, aber nun sich in sein neues dasein hineinwindet.

im frühling und sommer strebt er dem himmel, dem licht, entgegen,
im herbst und winter der erde.
zwischen himmel und erde tanz er seinen tanz – spielt er sein staudenspiel durch das jahr.