sieben schleier…

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‚einmal wollte ich ‚ich’ schreiben…’ das frauenich noch nicht lang genug auf der welt, um es ohne bedenken herauszusagen. ich bin ich – obwohl – ich es noch nicht lange genug weiss.
ich verberge mich hinter meinen sieben schleiern, wohlwissend, dass alle versuche, sie mir zu entreissen, nichts gebracht haben. Continue reading

HILDE DOMIN 27.07.1909 – 23.02.2006

alle spiegel so klar…
rosadora g. trümper tuschick

da ist es gerissen ‚das goldene seil’ – ‚da wird schon der name gerufen’ – ‚hinweg aus der….welt, …unter die alles vermengende erde.’

‚ich komme wieder’, hatte sie noch gesagt, ‚wenn ich hundert bin’. die worte sind noch in meinem ohr, ich habe mir nicht träumen lassen, dass sie das nicht wahr machen würde, diese kleine resolute person mit den grossen worten. da war sie neunzig. kraftvoll formte sie silbe für silbe, ihr sprechen hatte einen harten ton.

der ‚böse löffel’ des ‚vergessens’ fiel nun – fast unerwartet – in die ‚schale aus schatten’. unerwartet, weil fast ein hauch ewigkeit mit der person hilde domin verbunden ist. sie war schon zu lebzeiten eine legende. da will man nicht wahrhaben, dass sie eines tage nur noch legende sein wird.

‚…die pause ist vorbei.’
‚stehenbleiben und sich umdrehen hilft nicht. Continue reading

Ü B E R L E B E N

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‚das bunte, vielfältige, das mannigfaltige ist auf alle fälle besser als das graue, das durchschnittsgrau.
nur wer schöpferisch denkt und lebt, wird überleben im diesseits und im jenseits’.
friedensreich hundertwasser

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dass farben einen grossen einfluss auf unser seelenleben haben, ist mittlerweile bekannt und erwiesen. warum, ach warum spricht sich dies dann nicht schneller herum, besonders bei denen, die für das häusermachen zuständig sind. allein das ‚machen’ der häuser wäre so viel lustbetonter, als mit maschinen betonteilchen auf betonteilchen zu hieven, die sie nach ein paar jahren wieder abreissen müssen, weil sie baufällig geworden sind. wo bleibt der kreative teil?
offensichtlich hat hundertwasser einen so grossen farbsprung Continue reading

mond um mond…

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am mond festgemacht das jahr
am mond spüren höhen und tiefen
monden das jahr

mondschein mondschatten
die vorgegebenen muster wechseln
mondjahr

immer ziehst du vorbei
wir wollen beständigkeit
mondbesehen

rosadora

vollmond, 13.02.06 _ 5 uhr 44

feuer, feuer… oder roger willemsen

kaum ist er im saal, da steht er auch schon in flammen. aus erwartungsvollen gesichtern werden verschmitzt lächelnde und bittende, erkenn mich doch wieder. er reicht ihnen die hände, nicht hand – hände, ach, sie sind auch wieder da und schön, dass sie gekommen sind. bei mir die frage, was kann er sich noch alles einprägen. stolpernd beginnt er schon ehe er seinen stuhl auf dem pödchen erreicht, bringt sich ein, vom ersten moment an und das gekonnt.

er erzählt reisserisch. es ist kein erzählen, es ist ein begeistertes zueinanderbiegen von literatur, die sonst nie zueinander finden würde. casanova kommt bei ihm gut weg, Continue reading