Beiträge aus dem Januar 2010:

VERSÄUMNISSE…

Sonntag, 31. Januar 2010

BovenschenSolar_

SILVIA BOVENSCHEN

´ einmal fragte mich jemand, ob ich glaube, in meinem leben etwas versäumt zu haben. ich war erstaunt, dass mir gar nicht so viel einfiel. ich gab die frage an meine freundin s. sch. weiter. sie überlegte lange. ich wartete auf eine dramatische antwort. dann sagte sie: ´ich bin nicht motorrad gefahren.´
mir fällt auch noch etwas ein: ich konnte nie auf zwei fingern pfeifen.´

aus: älter werden

ich holpere auch herum und überlege, ich würde gern alle sprachen der welt, wenn auch nicht sprechen, so doch verstehen können.
etwas unverschämt, oder.

es schneit – schon wieder
ooooo wie schön
rosadora

ANLEITUNG ZUM GUTEN LEBEN…

Freitag, 29. Januar 2010

17.08.07_GOLD_ 208

Joseph Beuys

Lass dich fallen, lerne Schlangen zu beobachten.

Pflanze unmögliche Gärten.

Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein.

Mache kleine Zeichen, die “ja” sagen

und verteile sie überall in deinem Haus.
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.

Freue dich auf Träume.

Weine bei Kinofilmen.

Schaukle so hoch du kannst mit einer Schaukel bei Mondlicht.
Pflege verschiedene Stimmungen.

Verweigere dich,’ verantwortlich zu sein’ – tu es aus Liebe!

Mache eine Menge Nickerchen.

Gib Geld weiter. Mach es jetzt. Es wird folgen.

Glaube an Zauberei, lache eine Menge.

Bade im Mondschein.
Träume wilde, fantasievolle Träume.

Zeichne auf Wände.

Lies jeden Tag.

Stell dir vor, du wärst verzaubert.

Kichere mit Kindern, höre alten Leuten zu.

Öffne dich, tauche ein. Sei frei. Preise dich selbst.
Lass die Angst fallen, spiele mit allem.

Unterhalte das Kind in dir. Du bist unschuldig.

Baue eine Burg aus Decken. Werde nass. Umarme Bäume.

Schreibe Liebesbriefe…

DIE MENSCHEN GUT…

Donnerstag, 28. Januar 2010

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ich suche
eine insel
wo man atmen kann
und träumen
dass die menschen
gut sind

rose ausländer

FÜR DEN TAG DANKEN…

Mittwoch, 27. Januar 2010

für den tag danken,
so blau der himmel,
so weiss die welt,
so kalt der winter.

das ist einmalig, das ist zum juchzen zum brüllen gar, so schön dieser klirrendkalte wintertag unter blauestem himmel.
ein märchenwald, dicker schnee auf den bäumen – einfach zum träumen. und die menschen strahlend, weil die sonne mal wieder scheint.
immer mal wieder wünsche ich mir so einen fotogenen wintertag.

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MENSCHLICH…

Dienstag, 26. Januar 2010

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CHURCHILL MADIKIDA

wir sind nicht menschliche wesen, die versuchen geistig zu sein.
wir sind geistige wesen, die versuchen menschlich zu sein.

jacquelyn small

HIMMEL UND HÖLLE…

Montag, 25. Januar 2010

HICKELHAUS_450

als kinder haben wir uns noch keine gedanken darüber gemacht, wie dicht himmel und hölle beieinander liegen.
mit einem bein im himmel, mit dem anderen in der hölle. da bedurfte es schon eines mächtigen schwunges die kurve zu kriegen und drehend und hüpfend aus beiden wieder herauszukommen. 6, 5 + 4 nochmal eine krätsche, und 3, 2, 1 und nichts wie heraus aus dem hickelhäuschen.
mit einem kettchen oder einem stein musste man sich hochhangeln. erst die 1, die überspringen und auf dem rückweg das kettchen wieder aufnehmen. dann die 2, 3, 4, 5 usw.
lange hab ich nicht gesehen, dass kinder dieses spiel spielen.
ich werde meine enkelin fragen, 8 j., ob sie es kennt und es mit ihr spielen…

dieses ist ein griechisches gebilde – da geht es bis zehn.
bei uns geht es nur bis 8.

VIEL MEHR DINGE…

Samstag, 23. Januar 2010

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in einem geschlossenen kästchen wird es immer viel mehr dinge geben
als in einem offenen kästchen.
die verifikation ist der tod des bildes.
immer ist einbilden grösser als leben.

verifikation (nachprüfen)

gaston bachelard

W U N D E R . . .

Freitag, 22. Januar 2010

GRUPO DE ARISTAS DE VANGUARD_ 012

GRUPO DE ARISTAS DE VANGUARD d12

eines der erfreulichen dinge für diejenigen unter uns
die schreiben oder malen ist
das tägliche wunder zu erfahren.
es kommt.

gertrude stein
in für minuten

AUGENBLICK…

Donnerstag, 21. Januar 2010

DSC_0397_putte üb. fenster

jeder kleine augenblick ist ein vergnügen
und ein vergnügen
ist ein vergnügen oh ja
ein vergnügen ist
ein vermögen zum begnügen.

GERTRUDE STEIN
aus: für minuten

WAHRHEIT UND DICHTUNG…

Dienstag, 19. Januar 2010

22.09.07_MENSCHEN_gr.ka 010

die zeiten sind so seltsam,
so mittelalterlich, so vernunftwidrig,
dass zum ersten mal seit hundert jahren
wahrheit wirklich merkwürdiger ist als dichtung.
jede wahrheit.

gertrude stein
aus: für minuten