WEHLHEIDEN…

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Gustav Falke (1853-1916)

Alle unsre Tauben sind schon lange wach,
sitzen auf den Lauben, sitzen auf dem Dach,
sitzen auf dem Regenfass:
Wer gibt denn uns Tauben was.
Tauben, Hühner, kleine Kind‘
jeden Morgen hungrig sind.

Alle unsre Hennen sind schon aus dem Stall,
gackeln schon und rennen, scharren überall.
Und der Hahn kräht: Futter her!
Immer mehr, nur immer mehr.
Tauben, Hühner, kleine Kind‘
jeden Morgen hungrig sind.

(Musik: M. Georg Winter)

WEHLHEIDEN
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P1010320_HAUS WEHLH.

DSC_5624-bachstein wehlh.

DSC_5588_GESICHT WEHLH.

VOM TRÄUMEN UND LIEBEN…

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´ja, wenn man die träume nicht hätte…´
schweigen
´dann käme man besser zurecht im leben.´
schweigen
´und hätte man die liebe nicht?´
fragt der achtundsechziger wie ein psalm
´auch´,
erwidert die alte

aus
roger willemsen
DEUTSCHLANDREISE

RAPSODIE IN GELB…

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RAPS U. BUSCH_DSC_4617

die farbe gelb vergoldet das licht, ja, hier ist sie licht. licht, das tausend und abertausendfach das glück und die freude in den mai schickt und dieser lässt uns daran teilhaben.

wieso, wieso nur, sind alle monatsnamen männlich – das fiel mir eben gerade auf. dabei ist der mai so weiblich weich und strahlend.

GEBURTSTAG IM MAI…

geburtstag im mai
flieder verführt mich
zum schwur
ich bin ein atem
im mai

die blauen adernflüsse
wer nimmt ihre mündung wahr
welchen anteil
haben die sterne
an meinem traum

im maiglöckchenraum
dem störrischen stier geweiht

der widerspruch
steckt mir als angel
im blut

ROSE UND SCHMETTERLING…

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wenn das weisse morgenlächeln
über meinem kelche hängt,
und der frühluft leises fächeln
sich in meinem haar verfängt,
dass mein grüner körperstengel
sehnsuchtsschwer sich überneigt,
kommt ein schöner falterengel,
der mit mir zum himmel steigt.

meine duftige gewandung
wandelt er zum flügelkleid,
über tag und mittagsbrandung
schweben wir durch lose zeit.
und wir schaukeln, und wir strahlen
unsre seelen in die luft,
füllen alle blütenschalen:
er mit farbe, ich mit duft.

frühes gedicht (ca. 1943)

ZUM GEBURTSTAG VON ROSE AUSLÄNDER
geb. 11. mai 1901