AM HANG DIE ROSEN…

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Am Hang die Rosen
ROSENHANG KARLSAUE KASSEL

Klappentext des Buches
eine million kubikmeter trümmerschutt wurden nach dem krieg einfach so unterhalb der schönen aussicht hingekippt. irgendwo musste der ja hin. am auerand war platz. nur war das keine wirkliche lösung.
1955 legte professor hermann mattern sein konzept vor, den schutthaufen teil der bundesgartenschau werden zu lassen. er liess ihn in einen rosenhang verwandeln. das war eine geniale und grossartige idee.
dass das glanzstück der buga von 1955 heute nicht mehr als solches daher kommt, stellten schon elsemarie maletzke, frankfurter schriftstellerin und gartenjournalistin und markus gnüchtel, kasseler landschaftsarchitekt in „hauptsache kultur“, im september 2009 fest.
markus gnüchtel spricht von einem efeuhang und dass büsche und bäume geschnitten werden müssten, um den wunderbaren blick in den park wieder frei zu kriegen. bei jedem richtungswechsel eines weges wäre das der fall. und rosen, rosen, rosen – zur buga waren es 25.000 pflanzen.

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Paperback, 128 Seiten
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DIE STADT IM WALD…

DIE STADT IM WALD…
Joseph Beuys:
7000 Eichen, Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung
documenta 7, 1982
fertig gestellt zur documenta 8, 1987

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josef beuys hat mit seinen 7000 eichen einen prozess in gang gesetzt, der bis heute andauert.
er wollte den urbanen Lebensraum nachhaltig verändern.
seine zur documenta 7 gegründete „freie internationale universität“ wurde zum forum für die umstrukturierung in und an der gesellschaft. sie wirkt auch nach seinem tod weiter.

die finanzierung dieses grossen kunstwerkes, das als solches in frage gestellt wurde, stellte beuys sicher, indem er für 500 mark baumpatenschaften vergab. künstler stellten ihre werke zur verfügung, beuys selbst liess sich auf plakaten vermarkten, warb für whysky mit dem satz: „Ich habe mich vergewissert, der Whisky war wirklich gut.“ der allein brachte 400.000 DM. firmen gaben grössere geldbeträge als spenden.

nicht allein die finanzierung machte den kasselänern sorge. sie fürchteten vogeldreck und laubhaufen, bangten um ihre parkplätze und um ihren verstellten blick. und wer sollte die pflege übernehmen.
in den 30 jahren sind die empörungen fast abgeklungen. dass kassel nun im wald liegt, ist etwas dahergeholt. kassel hat ringsherum mehr grün als sonst eine stadt.
neben Stieleichen, amerikanischen Sumpf-Eichen und Roteichen wurden 36 andere Baumarten gepflanzt, darunter drei Ginkgos, je ein Eschen-Ahorn, eine Gleditschie sowie ein Tulpenbaum.
sie machen die grüne stadt noch grüner und das kann schliesslich nicht schaden. als lebende und lebendige kunstwerke geben sie weiterhin denkanstösse.

zur d13 ist das baumthema wieder ein thema. Giuseppe Penones Idee di Pietra, ein baum aus bronze, eine Hommage an Joseph Beuys und seine Aktion 7000 Eichen, Jimmie Durham´s zwei junge Apfelbäume und andere baumgewächse sind wieder einmal streitgespräch.
bleibt zu hoffen, dass die themen zum streiten nicht enden und damit auch nicht die gespräche.
sie lassen sich schon jetzt gut an – die gespräche und werden im laufe der d13 kreativ geschürt werden.

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