DEN BLICK NICHT LASSEN…

augengottin_310109-001_ausschn_400.jpg

meine gefässgöttin umgestaltet zur AUGENGÖTTIN.
weit aufgetan die augen ist sie die seherin, die, die nicht nur sieht, was ist, sondern nochmehr das, was sein wird. so sehr ihre seherinnengabe befragt war, so sehr war sie auch verhasst – verhasst, weil sie nicht nur das gute voraussagte, sondern auch schlimme ereignisse deutlich erkennen konnte. ob sie davor warnte, weiss ich nicht zu sagen, aber das kann ich mir nicht vorstellen. das schicksal liegt letztlich in den entscheidungen der menschen.

augengottin_310109-004_ausschn_400.jpg

wie sie in verschiedenen kulturen unterschiedliche namen trägt, so hat sie auch alle anderen eigenheiten und eigenschaften in sich vereint. sie ist niemals die, die nur sieht – sie ist allumfassend und allesumschliessend.

ich bin froh sie in meinen ‚heiligen hallen’ zu haben, erinnert sie mich doch daran selbst zu entscheiden, nichts schleifen zu lassen. sie ist mir mein spiegel, aus dem ich lesen kann.

augengottin_310109-003_300.jpg

FLÄCHEN NEU FÜLLEN . . .

krimskram_280109-041_400.jpg

‚…wie dich das grosse einatmen
überkommt mit einemmal
mischst du die farben
füllst du die flächen
an nichts dich haltend neu…’

BRIGITTE FUCHS
in DAS BLAUE VOM HIMMEL ODER ICH LEBE JETZT
glendyn verlag – aarau 1993

als lägen unsere tätigkeiten nebeneinander – du gestern, ich heute. dabei sind jahre dazwischen und die aufforderung ‚flächen neu zu füllen’ unabhängig voneinander. 1993 – 2009 – was bedeuten jahre?
alles erfüllt sich zu seiner zeit.

krimskram_280109-039_400.jpg

krimskram_280109-038_400.jpg

krimskram_280109-027_400.jpg

krimskram_280109-019_400.jpg

GEFÄSSGÖTTINNEN..

brigitte_traumfabrik_200109-082_heller_400.jpg

die magische wirkung geht nie verloren – so schien es mir, als ich diese beiden ‚modernen’, besser vielleicht modischen vasen fand.
ich dachte an die kultgefässe aus alten zeiten, da die gefässgöttinnen ihren platz im täglichen leben der menschen hatten. die gefässe weisen auf den schützenden und ernährenden aspekt der grossen göttin hin. sie waren im täglichen gebrauch und hatten einen tiefen sinn und waren schmuck zugleich.
ich weiss nicht, warum ich im nachhinein – ich sah sie diesertage – dieses dringende bedürfnis habe, eine od. beide dieser vasen in meinen besitz zu bringen.

MUSCHEL AUS EIS…

wilh_teufelsbrucke_110109_-078_400.jpg

die natur – die grosse staunenmacherin…
die muschel als gewaltiger geborgenheitstraum – sich vorstellen, ein bad zu nehmen in einer riesenmuschel, sich von kosmischen kräften gestärkt und beborgen fühlen…
die muschel aus eis hält nicht im geringsten davon ab, solches zu empfinden. das gesehene bild schwingt sich auf zum rang eines erlebten bildes. die kraft der einbildung ist die grösste kraft, mit der wir uns umgeben, uns unsere eigenenbilder, unsere eigene welt schaffen können.

wilh_teufelsbrucke_110109_-085_400.jpg

das eis gibt hier noch eine besondere inspiration – vielleicht vom ganz heissen ins ganz kalte einzutauchen und so belebt das leben als ein fest zu gestalten.

diese eismuschel hatte einen so grossen sog, eine solche anziehungskraft, dass mir schon an der löwenburg ein ehepaar die stelle beschrieb, die ich unbedingt aufsuchen müsse und später gaben mir noch andere menschen den hinweis.
ein ‚kleines wunder’ gemessen an den grossen vorkommnissen in der natur, und eine kleine völkerwanderung dorthin…