WANDERLIBELLE – PANTALA FLAVESCENS…

EINE BESONDERHEIT IM BOTANISCHEN GARTEN…

aus:
LibellenWissen.de
Andreas Thomas Hein

Der Name Wanderlibelle ist bereits ein Hinweis auf ihre besonderen Eigenschaften. Die Wanderlibellen legen in einer Höhe von 1000-2000m, Strecken von rund 8000 km über den Indischen Ozean zurück. Teilweise wurde von Beachtungen in Höhen von über 6300 Metern (Nepal) berichtet. Jedes Jahr zum Einsetzen des Monsuns fliegen Wanderlibellen in großen Schwärmen bestehend aus mehreren 100 Tieren, von Indien bis nach Afrika. Damit sind die Wanderlibellen aus derzeitigem Wissensstand die Langstrecken-Rekordhalter unter den Insekten.

es ist schon eine besondere art der aufmerksamkeit und geduld erforderlich, um so eine seltene schönheit zu entdecken. sie, die libelle, flog von einem weißen – wohl kalkfleck – auf den anderen und genoß die herbstllichen sonnenstrahlen. diese art war mir noch nie begegnet – ich mußte im netz nachschauen und fand den überaus spannenden artikel. 8000 kilometer über den indischen ozean, dass muß ich mir erst einmal vorstellen. eine denkwürdige begegnung…

foto mirkotu.
danke m.

WALD-ENGELWURZ…

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ein älterer beitrag fiel mir dazu ein…

E N G E L W U R Z . . .  auch angelica

in einem beet von pierre huyghes „untilled“ entdecke ich eine pflanze die mir vom namen her nicht bekannt ist
ich schaue nach
ENGELWURZ

eine pflanze die mich begeistert und ein name der mich fast umhaut E N G E L W U R Z
das muss ich mir ersteinmal bildlich klar machen
engel – himmel
wurz(el) – erde
sie verbindet irdisches und himmlisches mit ihren wirkkräften

hat man erst einmal etwas erkannt
begegnet es einem und erkennt man es immer wieder
mit ina und re die zur dOCUMENTA 13 nach kassel gekommen sind
gehen wir im ilyssia essen
ich komme gar nicht hinein in den laden
rechts und links neben dem eingang
in einem grossen blumenkübel ENGELWURZ
als würde es die arme ausbreiten
und rufen – ach da bist du ja (wieder)
ich bin so erstaunt dass es mir die sprache verschlägt

und dann weiss ich es jedesmal wieder ENGELWURZ

ein erzengel soll einem mönch zu zeiten der pest
diese pflanze verraten haben

die engelwurz – auch angelika genannt – ist eine eindrucksvolle erscheinung
wie sie wohl hier in das kompostloch gekommen ist
sie überragt mich bei weitem – ich muss zu ihr aufschauen und tue dies mit grosser neugier und aufmerksamkeit
sie hat eine eindrückliche sprache die meine seele stärkt und lockt mich bei jedem besuch alle paar tage zu sich hin
lebenskraft vermag sie zu erneuern
ihre ausstrahlung überwältigt mich
wie sie zum licht will und selbst diese lichte ausstrahlung schenkt
ihre samen hält sie wie mit fingern weitgespreizt gegen die sonne
ich lege ein paar von den samen auf meine zunge und lasse sie wirken
sie öffnet mein herz schenkt mir zuversicht und freude
engelwurz wärmt meine seele

sie braucht drei jahre um ihre blüte und grösse in voll zu erleben
die dann ihr innewohnenden kräfte erzählt sie uns in vollem rausch und ich gerate mitten hinein

ihre dreigeteilten blätter ordnen sie der zahl drei zu
drei ist eine alte heilige zahl

„Sie war das Symbol der dreifaltigen Göttin in ihrer Gestalt des jungen Mädchens, der reifen Frau und der Greisin. Symbol der drei Phasen des Lebens von Wachstum, Tod und Wiedergeburt. Eine Trinität, die untrennbar miteinander verbunden ist. Und vielleicht weist uns die Angelika darauf hin uns dem Lebensfluss hinzugeben, die Phasen des Werdens, Wachsens und Vergehens anzunehmen. Ihre Kraft, so wird berichtet, schützt in Zeiten von Krisen und Veränderung und begleitet und stärkt uns in Transformationsprozessen.“

siehe auch
http://www.heilpflanzenkunde.blogspot.de/

DIE AUGENGÖTTIN…

KARTOFFEL UND HAUSWURZ…

sie überwacht das wachsen meiner pflanzen
im topf sind kartoffeln
die wollen ans licht
ich will sie nicht ernten
ihre blüten sollen mich erfreuen

ich kenne sie aus kindertagen
da haben wir kartoffelkäfer sammeln müssen
mit den vielen unkrautvernichtern
gibt es die heute sicher gar nicht mehr
an die blüten erinnere ich auch
die waren zart und weiß mit rosa und lila
was meine wohl zeigen werden


in die hauswurz habe ich mich verliebt
in einer gärtnerei habe ich sie erstanden
die haben wohl gegossen und gedüngt
beim wachsen kann ich zusehen
sind es die pflanzen oder der frühling
die so drängen und in drei tagen
riesenleistungen vollbringen
ich habe meine freude daran
und bin gespannt
wie das enden wird

RUCKEDIKUUU….

RINGELTAUBE IM BAUM….

stundenlang sitzt sie da. ich fotografiere durch die scheibe, damit ich sie nicht aufschrecke. die ringeltauben sind dauergäste bei mir – ich füttere – obs schneit, oder die sonne scheint. sie danken es mir  mit ihrem guruu guruu. findeli scherzt manchmal mit den vöggeli, dann klappert er mit den zähnen. sehr zutraulich sind sie nicht – irgendwie gehen katzen und vögel nicht zusammen. doch ich habe besondere freude an meinen vöggeli und an meinem kater.

NATÜRLICH NATUR….

dem grün zugetan

nach dem regen das große erwachen

Hallo Rosadora

Schönes Bild. Interessant. Spontan kommt mir dazu folgendes in den Sinn:

wirre Gedanken – das gelbe Grün gewinnt.

Passt irgendwie zur Corona-Situation. Und die Hoffnung (das gelbe Grün) siegt…Was meinst du?

Gruss aus dem frühlingshaften St. Galler Rheintal. Elsbeth Maag

 

Terzette, die Herz und Seele berühren….

Die LYRIKERIN ELSBETH MAAG veröffentlicht ein neues Buch

foto: benjamin manser

Die Buchser Lyrikerin Elsbeth Maag hat 69 Terzette in Buchform veröffentlicht. Der pensionierte Buchser Kantonsschullehrer Valentin Vincenz hat die Texte ins romanische Idiom Sursilvan übersetzt.

unruhige nacht
der mond im streit
mit den wolken

rosen am zaun
malven und mohn
die gärten feiern

pappeln im wind
sie üben das fliegen
ich fliege mit

die schlammzungen
die deutlichen reden
des rheins

im sturmwind der
bizarre fächertanz

BUCH :   T E R Z E T T E

lyrik von ELSBETH MAAG – ins rätoromanische übersetzt von valentin vincenz                   24 CHF  erhältlich im buchhandel und bei
e.maag@rsnweb.ch und vvincenz@bluewin.ch

S O N N E N B L U M E N im acker…

S O N N E N B L U M E N

Die Sonnenblume stammt ursprünglich
aus Peru und Mexiko
und wurde dort als Abbild des Sonnengottes verehrt
und auf vielen Kultstätten abgebildet

hier stehen sie am straßenrand
verdecken oder beschützen ein großes erdbeerfeld

mich locken sie
mit ihren großen sonnenköpfen
und aus der nähe sind sie nicht nur groß
jede von ihnen hat eine spezielle prägung
wie persönlichkeiten stehen sie prachtvoll
fast ausgereift – fast überreif
sie haben meine volle bewunderung

in ihrer größe überragen sie mich
jede weist eine besonderheit auf
von so viel eigenart fühle ich mich geehrt
erhabenheit strahlen sie aus
und obwohl sie wahrscheinlich
als blühstreifen eingesetzt waren
finde ich das lächerlich und voll daneben

zwischen den großen sonnenscheiben
schlägt mein herz fast aufgeregt
obwohl das gegenteil angesagt ist
ringelblumen in samen
koriander voller frucht
den koriander für mein herbarium
und ob er sich das gefallen lässt
danke – der tag ward schöner durch euch

INDUSTRIEKUNST….

es fügt sich gut ein in die landschaft – dieses gebäude. für eine weile nimmt es die wolken auf, wie auf ein bett. flüstert harmonie und schönheit. klare linien – ein bisschen erinnert es an bauhaus – schlicht und zweckgebunden. idustriekunst eben. der turm in seiner wucht blendet besonders…

ich zoome es heran und der zauber ist dahin.
wie alles schöne nicht nur schön ist, so ist auch dieser zauber schnell verflogen.
verblendung auf der ganzen linie. der turm ist ein silo, also ist das ganze ein stall oder eine geflügelmastanlage. zwei güllestreuer stehn in ständiger bereitschaft.
diese totale stille verblüfft mich – dazu noch völlig geruchlos – getragen von den geräuschen der b 49. vor enttäuschung vergesse ich, weitere bilder zu nehmen.

am nächsten tag mache ich mich schlau und erfahre, dass es sich
„um einen Geflügelmaststall eines ortsansässigen Landwirts“ handelt.
„die zuständige Genehmigungsbehörde ist das Regierungspräsidium Kassel.                  Der Betreiber ist ein Landwirt.

Sicher wird Ihnen klar sein, dass wir aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht befugt sind, Ihnen den Namen des Betreibers zu nennen.“

und von anderer stelle:
„Der „Turm“ ist ein Futtermittelsilo, die Abluftanlage links ist sehr modern.“

mit a. rede ich noch stundenlang über die ungerechtigkeit, wie mit unseren tieren umgegangen wird und dass einsicht geredet, aber nicht umgesetzt wird.

so wird aus der ästhetik der kunst
eine ÄSTHETIK DES GRAUENS….

eine schöne landschaft ist noch immer schön – aber eben nicht nur. hinschauen und nachdenken und handeln ist notwendig und zwingend.
dorla, wehren, werkel, lohne
sind des hessenlandes krone
aber aus der krone ist ein zacken herausgebrochen – oder auch zwei. ist das dann noch eine krone….

DILLFELD – GROSS UND VERRÜCKT…

WAS MACHT MAN MIT SOOO VIEL DILL….

wieder eine meiner überraschungen. früher – das kann ich schon sagen, da  ich steinalt bin und das früher erlebt habe –  bemühten sich die bauern um den ertrag für ihren eigenen bedarf. heute erwirtschaften sie verzweifelt  für die allerbeste vermarktung. für dill in diesen mengen fällt mir in die richtung absolut nichts ein. vielleicht samen züchten…

auf jeden fall beglückt mich das riesendillfeld. es duftet milde und lockt mich. ich wage mich zwischen den dill, der größer ist als ich – fast schmeichelt er mir und begrüßt mich, begleitet mich in meine kindheit – hier, zwischen nenkel und nacken. er hält mich, als ich zu stürzen drohe. auch mag ich dill  – besonders gern in grüner soße.