WOLKENSCHÄUMCHEN…

LÖWENZAHNWIESE…


so weiß – so weich wie wolkenschäumchen…

wie in einem versteck, geheim auch – eine ungemähte löwenzahnwiese.
hineinlaufen möchte ich, wie in kindertagen, mich drehen und wenden, mich mit den löwenwölkchen verbinden. das hineinlaufen fällt schwer und erst recht das drehen. also bleibt mir nur eines, den traum im foto festzuhalten.
eine ungemähte wiese, das macht freude, das zeigt mitdenken.

KOMPOSTLOCH-ERDBROCKEN…

das ist eine längere geschichte…

diese erde, den berg, der er jetzt ist und den berg, der er einst war, habe ich über jahre verfolgt.
in meinem kompostloch – einst untilled von pierre huighe – machte er mir eine große freude, als er in einem jahr – fast rundum gelb – mit seiner ackersenfblüte überraschte.
ich nutzte ihn für meine aktion LYRIK und I LOVE. ich erwiderte damit den gefallen, den er, der erdberg, mir tat.


ich bedauerte es als er abgetragen wurde und verfolgte sein abbleiben. sein neues zuhause war nun im gelände des werkhofs. da liegt er heute noch – fast unbeeinträchtogt –
und immer mal wieder schaue ich nach, was mit ihm wird.


gestern überraschte er mich mit großer pflanzenfülle. ackersenf war auch dabei, aber nicht so üppig, und brennesseln und taubnesseln und knoblauchrauke und kohlkratzdistel und schöllkraut und klettenlaubkraut und indisches springkraut und

als ganz große überraschung eine mir völlig unbekannte pflanze CLAYTONIA PERFOLIATA – gewöhnliches tellerkraut (hab ich im internet herausgefriemelt…
so schön und zartblühend – etwas empfindsam in seiner art – also knackleicht zu brechen. und es hat eine verwandte, die ich noch nicht blühend gesehen habe.
meinen erdbrocken werde ich nun öfter besuchen und schaun, was er so hervorbringt im laufe des blühjahres.

OSTERURWALD…

…ZU DEN ANEMONEN…

OSTERN – als ob das nicht genau meinem ewigen thema entspräche – tod und auferstehung – leben und sterben – zusammenbruch und wiederaufbau.
die anemonen, in der nähe meines auchthemas – MEIN BAUM – verkörpern für mich die auferstehung in reinster form. das klare weiß blendet fast, erfreut mich zum wiederholten male, seit vielen jahren. wie eine decke, ausgebreitet über eine schöne große fläche.

dagegen schildert mir MEIN BAUM das ganze gegenteil – eben sterben. in letzter zeit geht er unverkennbar diesen weg. ich besuche ihn seit ca. 10 jahren. da fiel er einfach um. mit diesem plötzlichen weggehen verdeutlichte er mir das gebot des vergehenden sichtbar und sinnbildlich. er läßt mir zeit mich mit dem gedanken zu beschäftigen und sagt mir, das weg nicht einfach weg ist. eine sterbende alte frau sagte mir einmal NICHTS FÄLLT HERAUS AUS DIESER WELT. das schien ihr die angst zu nehmen vor dem sterben. und nun muß er mich trösten und auch vorbereiten.

als vielleicht letztes geschenk zeigt mir mein baum dieses wunderbar großäugig, sanfte schalentier. ehemals schale und gehäuse seines einst dicken stammes. die sanftheit rührt mich, besonders aus seiner einmaligen lage heraus.

auch die beiden baumfrauen sagen es auf ihre weise. aus der einen trat eine zweite hervor, und nun schaut es aus, als würden sie sich gegenseitig halten – vielleicht auch mut machen.
ich stelle ihnen einen baum mit sonnenästen hinzu, der erinnert mich an den osterspaziergang von caspar david friedrich, und dass die sonne wieder aufgeht – wieder und wieder…

BIOTOP BAHNHOF…

…UND ENDE NOVEMBER

in dert natur gibt es keinen stillstand. noch die reduzierteste form rührt mich, mach mich neugierig. immer ist es spannend, was da neues kommt. die pflanzen auf dem biotop scheinen eine besondere metamorphose zu durchlaufen, wenn sie sich in ihrer form verändern. zum winter hin neigen sie dazu sich zu minimieren. im frühjahr haben sie sich dann so verändert in größe und oft auch in der form, dass ich sie freudig empfange, obwohl ich sie kaum wiedererkenne.

der sommerflieder wagt mehrere anläufe, als brauchte er das frühjahr gar nicht, er kann es einfach nicht abwarten. seine herkunftsländer weisen andere bedingungen auf, so daß das blühen kaum unterbrochen wird.
die nachtkerze ist auch ungeduldig – kaum verblüht, hat sie sich schon wieder in eine form gebracht, als könne sie jeden moment wieder blüten hervorbringen. ich schaue, ob sie unbeschadet den winter übersteht, eingemummelt wie in einen pelz sind ihre blätter ja.
die goldrute imponiert mir noch besonders. im wintergegenlicht verströmt sie einen wahren zauber.
wie auch immer eine jede pflanze sich in ihre verwandlung fügt, einen zauber verströmen alle und meine neugier läßt nicht nach.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SAMENPLANTAGEN…

im REINHARDSWALD…

noch nie habe ich von SAMENPLANTAGEN gehört und mir war völlig unbekannt, dass bäume aus samen gezogen oder gar geklont werden…

 

Liebe Rosadora
danke für die Informationen.

Ja diese Bäume. Wahrscheinlich sind es die an der Höhenstrasse bei der Kühbacher Wiese. Es handelt sich um Samenplantagen aus den 60er Jahren. Es gibt dort eine mit Birken, eine mit Ahorn und eine mit Linden. Die Ulmenplantage ist abgestorben.
Was steckt dahinter?
Es geht um die gezielte Produktion von hochwertigem Saatgut.
Dazu sind Zweige von besonders guten Bäumen dieser Arten aus ganz Deutschland abgeschnitten und auf langsamwüchsige Unterlagen gepfropft worden.
Diese kleinen Bäumen ließen sich dann gut beernten. Außerdem konnte durch die Mischung dieser Hochleistungsklone die Qualität des Saatgutes verbessert werden.
Durch die Nähe zur Forstlichen Versuchsanstalt in Hann. Münden gibt es im Reinhardswald einige dieser Anlagen. Herzliche Grüße Jupp.

Hermann-Josef „Jupp“ Rapp – ist ein deutscher Forstmann und Naturschützer. Er ist bekannt als die „Stimme des Reinhardswaldes“.

https://www.amazon.de/Baumriesen-Adlerfarn-Urwald-Sababurg…/dp/3933617219

 

der W E L S als GEWÄSSERÖKOSYSTEM…

es ist der WELS.  vor jahren wurde er durch die MHK im rahmen der bewirtschaftung der gewässer in den Lac gesetzt. seine aufgabe ist es, den bestand an friedfischen im rahmen zu halten, damit diese nicht überhand nehmen, (was der gewässerqualität abträglich wäre). diese maßnahme hat dazu beigetragen, das damals starke vorkommen an blaualgen im lac zu reduzieren. der WELS gehört also zu diesem gewässerökosystem.  er ist nach wie vor im Lac vorhanden und geht seiner aufgabe nach.

am vergangenen samstag schwamm er gemächlich in den lac-fluten und ich konnte ihn bewundern, wie er in aller ruhe seine runden schwamm.

LANDSCHAFTEN…

hier FELDER UM DORLA herum
kreis fritzlar homberg…

herbstlandschaften

felder weit und breit – abgeerntet – leeres land, das nicht leer ist.
wie ein geschenk für mich als fotografin und künstlerin und heute
ein weiteres geschenk dazu – wolkengebilde einmalig schön.
sie schmücken meine bilder, geben ihnen einen glanz drauf,
der nicht so ohne weiteres und schon gar nicht immer zu haben ist.

sie, die wolken, waren der grund, weshalb ich mich auf die sprünge machte.
immer mal wieder reizen mich diese landschaften oder felder. sie geben
einen so weiten atem in die bilder und in mein herz, das ich ganz schön verwöhnen muß.
und wenn ich sie später dann wieder anschaue, schließen sie mich ein –
es ist später auch das in-ihnen-mich-wiederfinden – so etwas wie geborgensein.

in der landschaft habe ich als kind gewohnt und sie lockt mich immer wieder.
felder sind mir vertraut.

KOHLFELDER…

DORLA, WEHREN, WERKEL, LOHNE
sind des hessenlandes krone…

werkel nimmts mit blaukraut auf –
dorla mit wirsing

ich genieße es, wieder auf meinen eigenen beinen ins feld zu laufen zu können.
es ist ein gutes gefühl. die kohlköpfe symbolisieren so etwas wie fülle und reife.

und immer treffe ich menschen – sogar in einem kohlfeld. da kommt timo gelaufen
mit rucksack. von kassel will er in ein dorf bei fritzlar. das ist noch ein gutes stück
zu gehen. seine ma hat geburtstag. dass ich ihn die reststrecke fahren könnte,
lehnt er ab. er will durchhalten. architekturstudent – das liegt mir. wir quatschen
ein weilchen undaus der nähe betrachtet erscheint ihm der kohl fotogen.

 

in dorla klopfe ich bei meiner schulfreundin ilse aus kindertagen. die verrät mir,
dass es richtung gudensberg noch einige kohlfelder gibt. den tip nehme ich gerne und
halte dort auch noch mal an. da habe ich als kind kornblumen, mohn, kamille, margeriten
und rittersporn gepflückt. blumenkind – schon immer…
von den blumen auf denkohl dekommen – naja, die blumen gibts heute eben nicht mehr.