DAS GRÜN DES BEGINNENS NICHT…

älterer artikel

mir heute zugefallen und ichi in ihn…

rosadora im august 2026

DAS GRÜN DES BEGINNENS NICHT…
Sonntag, 3. Juli 2011

das alles überwuchernde grün ist nicht mehr das grün des beginnens.
es ist matt, es ist stumpf und vor allem verdunkelt es die welt.
depressionen, am grün fest gemacht, erreichen jetzt ihren höhepunkt.
dem auge fehlen die anreize der verschiedenen grüntöne.
im beginnenden frühling erreichen sie eine endlose skala von hell- zu dunkelgrün.
die blättchen wickeln sich aus vom winter ins frühjahr.
ihre unendliche fantasie verzaubert, lässt staunen, lässt hoffen.
die farbe grün wird zu einem seelengetränk, das die lebensgeister weckt.
es zu schlürfen macht trunkenheit.
die grünen wortergüsse verfallen dem schwelgen.
aber warum nicht.
das frühjahr ist die einzige jahreszeit, der das schwelgen
und den wortüberlauf glaubhaft unterstreichen.
im schwelgen merken wir nicht, dass sich der facettenreichtum des grün
mehr und mehr zu einem einheitsgrün verwandelt.
jetzt fahre ich in den wald wie in eine dunkle höhle.
keine blume am boden, kein hellgrünes winken in der höhe.
das blühen der bäume hat ein ende.
im schweren, dunklen grün lassen sich die bäume nur schlecht unterscheiden.
fast nimmt das fahle, stumpfe grün eine drohende haltung ein.
die sommerblumen versuchen ihr bestes, schütten farbtiegel um farbtiegel in die landschaft,
malen üppige farbtupfer in das ermattete grün.
es gelingt ihnen auch uns zu erfreuen und staunen zu machen,
doch das grüne grün in seiner ausbreitung und beharrlichkeit gewinnt immer wieder die oberhand.
die farben nehme ich in meinen bilder auf und breite sie um mich herum aus, wie einen sommerteppich.
für eine weile kann ich die farben des sommers erinnern und das grün vergessen.
doch auch die bilder verblassen und das erinnern wird schwächer.
die jahreszeiten fliessen und mit ihnen die farben.
rosadora

INSEL SIEBENBERGEN – 27. MAI 2026…

DER HITZE ENTKOMMEN…

oder sie zumindest ein wenig mildern – das geht auf der insel mit blühendem hintergrund und es blüht hier immer etwas und die farblich immer wieder neu gestalteten beet wären schon allein ein grund zur bewunderung

dass der blauglockenbaum blüht freut mich besonders – ich erwarte ihn neugierig in jedem jahr wieder und wieder – mit seinem blauen blau leuchtet er besonders und wenn erst die blüten herabfallen bin ich beglückt wie sonst kaum weil sie einen so wunderbaren  duft ausströmen der auch nicht so schnell vergeht…

die kaiserkronen – die längst verblühten – haben mich überrascht mit ihren so übergrossen samen – samen gehören zum ursprung der welt…

und singt man nicht „roter mohn..“ und wieso nicht „gelber..“ das besondere findest du eben nicht im besonderen – sondern im besonders überraschend besonderen…

der herkulesstaude hat man ihre begrenzung abgenommen – irgendwie chic und eben frei

das kastanienblättrige schaublatt habe ich noch nie in seiner vollsten blüte erlebt – und der duft erst – einfach himmlisch – aber sehr dezent wie mir ME. versichert…

der sizilianische honiglauch begegnet mir noch zum abschluss und ich will ihn nicht unbeachtet lassen – er duftet schon beim anschaun…

die bäume fasse ich mal zusammen – beim pagoden-hartriegel – beim rhododendron catawba und beim weißbunten pagoden-hartriegel weiss meine app noch den rechten namen (keine garantie)…

aber bei den drei gelblich gefärbten tannen erzählt sie mir jeweils etwas anderes – also sage ich einfach tannenart… mir fiel die gelbliche färbung auf – nach verbrannt oder welken sieht es nicht aus – also gesund..

ein nächster besuch steht an…

 

H I M M E L UND E R D E …

https://www.rosadora.de/blog/wp-content/uploads/2017/03/WELLENSPIEGELUNG-AUE_P1610661.jpg

DIE MUTIGEN…
Veröffentlicht am 10.03.2017 von Rosadora
SÁNDOR MÁRAI – in HIMMEL UND ERDE…
schätzen kann ich nur noch die, die den mut haben, auch nutzlos zu fühlen. jene, die das wagnis eingehen, nutzlos zu denken. alle sind wir schon so zielstrebig… so tauglich. ich schätze diejenigen, die sich trauen, wörter zu denken wie “ich”. oder: “ich liebe dich, schöne kalte langeweile”, schätze aber keinen mehr, von dem ich annehmen muß, dass ihm auch noch etwas einfallen könnte, wenn er tagsüber so beginnt: “bezüglich der bestehenden möglichkeiten…”

wenn sich grundlegendes, was ich einmal gedacht und gefühlt habe, verändern würde, wären es keine wahrheiten mehr…

U R W A L D im REINHARDSWALD…

U R W A L D   SABABURG REINHARDSWALD …

„Ich versuche, mich daran zu erinnern, was ich an einem bestimmten EICHEN(Zypressen)BAUM gefühlt habe, und ich habe das Gefühl, wenn ich mich daran erinnere, wird es mich ziemlich lange halten.“

—Joan Mitchell, 1965

so viele vergänglichkeiten hat der urwald in der zeit in der ich ihn nicht besuchte erfahren – durchgemacht oder auch erlitten dass mir die worte fehlten und so habe ich mich eines satzes von joan mitchell bedient

gefühle die ziemlich lange halten – das hoffe ich sehr – dass sie sich allen medikamentösen erwartungen widersetzen und ihr bestes geben
ich habe jedenfalls mein mir  mögliches versucht und gegeben was meine ausdauer vermochte
es kommt auch und besonders auf die betrachtensweise an
geschöpft habe ich – tief geatmet – auch die umgefallenen bäume geben ja noch viel erneuende luft ab – wenn sie umfallen sind sie ja nicht gleich tot
mir scheint sie haben einen viel längeren weg vor sich als wir jemals haben werden
meine urwaldfotos drücken meine begeisterung aus – gleichermassen erfasst sie alles leben und sterben – wie ein einziges – nichts ist getrennt von dieser welt – nichts fällt heraus…
eine die weichen musste – eine rotbuche
die kamineiche gibt sich noch widerstandfähig in teilen
das totale aus für die wappeneiche
von mir der BRANDBAUM genannt – weil er einmal angezündet wurde
ein baum in seiner vergänglichkeit
das herz – es hält durch schon seit jahren
welches tier versteckt sich da                         und hier
DIE DUNKLE SCHÖNE                                   F L O O R
und ihre urwaldwesen

PARK WILHELMSHÖHE… 15. november 2025

S C H I L D B L A T T . . .

zum MORBIDEN eine begriffserklärung ergänzen
die fern ist von krankhaftem
vielleicht STANDHAFTES oder DURCHSTANDENES

wenn ich mir diese wilden blätter des SCHILDBLATTS  anschaue
empfinde ich eine feierliche fast andachtsvolle ergriffenheit
wie ein pflanzenleben in einem jahr ein ganzes menschendasein durchläuft
wie sie das was wir in unserer gesamten lebenszeit durchstehen müssen
scheinbar mühelos und mit so grosser selbstverständlichkeit ausleben
im park wilhelmshöhe kam ich diesmal den gärtner/innen zuvor
noch standen sie stolz und unbeschnitten am teichrand
ihr farbenpracht durfte ich in ihrer uneingeschränkten schönheit erleben
ein erlebnis ist er ja – der herbst – jeder herbst und eigentlich das ganze jahr
ich möchte danken wenn ich nur wüsste wem
also danke ich in diesem falle dem HERBSTLICH SCHÖNEN SCHILDBLATT  –
DANKE
r o s a d o r a

 

A L A N T …

alant

wenn das jahr sich neigt
wenn der herbst sich zeigt
wird der farbenrest
zum seelennest
wird das gelb zum braun
mancher sieht sie kaum
die zaubermacht
der pflanzenpracht
herbst hat so viel sang
herbst hat so viel klang
bringt uns durch den winter
uns menschenkinder
rosadora

KOMPOSTLOCH noch immer …

BAUM DES JAHRES – und mehr…

warum ausgerechnet der BAUM DES JAHRES – die ROTEICHE  (quercus rubra) zu fall kommt
da wüsste ich nur eine einzige erklärung – weil sie besonders auf sich aufmerksam machen wollte – vielleicht hätte sie sonst niemand erkannt zwischen all den andern
er war teil meines kompostloches und ist es noch immer – solange man ihn nicht wegschafft
ich habe dich immer auch unter deinesgleichen wahrgenommen
nimms als trost – erkannt zu werden – das ist doch was…. oder
ERDE – blanke ERDE – einfach nur ERDE – oder…
hat sie nicht unsere achtung verdient – ohne jemals ERDE DES JAHRES zu werden
sie hat das gar nicht nötig – ständig ist sie gegenwärtig in mannigfaltiger form farbe und art
lässt zu dass wir auf ihr gehen und stehen und auch mal wandern
lässt für uns nahrung wachsen in unvorstellbarer menge
lässt uns leben – lässt uns unser leben leben – das alles kann ERDE
die ROTKELCHIGE NACHTKERZE mit ihrem leuchtenden gelb ist zwar nicht zum aufessen angelegt
aber immerhin trägt sie zu unserer freude bei – und die ist neben nahrung nicht unwichtig
die gewöhnliche kratzdistel ringt mir ein erstaunen ab weil sie eine so aussergewöhnlich
harmonische und gleichförmige art hervorbringt
und die brennnessel erst – diese durchaus heilkräutige und fantasiebegabte
aus brennnesselgarn habe ich schon eine weste gestrickt
das brennnesselgarn war im krieg als es keine handelswege mehr gab
das garn aus dem man für soldaten unterhemden gestrickt hat
und der AUSGEBREITETE FUCHSSCHWANZ (AMARANTHUS HYBRIDUS) wagt sich direkt neben die brennnessel-kolonie und hat einen prächtigen stand
es gefällt mir wie sie sich breit macht – sich ausbreitet in voller grösse
antwort zum baumsturz von THOMAS HUCK:

Guten Morgen Rosadora,

bei der Roteiche lag das Problem an einem tiefen Druckzwiesel.Soll bedeuten, dass der Baum zweistämmig gewachsen ist. Nach vielen Jahren, wenn die einzelnen Stämme jährlich einen neuen Jahresring erhalten werden sie somit immer dicker. An der Vergabelung fängt es dann an zu drücken und es ensteht eine gewisse Schadstelle was zu einem auseinander brechen führen kann. Wenn dann noch etwas Wind ins Spiel kommt, kann der Baum Versagen. Das ist unsere Natur und der Lauf der Dinge. Da in diesem Bereich kein Verkehr statt findet, haben wir diesen natürlichen Zustand an dieser Stelle akzeptiert. In Bereichen wo Verkehr statt findet, muss in solche Bäume einen s.g. Kronensicherung eingebaut werden um die Sicherheit zu gewährleisten. Wo ein Baum weicht- schafft er Platz für neues. Das Holz wird in Kürze aufgearbeitet und zu Brettern verarbeitet, welche wiederum in unserer Schreiner zu Parkmöbeln weiterverarbeitet wird.

Ich hoffe ich konnte dir damit ein paar Infos geben.

LG Thomas

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Thomas Huck
Gärten und Gartendenkmalpflege

VOM KOMPOSTLOCH zum LABYRINTH…

WAS HABEN das LABYRINTH in zürich und das KOMPOSTLOCH in kassel
miteinander zu tun

was ist das gemeinsame

beide runden sich
beide locken menschen herbei
in beiden werden und wurden menschen angelockt
in beiden wurden gespräche zum inhalt
beide werden von pflanzen besiedelt
in beiden sind pflanzen beispielgebend

was ist der unterschied

dort – zürich – die pflanzen von menschen gepflanzt
hier – kassel – die pflanzen unwillkürlich und ohne menschl. zutun

dort wege – in labyrinth und garten
hier wege von menschen erst gefundene                                                                                   und dann keine wege mehr

dort betreuung der pflanzen durch menschenhände
hier wildwuchs und keinerlei menscheneinfluss
außer später vernichtung mit gr. maschinen

dort kulturell wichtige ereignisse
hier diese nicht zugelassen und verhindert

dort von institutionen (stadt – kirche) genehmigt
hier von der institution gartenbauamt (stadt) verhindert

dort von menschen aller nationen besucht
hier in die anonymität abgedrängt

in kassel wurde nach der d13 das weiterbestehen des kunstwerkes von PIERRE HUYGHE nicht als wichtig erachtet. obwohl pierre und ich versucht haben dies zu erwirken, blieben unsere bemühungen, die wohl nicht intensiv und zu wernig überzeugend waren, ohne erfolg.
so kam es, dass das abgeräumte UNTILLED noch ungefähr ein jahr lang unbehelligt dalag, dann aber in mehreren etappen und immer wieder abgeräumt wurde.
noch heute befindet sich ein erdberg in dem gelände, das dem park gleichgemacht werden soll.
die chance, dass mit dem erhalt des kunstwerkes ein ort geschaffen werden könnte, die den menschen eine möglichkeit der begegnung hätten werden können – was es durch mein tun ja auch vorübergehend war, ist nicht erkannt worden.
ich stelle mir vor, dass aus dem umgrenzten gelände, ähnlich dem pflanzenlabyrinth in zürich, ein sich entwickelnder ort für die menschen hätte werden können (und noch werden kann), dessen ursprung das UNTILLED und die d13 gewesen wären.
aber – gewesen wäre – kann sich ja noch ändern, wenn die stadt dieses gelände nicht einfach eingliedert, sondern sich der möglichkeiten besinnt, einen ort der begegnung daraus werden zu lassen.
nehmen wir uns das LABYRINTH in ZÜRICH zum vorbild.
meine beobachtungen gehen von anfang also 2012 und gehen bis heute und dauern an.
meine hoffnung habe ich noch nicht aufgegeben….
rosadora

kompostloch heute

KOMPOSTLOCH-PROZESS – september 2024…

WAU – JETZT GEHTS ABER LOS…


nach dem kuckucks-artikel von nathlie pollauf nun eine mail von NI KESONG aus china
mein KOMPOSTLOCH-PROZESS breitet und weitet sich
es hängt und gehört eben alles zusammen
ROSMARIES äußerung und  meinung zu meinem KOMPOSTLOCH kunstkennerin und freundin aus der schweiz
hat es schon lange und zuallererst erkannt

und: post aus china

Ich bin Ni Kesong
ein Doktorand der Zentralen Akademie der Schönen Künste in China. Meine Dissertation konzentriert sich auf das Studium der Skizzen von Pierre Huyghes „Untilled“ sowie auf die ökologischen Transformationen der Arbeit, mit der Hoffnung, ihre ökologischen Ideen innerhalb der chinesischen kunstwissenschaftlichen Gemeinschaft zu verbreiten. Es hat mich sehr gefreut, zu erfahren, dass Sie an der Arbeit beteiligt waren und diese dokumentierten und als Beschützer der Arbeit fungierten. Ich würde dies gerne mit Ihnen besprechen und freue mich darauf, von China nach Deutschland zu reisen, um Sie zu treffen, damit ich Ihr unschätzbares Wertvolles mit Ihnen teilen kann Beiträge zur akademischen Gemeinschaft in China, die dazu beitragen, dass mehr Menschen die Bedeutung Ihrer Arbeit verstehen.

Könnten Sie mir jetzt bitte mitteilen, wie ich Sie kontaktieren kann? Wenn ich nächsten Monat Deutschland besuche, wäre es für uns dann praktisch, uns „Tillled“ gemeinsam anzusehen und ein Interview zu führen? Ich warte gespannt auf Ihre Antwort. Beste Grüße, Ni Kesong