FRAUNHOFER BAUSTELLE – OKTOBER IV . . .

SCHATTENGERÜST…

viel licht und viel schatten zwischen dem gestänge – die kamera spielt mit – setzt dunkles ins helle und helles ins dunkle. das auge hat freude daran, sucht diese gegensätze, damit die spannung gesteigert wird. diese fotos nur hingehaucht im vorübergehen. sufian gibt die richtung an – auch die geschwindigkeit. ich würde gern stunden hier verweilen, um spezieller gucken zu können. ich schaue schnell, doch die kamera kommt nicht immer hinterher – flüchtig geklickt. also, klickfotos – ist doch auch was…

FRAUNHOFER BAUSTELLE – OKTOBER III . . .

SUFIANS BLICK VON GANZ OBEN…

sufian klettert da, wo ich mich nicht hin traue und fotografiert für mich mit meiner kamera. so habe auch ich einen kleinen überblick. er findet die farben schön, nein, nicht die am bau, sondern die herbstfarben der bäume im hintergrund…


rundungen sieht man von unter überhaupt keine. wie gespannt ich bin, was das werden soll…


danke sufian für das mitdenken und mittun…

FRAUNHOFER BAUSTELLE – OKTOBER II . . .

ÜBER DEN DÄCHERN VON KASSEL…

das wars!!! sufian fragt, ob ich die treppen steigen kann – welche treppen? na, die aufs dach. ob ich das kann – ich will!!! da wird grad der beton gegossen und das muß ich sehen. ich krabbele eher, als dass ich steige, ziehe mich am geländer, das noch ein provisorisches ist, hoch und schaffe es!! aber dann bin ich auch erstmal ko, sitze ab und schaue mich so um.

faszinierender blick. wie ich das liebe. oben herum zu schauen ist eben was ganz anderes, als zu ebener erde und gradaus. ein paar fotos mache ich aus meiner sitzposition.

sufian klettert weiter und bietet mir an, mit meiner kamera ein paar fotos zu machen. danke sufian, das ist es. stundenlang könnte ich so schauen.


abwärts geht es nicht sehr viel einfacher. es ist ein kraxeln und tasten. aber da oben gewesen zu sein – das war es einfach. hatte schon bedauert, dass ich da nie hin kommen würde. und nun doch. sufian hatte nicht die vorstellung, dass das für mich schwierig sein könnte……

damit das obere geschoss an einem tag fertig wird, haben die arbeiter, so sagt mir samir, 11 stunden am stück gearbeitet. gleich 5 betonfahrmischer stehen in der schlange, damit es zu keinen hemmnissen kommt. ich staune über die leistung und die fähigkeiten der einzelnen arbeiter. es sind noch einige mehr, damit das bauen voran kommt. die firma SPENNER HERKULES im stress…

nachmittags dann noch ein höhepunkt. die firma KIMM ist auch am schaffen. sie war schon beim abbruch des zoll- und verladebahnhofs dabei. ich gehe zum mischer, um dem fahrer einen gruß an bert mitzugeben. macht er – und fragt SIND SIE DIE EIGENTÜMERIN? ist wohl ein scherz – oder… nein im ernst. ich fühle mich einen moment geschmeichelt und widerlege die annahme. fast ist er enttäuscht. und ich…
wie ein großer ameisenhaufen scheint mir das ganze heute – so viele menschen am schaffen. es muß – es muß doch werden…

FRAUNHOFER BAUSTELLE – OKTOBER …

VORBEIGEGUCKT…

ca. 60 arbeiter arbeiten am bau und ein geschrabbel – wie ein bauchor hört es sich an – und ich kann kein wort verstehen. dafür freundliches HALLO und ein lachen vom dach. wieder angetan haben es mir die beiden KRÄNE – nein, nicht krähen – kräne. die schwingen durch die sonnigen lüfte, transportieren, was das zeug hergibt. dem wolff-kranführer geht es nicht so gut – glaube ich. er ist so weit entfernt von dem geschehen – dass er trotzdem in kontakt steht, das ist sicher. sonst würde er wegfliegel, wohin auch immer.

FRAUNHOFER NEUBAU KASSEL…

ERGÄNZUNG ZU GESTERN…

es gibt viel zu sehen auf dem baugrundstück – manchmal kann ich zusammenhänge erkennen, so wie gestern – meistens bleibt es mir völlig rätselhaft.

also, hier die rätsel… und immer wieder der fahrstuhl, der in den himmel will..

und die material- und KUNSTSCHAU…

manchmal reizen mich die farben, oft die formen und noch mehr das zusammenspiel von allem – also, die ordnung in dem chaos. wie sie abstand halten und sich nicht gegenseitig die show stehlen – und – es hat alles seinen platz…

rost ist immer der höhepunkt – mehr geht nicht. ein neues stück strahlt bloß – ein rostteil leuchtet – leuchtet in mein herz.                                                                                           

und KUNST – die ist nicht einfach da, obwohl sie immer da ist. wenn du kein auge dafür hast, siehst du sie nicht. ich finde sie immer und immer wieder – sie foppt mich förmlich und das finde ich gut – und wie gut ich das finde…  ich müßte mich mal einschließen lassen nach feierabend, damit ich unbegrenzte zeit habe und in ruhe schauen kann. alles voller kunst – ich sage es dir…

FRAUNHOFER NEUBAU KASSEL…

GEPUMPTER BETON…

von der firma SPENNER herkules

Die Förderung mit einer Betonpumpe direkt vom Fahrmischer in die Schalung ist oft deutlich schneller als die konventionelle Förderung auf der Baustelle (z. B. über Krankübel).

REICHHÖHE

24m…   28m…   36m…   38m…  43m…   52m…   61m…

die reichhöhe erstaunt mich und wirft doch gleichzeitig die frage auf, wie passiert das bei wesentlich höheren gebäuden.

BHT Betonpumpen
Hessen-Thüringen GmbH

erst habe ich hier mal geschaut und da geht es schon ganz schön hoch. auf die jetzige etage darf ich vielleicht gar nicht, abgesehen davon, dass es mir z. zt. ganz schön schwer fallen würde. also, alles von unten und außen geschaut. also, vom betonmischer durch die betonpumpen aufs dach. und da wird es in empfang genommen und glatt verteilt. – das weiß ich noch von den parterre-arbeiten. das kann ich auch von der kamera aus vom 10. stock des AA beobachten. –
ich weiß auch, dass das schnell gehen muß, damit der beton nicht erstarrt und die pumpen verstopft.
dann, wenn es fertig ist – es braucht natürlich mehrere ladungen – werden  die pumpleitungen zusammen geklappt und auf dem laster verladen – bis zur nächsten betonpumpung.

hier ist die pumpe zusammengefaltet auf dem laster…

FRAUNHOFER NEUBAU am bau …

WIE EIN SPÄTSOMMERTAG…

nicht ganz schlecht – an so einem sonnentag auf dem bau zu arbeiten – wenn auch keine ganz einfache arbeit. sie haben noch ein paar arbeiter zusätzlich angefordert, damit sie voran kommen – jetzt sind es mehr als 40. räume entstehen – ich meckere, dass sie so winzig sind – bei all der größe insgesamt…

zuallererst die arbeiter…

stahl und beton – so wahnsinnig viel – du glaubst es nicht… es gibt keine pfade – klettern ind steigen ist angesagt. zum glück kann ich das heute. das ist nicht immer so. ich bin fast glücklich. immer bin ich glücklich zwischen diesem gewühle, in das ich mit meinen fotos eine ordnung – meine ordnung – einbringen kann. das ist meine art zu bauen. ich schaue mir fast die augen aus und kann nicht so lange fotografieren, wie ich gern möchte. sufian, der mich wieder herumführt, kann ich nicht ewig lang belegen. auch reicht meine energie nicht wie ich sie gern hätte.

und die feinarbeiten – das zänglein an dem verbund…

an anderer stelle…

noch mehr stahl – ein stahlkäfig… (es ist der grund eines fahrstuhls…)

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