DAS TOSENDE ICH…

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so spontan, wie mich dieser begriff ansprang, so spontan meine frage, was denn eigentlich unter ‚tosen’ zu verstehen sei.
im rechtschreibduden steht erklärend: ‚der tosende bach’.
was, bitteschön, hat mein ‚tosendes ich’ mit dem ‚tosen eines baches’ gemeinsam?
weshalb sprang mich dieser begriff spontan und mit so immenser sicherheit an, als müsse ich mit ihm, durch ihn, zu einer erweiterung meines bewusstseins gelangen? Continue reading

T R Ä U M E N D . . .

jüdischer friedhof niedenstein

DIE BESCHÄFTIGUNG MIT DEM TODE IST DIE WURZEL DER KULTUR.
Friedrich dürrenmatt

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ich frage einen jungen mann nach dem friedhof. ‚da oben, wo das klinkerhaus steht. gleich neben dem haus ist ein pkw-einstellplatz.’ ob das tor abgeschlossen sei, oder ob ich durch die hecke klettern müsse. er lächelt. am friedhof entlang gehe ein kleiner weg, von da gäbe es bestimmt ein schlupfloch. da wären sie oft durchgeschlüpft. jedenfalls, als er ein kleiner junge war, und das sei schon eine weile her.
mein schlupfloch ist dann ein anderes. ich bin zu spät dran was das licht anbetrifft. die sonne neigt sich schon gegen nachmittag. ich denke, zu einer ersten kontaktaufnahme wird es reichen. die grabsteine sind am unteren ende des friedhofs platziert. (wenn unten da ist, wo der leichte berg etwas abfällt). der obere teil ist mit rasen bedeckt und leicht buckelig durch die gefrorenen erdhügel. Continue reading

MAGIE DER STEINE…

BESEELTE ORTE

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den kopf geneigt, den blick gesenkt – schon lange schaut er den menschen nicht mehr nach. als die götter ihm und seinem kollegen diesen platz zuwiesen, gab es hier noch keine menschen. und nun, da es menschen gibt, stellt er fest, dass sie das besondere dieses ortes nicht wahrnehmen. sie wissen nicht um die magie der steine, die wesen, die in den steinen schlummern und gleichzeitig hellwach sind. Continue reading

KRANICHE – AUSSER DER ZEIT…

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verspätet, verirrt – jedenfalls ausser der zeit
KRANICHE
im kreis fliegend, sich formatierend und in richtung süden.
ob sie bei der kalten luft den weiten weg in die wärme schaffen?!
ich wünsche es ihnen so sehr.
kraniche – glücksbringer
im oktober/november löst mir die begegnung höchstes glücksgefühl aus.
aber jetzt ist sorge dabei.
viel glück und energie ihr vögel!!

EIN JAHR UND NOCH EIN JAHR…

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das jahr beginnt – das jahr endet. erst ist es neu, dann ist es alt.
das alte ist vorbei, das neue beginnt. diese lineare historische zeitidee reisst mir alles auseinander.
zyklische zeit lässt nichts heraus fallen, nichts ist wirklich vorbei. alles ist in mir und dann liegt es nicht hinter mir, sondern vor mir. ich kann es anschauen. das was kommt, ist nicht sichtbar.
in amarete in den anden, bolivien, sehen die menschen die zukunft hinter sich, weil sie diese ja noch nicht sehen können und die vergangenheit liegt vor ihnen. (ina rösing kennt sich da genauer aus). Continue reading

ZAUBERN UND WÜNSCHEN…

liebe RosaDora

claras geschichte zum tor, dem zauberwunsch und ihrem diamanten ist
echt richtig für diese tage der rauhnächte /
die bilder zeigen auch, wie paul ebenso eigen umzugehen weiss mit seinem geschenk als kundiger jäger dieses waldes /
clara holt sogar noch ihre maulwurf-kolleginnen und kollegen mitten ins spiel hinein und so ist die theaterszene offen für weitere fantasien und beteiligungen / und was tut die grossmutter? / ganz unerwartet setzt sie die nackten füsse in das eiskalte nass und für einen kurzen moment beherrscht ein schreckensschrei die ansonst ruhevolle landschaft /

ein kleines welttheater habt ihr gespielt und uns allen geschenkt zur freude und zur besinnung zur jahrewende /
darum empfange, liebe rosadora, meinen dank für das festhalten dieses besondern waldspazierganges / deine enkel können sich anhand der bilder auch später wieder gut daran erinnern /
wie fein, dass du so klug umzugehen weisst mit den möglichkeiten unserer technik / für mich ist es, als ob ich zeugin sein dürfte von diesem poetischen ereignis / ich bin entsprechend aufgehoben in den zauber dieser geschichte.

ich umarme dich herzlichst
deine rosmarie