FÜR DIE LETZTEN DREI TAGE

FÜR DIE LETZTEN DREI TAGE

Throwback

nicht einfache abdrücke der teile aus dem 1313, sondern klare formen, wie aus archaischen zeiten, aus schlamm und naturmaterialien wie baumrinde, mangoschalen, milch, kokusnuss, herausgebildet und in einen neuen sinnzusammenhang gebracht.
das runde, kreise im kreis, das runde im kreuz – durchaus sybolischer ausdruck in ganz verschiedener weise. farblich wunderbar harmonisch. Continue reading
Skulptur 1970-87

einige der skulpturen erinnern mich an die arbeiten von henry moore aus der zeit – eben nur viel kleiner, wie modelle. formen, die an die anfangssituationen werdenden lebens erinnern, an hoden und kackhaufen. Continue reading
celestial teapott

da sitzt er nun, der einsame mann, unter dem üppigen bauch einer teekanne.
zwei treppen führen empor, die eine hü, die andere hott, die entscheidung wird nicht abgenommen. die viel zu grazile treppe und der viel zu wuchtige teepott. der unterbau ist gewagt und unsicher. aber seine zartheit ist verführerisch. türme haben immer etwas zwiespältiges – sie ermöglichen eine wunderbare aussicht, aber sie bergen auch die möglichkeit des absturzes oder gar absprunges. Continue reading

dass das mohnfeld nach der d12 weichen muss, steht fest.
die kasseläner wollen ihre platte, grüne wiese wieder.
damit wäre das mohnmärchen abrupt zuende. keine geduld, keine neugier. die stadt der märchen liebt keine märchen. sie liebt, dass etwas ist wie immer.
das gewohnte, das, was sie kennen. das versprochene rot ist eingetreten, wenn auch viel zu spät, aber nun ist schluss damit. dabei lebt es im mohnfeld. es sieht zwar struppig aus und wild, doch natur hat ihre eigene ordnung. Continue reading
‚All things converge in time and space‘

zeit und raum erhalten eine neue (an)ordnung in zofia kuliks bildern. Nähe und distanz spielen dabei eine wichtige rolle.
mit etwas ‚ab-stand’ vermitteln die vielen kleinen fototeile einen gesamteindruck. ‚all things…’ erinnert mich an die ägyptische nut, die die sonne am abend verschluckt und am morgen neu gebiert. Continue reading
sanjaya narrates

es sind bilder, die uns wie blitze treffen. sie fahren ein in unsere erinnerungs-sphäre, ohne dass wir sie abwenden könnten. sie zielen ziemlich genau. in tiefsten tiefen finden sie einen haltepunkt und reissen ihn auf. Continue reading
AND TELL HIM OF MY PAIN … Installation 2007

sheela gowdas werk, ’and tell him of my pain’, ist so klar wie verwirrend. erstmal lehne ich meine erklärungen an meine erfahrungshintergründe an. der ‚rote faden’. den brauche ich, um mich durch die ausstellung zu hangeln, immer wieder. ohne ihn wäre ich verloren. so kann ich anknüpfen, auffädeln, aneinanderreihen, mein gesehenes und erlebtes zu einem ganzen werden lassen, zu meinem ganzen. was ich sortiert habe, nehme ich hin zu mir. Continue reading
‚DER RAUCH ZIEHT LANGSAM AB UND MIT IHM DIE ERINNERUNG…’
UNSER LEBEN HAT SICH VERÄNDERT, UND DENNOCH LEBEN WIR WEITER WIE BISHER.
UNSER LEBEN WIRD EIN ANDERES SEIN DANACH, DOCH WIE SIEHT DAS ANDERE NUN AUS???
DIE FRAGEN BLEIBEN, DAS UNFASSBARE SCHLUCKT DIE ANTWORTEN…

‚…dass kunst eher ein prozess, ein lebensstil und eine haltung ist’.
‚künstlerIn sein heisst, deine individuelle verantwortung tragen. Es heisst du selbst sein, statt dich einem anderen system oder einer struktur zu unterwerfen. Du bist unabhängig und kannst deinen eigenen blick auf die welt schulen. Und du hast die fähigkeit, deine gefühle auszudrücken. Mit nichts anderem hat es zu tun. Es ist ein ein-personen-system. Nur du und die strasse. So einfach ist das.’ Continue reading