SCHÖNES WETTER HEUTE….

SCHÖNES WETTER NEU DEFINIERT….

es war immer so, dass wir schönes wetter mit BLAUEM HIMMEL empfanden.
das kann nun auf gar keinen fall mehr so weitergehn.

wir brauchen regen – unbedingt – auf blauen himmel müssen wir da leider verzichten.
es braucht also – unbedingt – ein umdenken, was die schönheit von wetter ausmacht.
regen bringt segen – sagt schon eine alte Bauernweisheit und alter sinnspruch – die wußten es also damals schon besser – voraussehend. und das ist schon länger so – ich kann mich mein ganzes lebenlang an den satz erinnern – und ich bin gleich hundert….
aber auf bauernweisheiten wird heute nicht mehr viel gegeben – das ist unser schaden.
es braucht regen und nicht nur blauen himmel. wir könnten uns darauf einigen, dass regen und sonne abwechselnd als schönes und vor allem gutes wetter zu wünschen sind.
besonders im sommer macht es so richtig spass, mal klatschnass zu werden. wer das nicht mag – es gibt ja regenkleidung und -schirme.

und da kommen schon die wolken, auf die ich mich freue. leider die falschen – sie sind einfach nur schön, aber das mit sicherheit. regenwolken gehen anders.

achja – BLAU – ist die farbe des jahres 2020. und blau ist nach grün der häufigste farbton und beansprucht ganz schön viele gute eigenschaften. doch lass dich nicht davon blenden, das versuchen nämlich besonders die bussinesler mit ihren hellblauen hemden und anderem blaugedöns, und das hält und hält sich. und der da, der aus der kneipe stolpert, ist auch blau, blitzeblau – keine gute art.

ich mochte blau noch nie besonders und habe nicht ein einziges kleidungsstück, das sich so anlässt…
regen, regen, komm ein bisschen runter – ist ein noch nicht ganz so altes kinderlied. na, nun komm aber auch….

BAUMHILFE treegator-bewässerungssäcke….

ODER – UNERKANNT…

wir – kl. g. und ich stehen in der clara-immerwahr-straße und reden eine weile. als wir uns verabschieden fragt kl. mich, kann ich dir dein gepäck zum auto tragen. er meint den grünen sack auf der anderen straßenseite, der am baum lehnt.

der sack ist ein TREEGATOR – ein wassersack, der dem baum und auch anderen bäumen das wachsen erleichtert und sicherstellt. wir drei lachen  – ein witz – oder.

und ich denke dabei an die städtische gartenpflege, denen ich vor zwei jahren den hinweis gab, dass die bäume vertrocknen und bedanke mich, dass sie so umsichtig diese wassersäcke angebracht haben. ohne diese kommen auch andere stadtbäume nicht aus. ein großes danke an die gärtner/- und baumpfleger/innen.

sooo teuer…. eine große ausgabe für die baumpflege

Treegator® Original-Bewässerungssack 60 l grün

treegator – 29,23 € / Stück

4. juli 2019

FRAUNHOFER NEUBAU – 9. JULI 2020….

AN DER WAND VORBEI…

wand ist nicht gleich wand. diese erinnert mich an kunstwerke auf der documenta. kunstwerk soll es auch hier sein. die aufrisse machen das ganze lebendig. einmal werde ich zu ihr gehen und viel zeit mit ihr verbringen, bis sie mir ihr geheimnis verrät. heute husche ich mit sufian nur schnell vorbei.

 

ein sahnehäupchen obendrein – hat irgend etwas schmetterlinghaftes. lebendigkeit strömt es aus – das ganze. es winkt und ruft – schändlich so vorbeizuhuschen…

FRAUNHOFER NEUBAU – 9. JULI 2020….

DIE SACHE MIT DER KUNST….

es ist kunst, obwohl es nicht auf den ersten blick zu erkennen ist. demnach ist es ein SUCHBILD. ein bild, das dazu auffordert, genau zu blicken.

das bild strahlt für mich ruhe aus. es ist ein ort, der geschichten in mir weckt. hier fuhren vor jahren die güterzüge. der molkerei-schornstein ist immer zugegen – hier nur wie ein kleiner fingerzeig, der sagt, ja du bist am richtigen ort. die begegnung von altem und neuem ist höchst reizvoll. die verträglichkeit ist oder ist nicht – vergleichbar mit der der menschen, so wie zwischen alteingesessenen und zugezogenen.

hier ist das aufzufindende in mitten des bildes, wo man es am wenigsten erwartet. und soll ich dir was agen – es passierte rein zufällig. auf meinem gucker konnte ich es nicht so recht erkennen. zufallstreffer. die sind oft die interessantesten und der grund dafür, dass mir das bild gefällt und auch, weil mir dazu so viele geschichten einfallen.

FRAUNHOFER NEUBAU – 9. JULI 2020….

KUNST – EINE RUNDE SACHE….

sufian sagt – es ist schmutzig, man sieht nichts. ich halte ein plastikteil vor die linse und bin mir sicher, dass es der kunst zugute kommt – vonwegen verschleierung – verwischung – blindblick auch und nicht zuletzt NEUE ANSICHT. wie mir das gefällt….

diese hat sufian zuvor eingefangen und – alles klar….  sufian fotografiert, weil ich mich nicht so tief bücken kann. aber das runde reizt mich.

an anderer stelle diese rohransammlung und rosadora aus dem stand. weniger interessant, aber die serie vervollkommnend – wenigstens…

und noch einmal rundes – eigentlich spiraliges – das ich kunstwürdig empfinde – dämm-material. das runde schließt alles ein – schließt alles aus. das spiralige ist in bewegung – rein und wieder raus – wie theseus mit hilfe des ariadnefadens. das erklärt alles….

FRAUNHOFER NEUBAU – 9. JULI 2020….

VERWERFUNGEN – VERWECHSLUNGEN AUCH….

die einstellung an der kamera verhutzeln – das passiert schon mal – nur – dass es die meisten nicht zugeben würden – und das beste draus machen ohne reue. das mit der reue ist etwas riskant. die verhuschten bilder waren die schönsten. auch das anzunehmen ist riskant, weil, ja weil nicht nachprüfbar im nachhinein.
ob in farbe oder schwarzweiß gerettet – es bleibt ein defizit – im besten fall ein gewinn. na, sehn wir mal….

GOLDENER SCHNITT….

diese beiden gab es schon mit der wärmekamera verfeinert. das schwarzweiße gefällt mir so falsch auch ganz gut. TOPU – MAX – TARE – NET – CAP usw…. ach ja, und HBSU 205596 0 und ….

BIOTOP BAHNHOF – 30. juni 2020….

NACH REGEN NACHGESCHAUT….

meine sorge um regen ist berechtigt – aber sie hilft nicht… mein biotop am bahnhof ist ersatz für einen eigenen garten. aber augenblicklich wächst er mir buchstäblich über den kopf. der sommerflieder treibt es unverschämt. das jakobskreuzkraut hat sich eingeschlichen, ich weiß nicht wie, fast coronamäßig…

dazwischen lieblinge – ganz zaghaft – aber den versuch wagend. vom bocksbart sah ich nur eine einzige pflanze. aber immerhin – vielleicht hat er in der nächsten saison schon begleitung. zwei stengelchen nahm ich mit – ich konnte es nicht lassen. danke…

er hat was besonderes, dieser bocksbart. nicht so aufdringlich wie der löwenzahn und die große pusteblume ein geschenk und hingucker. den samen muß ich noch genauer unter meine lupe nehmen.

dann dieser AMPFER. über 130 arten gibt es. dieser nimmt sich reichlich platz und strahlt mich an mit seiner superkrone. die farbe nicht zu übersehen und einmalig schön. ob es der gemüseampfer ist, weiß ich nicht. so gut kenne ich mich nicht aus in der pflanzenwelt, die sich so mannigfach entfaltet und geduld und ausdauer zeigt.

auch die schafsgarbe nimmt sich reichlich platz. und überhaupt…. woher die pflanzen und büsche ihre nährstoffe nehmen – in diesem kargen gesteinsboden, ist mir schleierhaft. genügsam müssen sie allemal sein und superschlau und mutig.

diese wilden wicken haben fast ausgeblüht. und samen haben sie wie wild. wenn sie reif sind, die samen, werde ich mir welche holen und ein tütchen in die schweiz schicken  zu einer guten gartenfreundin – verschleppung von saatgut…

 

dem rainfarn wird sein gelb streitig gemacht. das jakobskreutzkraut ahmt ihn kräftig nach. aber ich finde ihn schließlich doch zwischen all dem gestrüpp und gesträuch. mit seinen knopfaugen kann ich ihn kaum übersehen. ein bißchen sonne irritiert ihn nicht. er hat eine gute widerstandskraft – und – ich mag ihn sehr. er strahlt sonne aus, auch an trüben tagen und zieht sich kein bißchen zurück.

disteln locken hummeln an – etwas unscharf aber wahr. huflattich – seine blühzeit ist vorbei. und der löwenzahn krönt sich selbst und mit starkroter markierung. fast ohne zu blühen blüht er…

es ist ein wildes durcheinander hier am platz, aber es ist immer voller abwechslung und überraschung. schafft es die nachtkerze in diesem jahr nicht, schafft es eine andere. die natur ist stark und einfallsreich…

MEHR ALS EINE ROSE….

BOTANISCHER GARTEN KASSEL…

der dichter RAINER MARIA RILKE ging in der zeit seines pariser aufenthaltes regelmäßig über einen platz, an dem eine bettlerin saß, die um geld anhielt. ohne je aufzublicken, ohne ein zeichen des bittens oder dankens zu äußern, saß die frau immer am selben ort. rilke gab nie etwas – seine französische begleiterin warf ihr häufig ein geldstück hin. eines tages fragte die französin verwundert, warum er nichts gebe. rilke antwortete: „wir müssen ihrem herzen schenken, nicht ihrer hand.“

wenige tage später brachte rilke eine eben aufgeblühte weiße rose mit, legte sie in die offene, abgezehrte hand der bettlerin und wollte weitergehen. da geschah das unerwartete: die bettlerin blickte auf, sah den geber, erhob sich mühsam von der erde, tastete nach der hand des fremden mannes, küßte sie und ging mit der rose davon.      eine woche lang war die alte verschwunden. der platz, an dem sie vorher gebettelt hatte, blieb leer. nach acht tagen saß sie plötzlich wieder an der gewohnten stelle. sie war stumm wie damals, wiederum nur ihre bedürftigkeit zeigend durch die ausgestreckte hand.

„aber wovon hat sie denn in all den tagen gelebt?“ fragte die französin.

rilke antwortete: „von der rose…“

josef bill