was mich sehr schmerzt sind die trockenen blätter der vielen kleinen birken und erlen. die trockenheit macht sich an den hängen besonders bemerkbar, da hat das regenwasser keinen halt, läuft den ganzen berg hinunter. traurig sehen sie aus, sind es sicher auch.
laut bitte ich um regen – heute nacht dann – noch nie habe ich so sehr den regen begrüßt, ein segenvolles geräusch, dem ich lausche mitten in der nacht.
in der bachebene üppiger wuchs des schmalblättrigen zottigen weidenröschens, bachehrenpreis – zaghaft erst blaublühend, blühende binsen und sehr üppig der huflattich, schachtelhalm und schilf und und und…
Hallo Rosadora!
Ein feuchteliebender Neophyt aus Amerika – der Schwarzfrüchtige Zweizahn! Lästig, wenn man hunderte samen am Hosenbein kleben hat! Pieken sich ein mit den 2-3 Borsten an der samenspitze!
Viele Grüße, Jürgen
ich habe sie nie vergessen – diese schwarzen zweizähne. und tatsächlich haben sie sich ausgesämt wie wild, sie blühen noch nicht – tun mir also noch keinen piek. ich bin stolz, sie wiederzufinden, sie wiedererkannt zu haben.
aus meinem unversehrten steinkreis nehme ich das verwuselte herz nun doch heraus. so scheint es mir klarer – die pflanzen, die sich breiten, lasse ich. einen augenblick verweile ich im schatten, habe ein gutes gefühl, hier – zwischen den hohen pflanzen, die mir ein durchkommen gestatten – nur, weil ich die jetzt sehr verborgene stelle kenne.
auch nach meinem aufstieg zu den felswänden ganz hinten habe ich noch einen schattenplatz. ich verbinde mich mit den steinen, schaue und lausche und höre, was sie mir zu sagen haben. das blicken nach innen – das herausfinden, was die steine mir sagen – meine ganz eigene schau…

der stein in mir
im stein die geballte energie
ich brauche viel geduld
um zu hören
was sie sagen
was sie mir sagen
im besonderen
dann einer
er blendet mich
will sagen
nun schau mich an
hör mir zu
vernimm die botschaft
ein anderer
funkt dazwischen
ich nehme es an
das licht
es setzt zeichen
in der tiefe das verstehen
stein um stein
ganz in sich gekehrt
erzählen stund um stund
wenn du es nur hörst
steingeschichten
die geheimnisvollen
dem steinklee macht die hitze so überhauptnichts aus, im gegenteil, mit der hitze kommt er gut zurecht. ganze flächen hat er vereinnahmt, auf dem hinabweg hat er sich völlig ausgebreitet. schön sieht es aus, ein leuchten an dem sonst kargen ort.



marian aus münchen kommt auch aus der neuen galerie daher gelaufen – barfuß. wie er das schafft, frage ich. meine füße sind so empfindlich, dass ich niemals durch die stadt ohne schuhe laufen könnte. er sagt, dass er mit schuhen an den füßen nicht laufen könne.

nicht d 3, sondern d13



















jetzt brauchte ich einen stuhl, um mich vor einem der bilder zu postieren und genau zu schauen. die sind hier nicht erlaubt – ich weiß, ich weiß – und verstehe es dennoch nicht.
der drache gefällt mir am besten und erst das sandmännchen – und und und…







mit fetzen gelingt mir eine größere annäherung an kunst in natur als mit leinwänden, die in mir etwas steifes erwecken und ich denke mir die farbtücher schwingend und schwelgend zwischen urwaldbäumen. leider stinken diese leinwände hier entsetzlich nach leinöl, und der ventilator schafft nicht wirklich abhilfe und erinnert keineswegs an ein mildes lüftchen, das die tücher in bewegung setzen könnte.


