INTERNATIONALER F R A U E N T A G …

SCHWINGT DIE ARME – SCHWINGT DIE BEINE…

mit ihr, der NANA, von niki de saint phalle, schwinge ich meine arme und rufe euch zu:
‚lasst euch nicht beirren, bleibt auf eurem weg!’ und ‚weiter so!’ und ‚streitet für eine frauenfreundliche welt – für eine menschliche!’
und ‚lasst uns feiern, schwingt die beine! ihr FRRRAAAAAUUUUUUUEEEN!

LEICHTE SICHTWEISEN…

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merkschwere fantasiebilder…

‚Keines ihrer Augen will das andere begleiten, stellen Sie sich vor, Sie hätten dieses Leiden!’
jelinek

leiden am leiden, vermeiden begleiten, rechtsaug und linksaug, obenaug und untenaug, niemals begleiten, niemals mittig. niemals die mitte sehen, mitte sein nicht. verschwindende mitte.
augenfälligkeiten gekonnte, nicht selbstverständliche. sichtweisen leichte, nur unter grösster anstrengung. leiden vermeiden. leichtigkeit schwierigst erzwungen, leichtes ansehen gekonnt vermieden. unbeschwertester blick in die ferne. kontrollvermeidung rechts links. die ferne verwitscht auf einen punkt. scheinbar sich begleitende augen in gezieltes blicken. leiden wegen des leidens. merkschwere fantasiebilder anpeilend. rückversichernder blick ins nichts. verstohlenes lächeln mit geschlossenen augen. grossartige brillenschau. offensichtlicher sehgewinn am leiden vorbei.

WIEDERKEHR DER FRÜHLINGSBOTEN …

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kassel, 13 uhr 30

jedes jahr die gleiche szenerie:
die kraniche fliegen über mich und ich freue mich unbeschreiblich. die frühlingsboten sind glücksbringer – sie bringen den frühling zurück. sie bezeugen, dass der lebenskreis nicht unterbochen ist, dass die natur über alle von menschen erbauten hindernisse siegt, wiede rund wieder. der sichere instinkt der kraniche und anderer tiere, der grösser ist als das, was wir erahnen können.
das gibt mir eine so grosse hoffnung, wie kaum etwas auf der welt.

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HEXE UND ENGEL…

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ich suche
die worte in mir
hexe und engel
liegen sich
in den haaren
die eine spricht
mir den weisen teil zu
der andere trägt
ihn mir wieder fort
spricht segen und frieden
und ähnliche verheissungen
hexe mahnt
misstraue
mischt hinzu
ein quentchen lebefroh
eine brise bittersüss
ich rühre
und fische
wort um wort
neu

I M B O L C . . .

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es ist schon früher hell am morgen und länger hell am abend. dass das licht zunimmt, ist deutlich spürbar. die energien regen sich. etwas zu beginnen fällt merkbar leichter.

das lichtfest, welches die kelten als imbolc feierten mit der lichtgöttin brigid, wird auch heute und immer wieder mehr begangen. die christen nennen es mariä-lichtmess und ich frage mich, warum sie denn die alten feste abgewandelt feiern, obwohl sie alles was vor ihnen war als ‚heidnisch’ benennen…

heute gehe ich hinaus und rüttele die bäume wach und scherze mit den samen, die sich schon in der erde regen. dass in diesem jahr besondere vorsicht geboten ist übermütig zu sein, wissen sie wohl selbst. die schneeglöckchen waren im vergangenen jahr längst mit ihren köpfchen im lockenden licht.

dass mehr licht auch immer mehr schatten bedeutet, davon wissen die leichten seelen, die mit depressionen sich plagen, ein lied zu singen. das licht leuchtet auch noch die letzten ecken aus. das, was bedrückt, ist in dieser zeit wahrnehmbarer als in den anderen jahreszeiten.

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die liebenden finden sich.

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die maulwürfe bauen neue wohnungen für ihre nachkommen.