11. november 1841 – 2017 also heute…

ich stelle mir vor, eine frau wie ich – 100 jahre vor meiner zeit – und was sie da zu stemmen gehabt haben muß.
unternehmerin, reichste frau im kaiserreich, und 18 jahre allein die geschicke der firma, der familie und der damaligen gesellschaft geleitet.
ihre direktoren ließ sie zu sich nach hause kommen zu den besprechungen. nie stellte sie sich als frau in der damaligen männergesellschaft in den vordergrund. das war taktik – sie wußte warum sie das tat. so ließ mann sie gewähren. respekt hatten zwar alle für sie, aber die rechte bedeutung ihres tuns und wirkens konnte doch niemand ermessen.
um mir das alles zu verdeutlichen, habe ich ihre wirkstätten genauer betrachtet und fotografiert und finde, dass sie noch heute eine ausnahmeerscheinung unter den frauen (und erst der männerwelt) sein würde, oder besser ist.
es gab und gibt keine so große weltfirma, die von einer frau geleitet und zum erfolg gebracht wird und schon gar keine, die so fürsorglich und sozial mit ihren arbeitern und angestellten umgegangen wäre.
viele soziale einrichtungen, die sie gefördert und in die wege geleitet hat, gäbe es ohne sie heute gar nicht. sie hat die ausbildung von mädchen und frauen gefördert und hat das in ihrer zeit noch nicht mögliche frauenstudium befürwortet, mittel für die ersten gymnasialkurse für mädchen in kassel gespendet, gute bedingungen für die rotkreuzschwestern, eine schwestern-pensionskasse, neben gravierenden strukturveränderungen der firma, vorsitz des vaterländischen frauenvereins zu cassel – nein, ich kann es gar nicht alles aufzeigen, was sie bewirkt hat in ihrem frauenleben, in einer zeit, in der frauen im allgemeinen noch keine große beachtung fanden.
also, ein hindenken, ein zurückdenken und – HEUTE IST IHR 176. – einhundertsechsundsiebziger – GEBURTSTAG.
und – meine bewunderung…
das rote kreuz steht heute vor mir in seiner ganzen größe und bedeutung, der park, die wohnanlage.
das sophie henschel haus auf dem unigelände
der sophie henschel-brunnen vor dem rauthaus









erledigte die abräumarbeiten 2014 eine hiesige firma – denis schnittger – ist die vergabe diesmal an eine auswärtige firma gefallen – stock, hünfeld.











wieder einmal bin ich auf einer rampe in mäßigem abstand – fotoabstand. am abschluß eine kleine mit brombeerranken umwundene treppe. zwei autos von der bahn – mannsbesetzt. ich frage nach dem stand der dinge. sie sind verantwortlich für die sicherheit, passen auf, dass sich niemand zwischen die bautätigkeiten verirrt, sitzen in ihren autos – ein bißchen langweilig ist das schon – sagt einer. morgen wirds besser.
ich schaue mir noch das biotop auf der gegenüberliegenden seite an und fotografiere. der baubeginn von fraunhofer ist noch nicht imgange, obwohl der spatenstich auf dem sandberglein schon eine weile her ist – warum gehts wohl nicht los.


























