VIVIANS BED…
das bett in der mitte des raumes ist nicht das augenfälligste in diesem ausstellungsraum.
dieses steht im atelier der vivian suter


bunte tücher, leinwände, gehängt und gespannt, erwecken meine aufmerksamkeit, fesseln meinen blick mit ihren satten farben.
die athmosphäre des ateliers der vivian suter ist hier in diesem glaskasten nicht zu treffen. in guatemala steht ,vivians bed‘ im grünen schatten der ehemaligen kaffeeplantage. viele ihrer arbeiten sind teil dieser umgebung geworden, stellen die verbindung zur natur her. die farbfetzen vermögen hier nicht zu verzaubern.
mit fetzen gelingt mir eine größere annäherung an kunst in natur als mit leinwänden, die in mir etwas steifes erwecken und ich denke mir die farbtücher schwingend und schwelgend zwischen urwaldbäumen. leider stinken diese leinwände hier entsetzlich nach leinöl, und der ventilator schafft nicht wirklich abhilfe und erinnert keineswegs an ein mildes lüftchen, das die tücher in bewegung setzen könnte.
vorstellen kann ich sie mir nur zwischen bäumen und ästen und flatternd. natur ist für mich nicht starr aufgespannt oder wie teppiche am gestänge hängend.
vielleicht löst sich das alles in dem film, der im ottoneum gezeigt wird. ich konnte ihn mir heute nicht ansehen – meine energie war am ende nach der glasschau und den diversen diskussionen. aber ich werde ihn nicht versäumen. leider kann ich ihn im netz nicht runterladen. wäre doch eine möglichkeit…











„Carved to flow“ heißt die Arbeit der Künstlerin O. Nkanga. Die zu Türmchen errichteten Seifenstücke werden verkauft. heute wurde nichts verkauft – der laden war geschlossen.

schafgarbe – rainfarn – kugeldistel – wiesenflockenblumen – klette – gemeiner beifuß – kleine aster – kohlgänsedistel – wilde karde – spitzwegerich – königskerze – feldthymian – gemeiner natternkopf – ackerwinde – wilde möhre – schmalblättriges weidenröschen – stinkender storchschnabel – weißer steinklee – ampfer – ackerhellerkraut – schöllkraut – jakobskreuzkraut – johanniskraut und viele, die ich nicht bestimmen konnte…
ich staune, was sich auf dem gewendeten erdreich alles zeigt. nichts davon ist ausgesät – alles ist einfach so da. wenn wir wüßten..
zwischen dieser und der vorangegangenen fotosession liegt noch eine nichtdokumentierte. sie wurde vom der documenta verdrängt. wenn ich sie nachholen würde, läge sie im blog nicht in der zeit. aber es gibt sie…



hier ist das gebäude noch nicht abgerissen. dort fanden teile der d13 statt und ist vielen in guten erinnerung. 2014 wurde es abgebaut und liegt seit dem brach. fraunhofer wird bauen – aber wann…

schulbänke, fotografien, glassinepapierbögen, zeichnugen mit farbstift, erde und lippenstift auf papier, bedruckte und bemalte notizbücher, digitalvideos, musikaufnahmen, handpuppen und marionette, zerbrochene keramik aus kassel und diverses spielzeug.

Viele dieser Objekte konnten bis heute nicht zurückgegeben werden, weil ihre Besitzer ins Exil gingen oder getötet wurden.






