CATHERINE O P I E – FRIDERICINAM II…

THE PAUSE THAT DREAMS AGAINST ERASURE II..

das weitere das ich aufnehmen konnte war die beseitigung dieses denkmals
es erinnerte mich an meine graffiti-szenen, die ich letztlich vervollständigt habe…

robert-e.-lee – denkmal in richmond, virginia

„Die Kontroverse um das Denkmal für Robert E. Lee in Richmond, Virginia, rührte vor allem von seiner Verbindung zur Konföderation und seiner Rolle bei der Förderung einer schmerzhaften Geschichte von Rassismus und Unterdrückung gegenüber Afroamerikanern her“ es wurde abgebaut und viel später erst eingeschmolzen…„und dem ort an dem die aktivstinnen ihre aktion begannen..“

bei christina marie ruederer:
„Durch perspektivische Untersicht büßt die überlebensgroße koloniale Reiterfigur ihre Massivität ein und lässt den mit kolonialkritischen Protestkommentaren versehenen Sockel über nahezu den vollständigen Bildraum anwachsen – ein künstlerischer Eingriff, der vor dem Hintergrund präsenter Gewalt gegenüber nichtweißen Menschen und den aktuellen Versuchen der Auslöschung kolonialer Geschichte in den USA die heroische Inszenierung jener Geschichte unterläuft und den Fokus auf den Widerstand verschiebt.“

Die Notfallsanitäterin Taylor war in ihrer eigenen Wohnung erschossen worden, als Polizisten am 13. März bei einer Drogenrazzia ohne Vorankündigung ihre Tür eintraten. daraufhin errichtete man für sie dieses positive denkmal…

ins nichts eintauchen – ruhe finden – dieses foto versinnbildlichte es und löste für mich alles auf…

bei christina maria ruederer über catherine opie in TEXTE ZUR KUNST:

„…In einer Zeit wachsender gesellschaftlicher Verhärtungen insistiert Opies Werk neben der Notwendigkeit, gesehen zu werden – „To Be Seen“, wie es der Titel ihrer Londoner Schau verkündet –, auch auf der Möglichkeit, Räume neu zu lesen und zu konfigurieren, um sich allen Desorientierungsmanövern zum Trotz in ihnen zurecht und in der eigenen Selbstwirksamkeit wiederzufinden…“

CATHERINE O P I E – FRIDERICIANUM I – …

THE PAUSE THAT DREAMS AGAINST ERASURE – I …

DIE PAUSE, DIE GEGEN DIE AUSLÖSCHUNG TRÄUMT…

catherine opies werk als ganzes darzustellen halte ich ob des riesigen umfangs und der verschiedenheit der themen –  70 werke aus vier jahrzehnten – wohl insgesamt gesehen politische denk- und sichtweise – als vermessen

„es ist dieser feste glaube an DIE KRAFT DES BILDES erinnerungen und gewalt der geschichte infrage zu stellen, der OPIEs dokumentation politischer proteste zugrunde liegt…“

hier „wird das süsse gefühl nach zugehörigkeit und einem liebvollen queren zuhause paradoxerweise durch dIe intimität des körperlichen mediums betont…“

„schon immer hat für mich etwas erhabenes nicht nur in der weite der natur, sondern auch im emotionalen terrain der queerness gelegen –  was es bedeutet, am abgrund der anerkennung zu leben, einen körper zu bewohnen, den geschichte, politik und institutionen oft nicht sehen wollten. so wird das erhabene zu einer queeren erfahrung, ein zustand, in dem man am abgrund steht – nicht nur einer klippe oder küste  – sondern auch der kulturellen akzeptanz – ein raum in dem ehrfurcht und nichtdazugehören nebeneinander existieren“

gleichermassen existierte und existiert heute noch die voreingenommenheit und ausgrenzung queerer menschen – obwohl in amerika anders als in deutschland

 

DIE ERDE DIE SCHÜTZENSWERTE…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

HERAUSFORDERN…

mit deutlicher gebärde
der welt sagen
was sie verletzt
mehr und mehr
verlangt es
sie zu retten

herausfordern
die menschen
aus ihrem
lauten schlaf
ihnen die augen öffnen
und die ohren

damit sie sehen
die erde
die schützenswerte
die geschöpfe
die die chance hätten
menschen zu werden

rosadora

altes gedicht – vor 10 jahren – und aktueller denn je….
foto – hamburg-niendorf 2019

IST DER TRAUM WIRKLICHKEIT….

 

WO WO WO …

ist der traum wirklichkeit
oder die wirklichkeit traum
was – wenn nichts wäre wie es ist
was – wenn das nichts alles ist

meine traumwirklichkeit  füllt das nichts
im wirklichkeitstraum fällt es heraus
nichts ist alles – alles ist nichts
relativ die betrachtensweise

aus dem nichts kommen wir
in das nichts gehen wir
und wo sind wir jetzt

rosadora

R U N E M I E L D S …

 

RUNE M I E L D S
* 1935
 – 2027..

Das Leben fließt durch den fließenden Strom (1992)

„Wir verlieren eine Künstlerin, die sich vehement dafür einsetzte, die Rolle der Frauen in der Kunst in einer damals von Männern dominierten Kunstwelt ins Bewusstsein zu rufen und zu stärken“, so die galeristin Andreae.

sie war eine der ersten die ihr grab in der nekropole gestaltete (1992)
nun ist sie mit 91 jahren in köln gestorben.

 

 

 

 

 

 

 

an der documenta 6 in kassel waren ihre werke 1977 – sancho-primzahlen -zu sehen

Auf ihren eigenen Wunsch hin wird rune Mields in der Künstler-Nekropole Kassel beigesetzt.

 

01.10.2006 rosadora blog

DAS
UNENDLICHE
IST
EIN
DUNKLES
UNERMESSLICHES
MEER
OHNE
GRENZEN

rune mields

RUNE MIELDS war die erste künstlerin, die mit ihren steinen den grund legte für die künstlerinnennekropole. der mathematische ansatz, der sich in vielen ihrer bildern zeigt, fällt mir auch hier bei dieser ‚liegenden treppe’ auf. die zeichen, die sie eingab, konnte ich nicht erfassen. ich mache mir die mühe noch einmal, wenn die blätter mehr licht durchlassen. RUNE MIELDS ist bisher die einzige frau – vielleicht sollte ich sie unterstützen…
„Der Begriff des Unendlichen (Infinity)….

 

 

INGEBURG BACHMANN – SKULPTUR… ANSELM KIEFER…

100ster GEBURTSTAG INGEBORG BACHMANN…

 

Anselm Kiefer bezog sich mit seiner Skulptur auf das Bachmann-Gedicht «AN DIE SONNE» mit den Zeilen «…SCHÖNER ALS DER BEACHTLICHE MOND UND SEIN GEADELTES LICHT…“

Die Installation ist Teil des Jubiläumsjahres zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann. Gleichzeitig bildet sie einen Vorgeschmack auf die Sonderausstellung „Ingeborg Bachmann – Eine Hommage“, die am 18. Oktober im kärnten.museum eröffnet wird und an der auch Anselm Kiefer beteiligt ist.

 

 

 

INGEBORG BACHMANN II – WORTE SIND WEGE…

 

W O R T E  SIND  W E G E  –  Literatur outdoors – Worte sind Wege



Ingeborg Bachmann rom um1970 (Garibaldi Schwarze)
Rotraut Schöberl wien (Walter Pobaschnig)

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann
Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.
Im Interview _ Rotraut Schöberl, Schriftstellerin, Buchhändlerin _ Wien

Liebe Rotraut, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns?
Über Stimmung, Emotion und Sprache. Ihre Texte sprechen mich (immer noch) emotional an. Die Gedanken, die Fragen, die in den Zeilen mitschwingen, die Fragilität und die Verletzlichkeit der Menschen. Gleichzeitig fasziniert mich, wie sie Gesellschaft, Macht und Ungerechtigkeit reflektiert, ohne dass es belehrend wirkt. Ich kann mich in ihre Figuren hineinversetzen, aber auch ihre kritischen Beobachtungen auf die Welt um mich herum übertragen.
Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?
Bachmanns Texte sind intensiv und genau. Ihre Sprache ist klar, poetisch, manchmal fast fragmentarisch, und doch spürt man jede Emotion. Sie verbindet persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlicher Kritik, und ihre Texte fordern einen heraus, genau hinzuschauen: auf sich selbst, auf andere, und auf die Welt.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

Ja, gerne:
Die gesamten Gedichte: Ich könnte mich nicht für einen Band entscheiden: ihre Lyrik berührt mich heute noch genauso wie beim ersten Lesen…
Simultan – nein, alle Kurzgeschichten; denn die sind für mich verdichtete Epen.
Ganz besonders liebe ich: Die glücklichen Augen – hier fasziniert mich besonders, wie sie die Suche nach Nähe, Glück und Verständnis schildert, und wie man trotz aller Einsamkeit Würde bewahren kann. Und natürlich auch dass Groddeck hier kräftig durch die Zeilen blinzelt
Malina – die Auseinandersetzung mit Liebe, Gewalt und Identität.

„Die Männer sind unheilbar krank…“ – Ingeborg Bachmann, Interview 1971. Wie siehst Du Bachmanns Gesellschaftskritik heute?

Ihre Kritik an patriarchalen Strukturen ist leider noch immer aktuell. Sie zeigt, wie Rollenbilder Menschen einengen und verletzen, Männer wie Frauen. Heute sehen wir, dass diese Mechanismen immer noch weiter wirken, manchmal subtiler, manchmal offener. Bachmann erinnert daran, dass Gesellschaft und Macht nicht nur äußere Strukturen sind, sondern tief in Beziehungen und Verhalten sitzen und dass man sich dessen bewusst sein muss.
„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren…“ – Ist Schreiben immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Bei Bachmann auf jeden Fall. Schreiben ist bei ihr eng verbunden mit Nachdenken, Hinterfragen, sich selbst beobachten. Es kann weh tun, es kann einsam machen, aber es ist auch die einzige Möglichkeit, Klarheit zu gewinnen: über sich selbst und über die Welt. Für sie war Kunst ein Weg, das eigene Leben zu verstehen, auch wenn das bedeutet, sich selbst zu fordern oder zu quälen.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt oder gefragt?

Ich würde sie gerne fragen, wie sie die Balance fand zwischen der Härte der Realität, der eigenen Verletzlichkeit und dem Schreiben.
Ob sie je Hoffnung gespürt hat, dass sich die Gesellschaft verändern wird, oder ob sie dachte, wir Menschen wiederholen immer wieder dieselben Fehler. Und ich würde ihr gerne sagen, wie stark mich ihre Texte bewegten.

Herzlichen Dank für das Interview!

INGEBORG BACHMANN…

100 JAHRE INGEBORG BACHMANN –

dichten für die wahrheit – obwohl es keine absolute wahrheit gibt

sie sagt . dass sie sich mehr zu den männern zählt
“…nicht das weibliche zu verläugnen um das männliche zu finden…”

und hat dann in UNDINE mit dem UNGEHEUER MIT NAMEN HANS ganz entscheidend ihr verletztes frausein aus sich heraus gelassen und das vieler gedemütigter frauen zum ausdruck gebracht

der UNMÖGLICHKEIT DES SCHREIBENS nach dem holocaust setzt sie sich schreibend entgegen wie viele andere schreibende auch

entscheidend stellt sie sich auf die seite aller menschen indem sie den auch heute noch gültigen satz schreibt und sicher auch spricht DASS DER KRIEG NIEMALS ZUENDE IST aber auch – dass UNSERE KRAFT WEITER REICHT ALS UNSER UNGLÜCK…
ingeborg bachmann  verrät uns mehr über uns selbst als uns lieb sein kann…
und wir  E N T täuscht –  und das heisst ohne enttäuschung  – zu leben vermögen…

das ist eine grosse aufgabe – aber es geht – muss gehen – wird gehen

rosadora

Der Ingeborg-Bachmann-Preis 2026 ist der 50. Wettbewerb um den Literaturpreis im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur. Die Veranstaltung soll vom 24. bis zum 28. Juni 2026 in Klagenfurt am Wörthersee stattfinden. Lesungen und Diskussionen sowie die Preisfindung sollen im Fernsehprogramm von 3sat übertragen werden[1]

Zwei Jubiläen im Jahr 2026 – Bachmannpreis

Zwei Jubiläen im Jahr 2026 2026 feiert der Ingeborg-Bachmann-Preis zwei Jubiläen. Am 25. Juni würde Ingeborg Bachmann 100 Jahre alt, und am 28. Juni wird zum 50. Mal der…  
 

SOMMER-SONNEN-WENDE… 21. JUNI 2026

SOMMERSONNENWENDE

ausgelassene tänze, durch die nacht, in völliger nacktheit und verzückung –                   nur ein traum, nur ein traum…
wo getanzt wird, geselle dich hinzu, teile die freude mit den menschen. ich danke für alles, was mir zuteil wird in diesem leben, erbitte schutz und energie für meinen langen weg.

sommersonnenwende
du wendest das jahr
und mich