INGEBORG BACHMANN II – WORTE SIND WEGE…

 

der spiegel 24.8.1954

 

 

der männliche blick – n e g a t i v ……
im spiegel-antiquariat heute zu kaufen für 69,99 euro !!!!!!!

 

anna baar spricht in ihrem buch (ZORNIGE BESTANDAUFNAHME) davon dass DIE WAHRHEIT IST EINE ZUMUTUNG…

ROTRAUT SCHÖBERL zeichnet mit worten einen positiven weiblichen blick dem ich mich anschliessen kann… rosadora

W O R T E SIND W E G E  –  Literatur outdoors – Worte sind Wege



Ingeborg Bachmann rom um1970 (Garibaldi Schwarze)
Rotraut Schöberl wien (Walter Pobaschnig)

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann
Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.
Im Interview _ Rotraut Schöberl, Schriftstellerin, Buchhändlerin _ Wien

Liebe Rotraut, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns?
Über Stimmung, Emotion und Sprache. Ihre Texte sprechen mich (immer noch) emotional an. Die Gedanken, die Fragen, die in den Zeilen mitschwingen, die Fragilität und die Verletzlichkeit der Menschen. Gleichzeitig fasziniert mich, wie sie Gesellschaft, Macht und Ungerechtigkeit reflektiert, ohne dass es belehrend wirkt. Ich kann mich in ihre Figuren hineinversetzen, aber auch ihre kritischen Beobachtungen auf die Welt um mich herum übertragen.
Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?
Bachmanns Texte sind intensiv und genau. Ihre Sprache ist klar, poetisch, manchmal fast fragmentarisch, und doch spürt man jede Emotion. Sie verbindet persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlicher Kritik, und ihre Texte fordern einen heraus, genau hinzuschauen: auf sich selbst, auf andere, und auf die Welt.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

Ja, gerne:
Die gesamten Gedichte: Ich könnte mich nicht für einen Band entscheiden: ihre Lyrik berührt mich heute noch genauso wie beim ersten Lesen…
Simultan – nein, alle Kurzgeschichten; denn die sind für mich verdichtete Epen.
Ganz besonders liebe ich: Die glücklichen Augen – hier fasziniert mich besonders, wie sie die Suche nach Nähe, Glück und Verständnis schildert, und wie man trotz aller Einsamkeit Würde bewahren kann. Und natürlich auch dass Groddeck hier kräftig durch die Zeilen blinzelt
Malina – die Auseinandersetzung mit Liebe, Gewalt und Identität.

„Die Männer sind unheilbar krank…“ – Ingeborg Bachmann, Interview 1971. Wie siehst Du Bachmanns Gesellschaftskritik heute?

Ihre Kritik an patriarchalen Strukturen ist leider noch immer aktuell. Sie zeigt, wie Rollenbilder Menschen einengen und verletzen, Männer wie Frauen. Heute sehen wir, dass diese Mechanismen immer noch weiter wirken, manchmal subtiler, manchmal offener. Bachmann erinnert daran, dass Gesellschaft und Macht nicht nur äußere Strukturen sind, sondern tief in Beziehungen und Verhalten sitzen und dass man sich dessen bewusst sein muss.
„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren…“ – Ist Schreiben immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Bei Bachmann auf jeden Fall. Schreiben ist bei ihr eng verbunden mit Nachdenken, Hinterfragen, sich selbst beobachten. Es kann weh tun, es kann einsam machen, aber es ist auch die einzige Möglichkeit, Klarheit zu gewinnen: über sich selbst und über die Welt. Für sie war Kunst ein Weg, das eigene Leben zu verstehen, auch wenn das bedeutet, sich selbst zu fordern oder zu quälen.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt oder gefragt?

Ich würde sie gerne fragen, wie sie die Balance fand zwischen der Härte der Realität, der eigenen Verletzlichkeit und dem Schreiben.
Ob sie je Hoffnung gespürt hat, dass sich die Gesellschaft verändern wird, oder ob sie dachte, wir Menschen wiederholen immer wieder dieselben Fehler. Und ich würde ihr gerne sagen, wie stark mich ihre Texte bewegten.

Herzlichen Dank für das Interview!

INGEBORG BACHMANN…

100 JAHRE INGEBORG BACHMANN –

dichten für die wahrheit – obwohl es keine absolute wahrheit gibt

sie sagt . dass sie sich mehr zu den männern zählt
“…nicht das weibliche zu verläugnen um das männliche zu finden…”

und hat dann in UNDINE mit dem UNGEHEUER MIT NAMEN HANS ganz entscheidend ihr verletztes frausein aus sich heraus gelassen und das vieler gedemütigter frauen zum ausdruck gebracht

der UNMÖGLICHKEIT DES SCHREIBENS nach dem holocaust setzt sie sich schreibend entgegen wie viele andere schreibende auch

entscheidend stellt sie sich auf die seite aller menschen indem sie den auch heute noch gültigen satz schreibt und sicher auch spricht DASS DER KRIEG NIEMALS ZUENDE IST aber auch – dass UNSERE KRAFT WEITER REICHT ALS UNSER UNGLÜCK…
ingeborg bachmann  verrät uns mehr über uns selbst als uns lieb sein kann…
und wir  E N T täuscht –  und das heisst ohne enttäuschung  – zu leben vermögen…

das ist eine grosse aufgabe – aber es geht – muss gehen – wird gehen

rosadora

Der Ingeborg-Bachmann-Preis 2026 ist der 50. Wettbewerb um den Literaturpreis im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur. Die Veranstaltung soll vom 24. bis zum 28. Juni 2026 in Klagenfurt am Wörthersee stattfinden. Lesungen und Diskussionen sowie die Preisfindung sollen im Fernsehprogramm von 3sat übertragen werden[1]

Zwei Jubiläen im Jahr 2026 – Bachmannpreis

Zwei Jubiläen im Jahr 2026 2026 feiert der Ingeborg-Bachmann-Preis zwei Jubiläen. Am 25. Juni würde Ingeborg Bachmann 100 Jahre alt, und am 28. Juni wird zum 50. Mal der…  
 

SOMMER-SONNEN-WENDE… 21. JUNI 2026

SOMMERSONNENWENDE

ausgelassene tänze, durch die nacht, in völliger nacktheit und verzückung –                   nur ein traum, nur ein traum…
wo getanzt wird, geselle dich hinzu, teile die freude mit den menschen. ich danke für alles, was mir zuteil wird in diesem leben, erbitte schutz und energie für meinen langen weg.

sommersonnenwende
du wendest das jahr
und mich

 

r u R U h a u s ….

DAS ENDE DES RURU-HAUSES  –  documenta-graffiti …                               …überstrichen in einer nachtundnebelaktion

so wars farbiger und auch heiterer….

 

nun so…

es geht hier nicht um das überstreichen an sich sondern einzig und allein um das wie – um die art und weise wieder einmal die menschen der stadt zu übergehen wie das schon mal der fall war und noch einmal und noch einmal – wie die holzbrücke auf dem königsblatz und alles bei nacht und nebel – NACHTUNDNEBELaktion vor 125 jahren

ganz richtig sagt DUSTIN SCHENK dass „die gesamte treppenstrasse unter ensembleschutz steht – aber wie weit geht „ensembleschutz“ und wen oder was schütz er und hat das heute noch nennenswerte bedeutung

„Da war draußen noch dieses Bild, aber drin gab es schon lange keine Kultur mehr. Viel wichtiger ist, was drin passiert. Wir machen gerne den Weg frei für ein ganzheitliches Konzept, das mit dem neuen Kulturort geplant ist. Die Stadt ist in einem permanenten Wandel. Die Kultur hat ganz andere Probleme, als dieses eine Bild“, so Schenk.

ja erst dauert es und dauert es und dann ruckzuck und über nacht – armes kassel

ein vergessen an die d15 wird dieser akt bei den menschen wohl nicht bewirken auch wenn politische gremien sich das so wünschen – dert farbtupfer war nicht nur am ruru-haus sondern auch im herzen der menschen und hat die stadt irgendwie aufatmen und aufleuchten lassen

KUNST KUNST SEIN LASSEN – frei von allen negativen deutungen und erklärungen – das sollte allein den künstlerinnen und künstlern überlassen werden – und ob ein kunstwerk – und ein solches war für mich das bunte ruruhaus – eben street art – bleiben oder weichen muss – sollten in erster linie die bürgerinnen und bürger der stadt diskutieren und nicht etwa gremien entscheiden …  und – keiner wills anschliessend verantworten!?!?!!!!

amen…

 

IBRAHIM M A H A M A …

Ibrahim Mahama erhält den Arnold-Bode-Preis 2026…

Der Arnold‐Bode‐Preis wird seit 1980 an Künstlerinnen und Künstler in Anerkennung ihrer herausragenden Leistungen für die Kunst der Gegenwart verliehen. Das Kuratorium setzt sich derzeit aus Ingo Buchholz, Prof. Heiner Georgsdorf (Vorsitz), E.R. Nele, Prof. Dr. Julia Voss sowie die künstlerische Leitung der documenta 16, Naomi Beckwith zusammen. Das Kuratorium tagt gemeinsam mit Kulturdezernent Dr. Sven Schoeller, der den Stiftungsvorstand vertritt.

hab ich doch gleich gesagt…
das war mehr als nur eine HERAUSRAGENDE LEISTUNG. das war ein schrei endlich etwas zu verändern an der ausnutzung und unterdrückung von menschen. wir hätten ihn hören sollen und zur verhinderung beitragen müssen in grösserem umfang als das bisher geschehen ist.
die documenta sollte nicht nur show und schock sein sondern zur verbesserung der weltlage und verständigung der menschen beitragen. die d 16 könnte und sollte diese chance nutzen…
also AUFI….

SONDERPREIS FÜR  I B R A H A M   MA H A M A 

Check Point Prosfygika
…ALTE TORWACHE KASSEL…
d14_TORWACHE_ISMAHEL MAHAMA_P1640743die spur, die nach kassel führt, die ibrahim mahama mit seinen jutesäcken legt, ist deutlich nachvollziehbar, ja spürbar – von asien über ghana und athen nach kassel.                    Wer webt, verpackt, belädt und transportiert, hinterlässt auch seinen Schweiß, seinen Namen, Daten und andere Koordinaten auf den Säcken. Aus den Säcken werden Häute mit Narben, die eine soziopolitische und wirtschaftliche Vorgeschichte erzählen.
sie haben eine deutliche sprache, lassen kein mißverständnis aufkommen von dem, was sie erlebt haben und uns in aller deutlichkeit mitteilen.
ibrahim mahama ist mit seiner kunst verwoben, er meint es ernst und sagt es deutlich. sein name muß bei der d14 herausragend genannt werden. alle bisher schon vergebenen kunstpreise, wieso eigentlich, hätten ihn in erster linie berücksichtigen müssen.
ibrahim mahama ist anwesend in seiner kunst, ist persönlich zugegen, er begleitet sie gewissermaßen vom ersten erscheinen an bis zu ihrer letztlichen bestimmung. er hat sie gekauft und eingetauscht, er hat sie mit mitarbeiterInnen genäht – auf dem syntagmaplatz, in der henschelhalle und hat beim verkleiden der torwache hand angelegt – er war immer teil seines tuns, wie kein anderer künstler auf der d14. die haben sich zu fototerminen ablichten lassen und haben machen lassen. ibrahim hat mit den menschen gesprochen, hat ihnen rede und antwort gestanden und mit seinem freundlichen wesen beeindruckt und überzeugt, dass das, was er tut, ein notwendiges ist.

d14_TORWACHE_ISMAHEL MAHAMA_AUFBAU_P1640306IBRAHIM MAHAMA sollte dafür einen besonderen preis bekommen.
die menschen, die ihm begegnet sind, werden es befürworten. den

SONDERPREIS für EHRLICHES ENGAGEMENT und WAHRHAFTIGKEIT

verleihen ihm die besucherinnen und besucher der documenta14, die bewohnerInnen der stadt kassel. ihnen ist durch die verkleidung der torwache mit den jutesäcken erst klar geworden, dass hier ein wesentlicher bestandteil, nämlich der eingang oder die einfahrt in ihre stadt, sichtbar geworden ist. es fehlt ihm der bogen, der wurde nie gebaut – aber so finde ich die pforte unbedingt eindrücklich genug. vielleicht sollte sie auch nach der d14 erhalten bleiben – solange, bis sie wieder zerfällt. sie, die pforte, würde sich damit abheben von all den anderen prächtigen prunkstücken vergangener documentas mit ihrem ewigkeitsrecht.

 

MAU WAU-INSEL – 6. JUNI 2026…

SCHENKEBIERSTANNE…

mit so viel farbe und ausgefallenen graffiti kommt schwung in den tag und die seele beginnt zu leuchten

es ist auch hier eher gemaltes denn gesprühtes zu sehen – ein nebeneinander und kein übereinander oder durcheinander – übersichtlicher und jedes hat seinen unangefordenen platz

spannend ja – aber das quirrlige verlangte mir mehr ab – gab auch mehr varianten beim fotografieren

aus wikipedia:
Es gibt viele verschiedene Arten von Graffiti, deren Abgrenzung oft nicht eindeutig möglich ist. Besonders die Unterscheidung zwischen Writing und Streetart ist schwierig, da sich die Techniken oft überschneiden.
Beim Writing bildet die Schrift (Buchstaben und Zahlen) das Basiselement der Bildkomposition

Die möglichst häufige Verbreitung des Namens bzw. vielmehr des Pseudonyms eines Graffiti-Writers in Kombination mit dessen möglichst einzigartiger, innovativer und vor allem ästhetischer Gestaltung bilden die zentralen Ziele, um ein Höchstmaß an Ruhm (Fame) zu erlangen.

UNTERFÜHRUNG WEINBERG – 3.06.2026…

G R A F F I T I . . .

das merkmal von graffiti ist eigentlich das sprühen – hier ist vieles so grossflächig dass es vermutlich gemalt sein dürfte. die grenzen scheinen immer mehr zu verschwimmen und ich belasse es einfach mal bei dem wunsch sich auszudrücken und darzustellen. das ist ein bedürfnis schon bei den steinzeitmenschen.

ich wills nicht ausführlicher derläutern – im netz sind unzählige beiträge dazu zu finden. über die jahre in denen ich diese darstellungen fotografisch kartiere sind die veränderungen  in themen und ausführung gut zu verfolgen.

 

M I T E I N A N D E R – d14 . . .

HI   T I M . . .

es ist zeit mal wieder daran zu denken – M I T E I N A N D E R . . .
und deine vier so ausdrucksstarken zeilen in erinnerung zu bringen –
sie sind mir ständig gegenwärtig – dadurch leben in mir bilder auf wie                                ZWISCHEN DEN DINGEN und rufen in mir eine ehrfurcht und hochachtung auf die wir in uns tragen sollten – jedes ding ergänzt uns in gewisser weise wenn wir das bild weiterdenken …

dir TIM danke ich für diese worte und – und schaue mir hin und wieder unser bebildertes zusammentreffen an – gern wüsste ich wo du heute dein leben lebst…

hi rosadora, ich bins tim. wir hatten heute ein schönes gespräch auf dem friedrichsplatz. ich wollte dir noch ein paar zeilen zu meinem projekt schicken. dabei habe ich bisher immer die folgenden vier zeilen verwendet:

WIR LEBEN ZWISCHEN DEN DINGEN.

WIR SIND ALLE VERBUNDEN DURCH DEN RAUM.

EINE MASSE, DURCH DIE WIR UNS ALLE BERÜHREN, DURCH DIE WIR EINS SIND.

MITEINANDER

T I M

siehe auch:

d14_BEGEGNUNGEN…

FRIEDRICHSPLATZ_TIM…

GOETHEANLAGE – GRAFFITI …

SCHWUNG IN DAS GANZE…

bringen nicht nur die graffiti an den wänden und treppen – sondern auch schulkinder in besonders grosser ansammlung – wohl der hitze ausgewichen und sport und wandertag eher zugetan als strengem schulunterricht

die graffiti waren nicht sehr einfach einzufangen – heute war ich das erste mal hier und ich hatte mir so ganz andere vorstellungen gemacht – einfach das beste daraus machen…       so schau doch einfach mal….

INSEL SIEBENBERGEN – 27. MAI 2026…

DER HITZE ENTKOMMEN…

oder sie zumindest ein wenig mildern – das geht auf der insel mit blühendem hintergrund und es blüht hier immer etwas und die farblich immer wieder neu gestalteten beet wären schon allein ein grund zur bewunderung

dass der blauglockenbaum blüht freut mich besonders – ich erwarte ihn neugierig in jedem jahr wieder und wieder – mit seinem blauen blau leuchtet er besonders und wenn erst die blüten herabfallen bin ich beglückt wie sonst kaum weil sie einen so wunderbaren  duft ausströmen der auch nicht so schnell vergeht…

die kaiserkronen – die längst verblühten – haben mich überrascht mit ihren so übergrossen samen – samen gehören zum ursprung der welt…

und singt man nicht „roter mohn..“ und wieso nicht „gelber..“ das besondere findest du eben nicht im besonderen – sondern im besonders überraschend besonderen…

der herkulesstaude hat man ihre begrenzung abgenommen – irgendwie chic und eben frei

das kastanienblättrige schaublatt habe ich noch nie in seiner vollsten blüte erlebt – und der duft erst – einfach himmlisch – aber sehr dezent wie mir ME. versichert…

der sizilianische honiglauch begegnet mir noch zum abschluss und ich will ihn nicht unbeachtet lassen – er duftet schon beim anschaun…

die bäume fasse ich mal zusammen – beim pagoden-hartriegel – beim rhododendron catawba und beim weißbunten pagoden-hartriegel weiss meine app noch den rechten namen (keine garantie)…

aber bei den drei gelblich gefärbten tannen erzählt sie mir jeweils etwas anderes – also sage ich einfach tannenart… mir fiel die gelbliche färbung auf – nach verbrannt oder welken sieht es nicht aus – also gesund..

ein nächster besuch steht an…