
WENN DU NICHT WEISST WOHIN DU GEHST
WISSE WENIGSTENS WOHER DU KOMMST
… keine ahnung

WENN DU NICHT WEISST WOHIN DU GEHST
WISSE WENIGSTENS WOHER DU KOMMST
… keine ahnung

setz dich einen moment zu mir – einen moment, wo das unfassbare geschieht, dass das vorläufige rückläufig wird. da hält selbst das alte jahr den atem an. wir horchen und sinnen, was das bedeuten könnte und was es uns sagen will. auch das neue jahr stürzt sich nicht gleich ins rennen. ebenso wie das alte verhockt es sich und bleibt ganz still und leise. kein wind weht, nichts regt sich draussen. wenn wir diesen atem aufnehmen, den grossen atem der natur, könnte uns zufallen, wonach wir suchen. in das dunkel fällt licht – die geburt des lichtes verheisst uns neue energie.
bedenke, was du mit dieser energie verändern möchtest, denn wie das alte jahr hinter uns bleibt, sollten auch unsere alten vorstellungen vertrieben werden, damit neues platz hat. doch halt noch einen moment inne – in dieser nacht musst du schweigen. da reden die tiere. streng dich an, damit du verstehst, was sie sagen. und sie haben dir viel zu sagen, die tiere.
die tür zur anderswelt ist weit geöffnet. sprich mit deinen anderswesen. wundere dich nicht, dass sie so heiter sind. schwing dich mit ihnen auf den grossen bogen, reite mit über grenzen, die heute keine sind. gib ihnen speise und trank und feiere mit ihnen das grosse fest des allumfassenden.
in den 12 rauhnächten wendet sich das unterste nach oben und das oberste sinkt. ein mischen und mengen tut gut, damit etwas ganz neues werden kann. schaffe platz dafür. schau die bäume – sie schmücken sich und zeigen sich in schönster pracht. doch dann werfen sie all ihre blätter ab. die sinken tief in die erde und werden zu staub. in der dunklen zeit und in grösster stille tragen sie nicht trauer. eifrig bereiten sie das neue wachsen vor, lassen es knospen unter den blättern, mitten im winter. hoffnungsträger.
halte dich ruhig und still und verzweifle nicht. der weg, den du nicht sehen kannst, liegt längst vor dir. du musst ihn nur gehen.
dies ist nicht blüte
nicht frucht
dies ist nicht frühling
nicht sommer
nicht herbst
dies ist nur der winter
mit seiner innigsten
grössten wärme
der hoffnung
rosadora
H A R R Y K R A M E R – IMMER IN BEWEGUNG…




die PINKELBILDER habe ich noch in ihrer entstehung miterlebt
die PINKELBILDER habe ich noch in ihrer entstehung miterlebt

die NEKROPOLE im habichtswald habe ich seit der entstehung miterlebt – das ist der wirklich grosse wurf des harry kramer – und einige der noch lebenden und bereits verstorbenen grabmal-schaffenden künstler/innen kenne ich persönlich


2 fotos überlagert von STEPHAN REUSSE
D O R L A – heute GUDENSBERG DORLA…
E R I N N E R N …







U R W A L D SABABURG REINHARDSWALD …
„Ich versuche, mich daran zu erinnern, was ich an einem bestimmten EICHEN(Zypressen)BAUM gefühlt habe, und ich habe das Gefühl, wenn ich mich daran erinnere, wird es mich ziemlich lange halten.“
—Joan Mitchell, 1965
so viele vergänglichkeiten hat der urwald in der zeit in der ich ihn nicht besuchte erfahren – durchgemacht oder auch erlitten dass mir die worte fehlten und so habe ich mich eines satzes von joan mitchell bedient








GINGKO BILOBA
8. NOVEMBER 2025
in wilhelmshöhe stehen drei nännliche und ein weiblicher baum

das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, dich sich erlesen,
dass man sie als eines kennt?
solche fragen zu erwidern
fand ich wohl den rechten sinn.
fühlst du nicht an meinen liedern,
dass ich eins und doppelt bin?’


Bismarks Leibarzt Dr. Ernst Schweninger:es ist der herbst mit seinen sichtbaren kräften









ein älteres gedicht von mir
das an kraft in der zwischenzeit nicht verloren hat
wie ich finde…
N E B E L
matte spuren zeichnend
mit gewaltiger sanftheit
meinem herzen näher noch
als frühling oder sommer gar
alle grobheit verhüllend
wie schützende hände
in kindertagen
nicht das ferne und weite zeichnend
nur das jetzt und hier
angekommen
oder lauter letzte tage
rosadora
…MAL WIEDER
und nur einige tage später







BLAUBLATT-FUNKIE
hosta sieboldiana
