H A M B U R G

ZWEI AMEISEN IN HAMBURG…

Samstag, 16. Februar 2013

in hamburg lebten zwei ameisen
die wollten nach australien reisen
bei altona auf der chaussee
da taten ihnen die beine weh
und da verzichteten sie weise
dann auf den letzten teil der reise

ringelnatz

ALS KITSCH NOCH KUNST WAR…

Freitag, 15. Februar 2013

MUSEUM FÜR KUNST UND GEWERBE HAMBURG
farbendruck im 19. jahrhundert
noch bis 17. märz

200 farbendrucke (chromolithografien)
aus der zeit vor dem jugendstil werden gezeigt

die kulturkritiker beobachteten seinerzeit die entwicklung der überschwappenden innovativen techniken mit bedenken
sie prognostizierten einen verfall der sitten in einer solchen „Chromo-Zivilisation“
sie warnen immer vor neuem und plötzlich auftretenden veränderungen
sie warnten vor dem übermässigen fernsehgenuss und heute vor der digitalen revolution
welche die menschen in atem und scheinbar in bewegung hält
einige der abbildungen kenne ich noch aus zeiten in denen sie noch nicht als kitsch bezeichnet wurden
wie die plakate von henri de toulouse-lautrec und die künstler um ihn herum
das wiedererkennen hat für mich einen besonderen reiz
für mich ist es ein abschnitt aus der kunstgeschichte
kitsch kommt mir da nicht in den sinn…

KNORR

zukunftsweisend
international
und in fast jeder küche zuhause

SUPPEN

früher wurden sie serviert
kamen aus terrinen

heute fehlt das personal
und kommen aus tüten

was sie noch immer haben
beim betrachten im pc ich bekomme lust
lust und hunger

MALZKAFFEE

gemütliches kaffeestündchen bei malzkaffe – omma mit enkeltochter
und unter der haube

KATHREINER KNEIPP

firmen wechseln – gewohnheiten auch
die gemütlichkeit ist hin
und malzkaffee trinkt man
nur noch aus gesundheitsgründen

HOLOCAUST-GEDENKTAG…

Sonntag, 27. Januar 2013

Holocaust-Gedenktag in Deutschland
Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert an alle Opfer eines beispiellosen totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus:
„Juden,
Christen,
Sinti und Roma,
Menschen mit Behinderung,
Homosexuelle,
politisch Andersdenkende sowie
Männer und Frauen des Widerstandes,
Wissenschaftler,
Künstler,
Journalisten,
Kriegsgefangene und Deserteure,
Greise und Kinder an der Front,
Zwangsarbeiter und an die
Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden.“[1]

hier stellvertretend für alle anderen
CLARA GRUNWALD

nach dem ersten weltkrieg war CLARA GRUNWALD die erfolgreichste MONTESSORI-PÄDAGIGIN der 20er jahre in berlin.
wegen ihrer jüdischen herkunft wurde sie 1933 aus dem schuldienst entlassen und die montessori-pädagigik verboten.
sie ging in den untergrund und organisierte die ausreise von juden, versteckte sie in ihrer wohnung und bei freunden.
im oktober 1941 kam sie in das landwerk NEUENDORF IM SANDE bei fürstenwalde und unterrichtete heimlich die kinder, die mit ihren eltern dort lebten.

1942 begannen die ersten Deportationen aus dem Landwerk. Clara Grunwald ging freiwillig mit ihren neudorfer kindern auf die lastwagen, die in den tod fahren „durften“.
clara war über 60 und hätte nach theresienstadt gekonnt, von wo aus es einige überlebende gab. sie hielten ausschwitz immer noch für ein „übergangslager“.
genaueres ist nicht bekannt. aus einer karte, die ihre pflegetochter clotilde an den ausgewanderten alfons gerson weiterschickte, ist zu entnehmen, dass clara tot und in weissensee (berliner jüdischer friedhof)sei….

sie hat spektakuläres geleistet und verdient anerkennung über die massen.
heute gibt es in vielen städten CLARA GRUNWALD-SCHULE,
so in HAMBURG neu-allermöhe die hauptschule.

buch
„und doch gefällt mir das leben…“
die briefe der clara grunwald 1941-1943
persona verlag

im antiquariat erstanden…

M A N G O L D . . .

Mittwoch, 7. September 2011

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für den mangold gibts noch kein gedicht
das stände ihm doch zu gesicht
bei so viel farbenwunder

von gold ist zwar noch keine spur
dafür ist noch zu früh die uhr
im spätherbst ist es munter

da beugt er sich – macht sich ganz flach
zieht über sich das blätterdach
gleicht einer grossen flunder

hier schaut er mich noch lachend an
nickt mir auch zu – so dann und wann
es ist so wie ein grüssen

ich lach zurück und bin entzückt
erkennen ist perfekt geglückt
ich werd ihn lieben müssen

zur zierde steht er – nicht zum essen
ich werde ihn niemals vergessen
und nehme mit sein bild

rosadora

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hamburg – planten und blomen
august 2011

AUS DIESER WELT…

Dienstag, 6. September 2011

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plätze der unschuld
weiss wie schnee
wie engelflügel gar
bergen sie mich
fliegen mit mir
was das zeug hält
in glanzvolle höhen
in stille täler
des träumens
des sinnens
aus dieser welt

rosadora

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JULITRUNKEN…

Freitag, 1. Juli 2011

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das gras
hat seine höhe erreicht
der kuckuck
schalmeit durch
den sommerwald
alle sinne geöffnet
wirbele ich julitrunken
mit der sonne wende
von julitag
zu julitag

rosadora

WASSERLILIENGARTEN…

Donnerstag, 30. Juni 2011

IM BOTANISCHEN GARTEN IN HAMBURG

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Das sind die Blumen, die wie Kirchen sind.
Ein Blick in sie hinein zwingt uns zu schweigen.
Wie Weihrauch fromm berauschend strömt ihr Duft,
Wenn wir uns zu der schönen Blüte neigen.

Sie sind wie Schmetterlinge dünn und zart.
Und wissen ihr Geheimnis doch zu hüten.
Es hellen goldne Kerzen sanft den Pfad
Ins Allerheiligste der Wunderblüten.

Francisca Stoecklin (1894-1931)

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