EINHUNDERTVIER UND NOCH VIEL MEHR..

WÄRE SIE HEUTE GEWORDEN – ANNA ELISABETH meine mutter…

und als ich in einem älteren text las:

…das, was ich für euch war, bin ich immer noch.
gebt mir den name, den ihr mir immer gegeben habt,
sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.
gebraucht keine andere redeweise,
seid nicht feierlich oder traurig.
lacht weiterhin über das,
worüber wir gemeinsam gelacht haben…

liefen mir die tränen über mein gesicht
und ich bin sonst kein bißchen weinerlich.
wahrscheinlich, weil mir bewußt wird, wie nah ich
selbst an diesem punkt bin – und immer
weiter dorthin gelange, wo uns die vorstellungen
und die worte fehlen.

deinen geburtstag
werde ich heute mit mirko feiern.
glückwünsche zu deinem gelungenen leben…
rosadora

WINTER ISTS und…

WINTERSTRÄUßCHEN…


weinraute für einen hauch duft
und schneeball für die zarteste farbe
und ein bißchen hiervon und ein bißchen davon
zusammen wirkt es aufmunternd und hoffnungsvoll


heute ist die allee menschenleer
aber die bäume sagen es
sie schlafen nicht
sie arbeiten schon an ihrem frühjahrsdress
eben königslinden…

GEORGIA O´KEEFFE AUF GHOST RANCH…

„Ich denke mehr über morgen nach als über heute oder gestern. Ich gehöre nicht zu denen, die dem Gewesenen nachtrauern. Ich glaube, ich könnte in einem Gefängnis leben, solange ich nur ein Stück blauen Himmel sehe.
Aber das hier ist meine Welt. Was man in den Städten sieht… nun ja, da ist mir der Blick aus dem Fenster auf Salbeibeete doch lieber.“

nun ja, GHOST RANCH ist alles andere als ein gefängnis. sie ist die GROSSE WEITE WELT im besonderen, befreiend und beängstigend zugleich, und wie geschaffen für eine künstlerin mit so viel fantasie und ausdruckskraft und starkem willen.

JOHN LOENGARD
GEORGIA O´KEEFFE AUF GHOST RANCH
SCHIRMER/MOSEL
2016

…….

https://www.fondationbeyeler.ch/ausstellungen/georgia-okeeffe
in der fondation beyeler/basel schweiz
ist noch bis zum juni eine ausstellung von GEORGIA O.KEEFFE
zu sehen
beyeler ist ein wunderbar geeigneter raum unf einfach
übersichtlicher als zwischen vielen anderen bildern in großen
galerieen..

DAS NEUE JAHR…

…WO BLEIBT ES DENN NUR

mir scheint, es läuft nur langsam an
fast läuft es rückwärts, denk ich dann

und fällt gleich von der leiter
und kommt kein bisschen weiter

obs an corona liegt, das kann schon sein
das wäre aber gar nicht fein

kommt gar nicht in die puschen
denkt doch nicht gar an pfuschen

nun mach schon mal, renn etwas schneller
ich stell auf den tisch schon mal die teller

lass froh uns sein und glück verspüren
glück ist grün und froh hat düren

und die ganze welt ist bunt
das ist gesund

BOTANISCHER GARTEN KASSEL…

STECHPALME – BAUM DES JAHRES 2021…
eine STECHPALME – gleich neben dem bücherhäuschen – baum des jahres 2021
schön geschmückt mit roten kugeln, die mit den roten früchten der palme um die wette leuchten
eigentlich ist mir das leuchten der palmfrüchte das wesentliche
und ihre blätter hält sie schön fest – das ganze jahr über
mit schnee denke ich mir das ganze dann sehr märchenhaft
blüten und blätter sind aber nicht genießbar – den kindern sollte man das schon sagen
ob der baum den schutz des bücherhäuschens braucht, weiß ich nicht
so bieten sie zusammen einen blickfang und ergänzen sich vortrefflich
dass die menschen ihr ihre aufmerksamkeit zollen – das wünsche ich ihr und mir…

fotos rosadora

BOTANISCHER GARTEN…

Z I M T A H O R N…

da denke ich doch gleich an weihnachten und plätzchenbackerei –
der ganze baum ist mir lieber. ich fand ihn jetzt im spätherbst, wenn die bäume eher nackt dastehn und sich in ihrer gänze zeigen. ihr winterschmuck putzt sie heraus und umgibt sie mit einem leuchten.
nie ist er mir im sommer aufgefallen – und er muß da schon eine weile stehem bei seiner stattlichen größe.
der winter entblößt, zeigt mir, was ich in der sommerfülle nicht sehen. fülle blendet. nur wenn ich einen bogen schlage in meiner wahrnehmung, erfahren ich das ganze, erfahre ich sinn. der winter öffnet mir die augen – sozusagen und ich finde ugeahnte dinge. winteraugen zu haben ist eine gnade – nicht den sommer feiern und den winter scheuen. das ganze erst läßt uns erschauern.

PAUL WATZLAWICK…

…UND DIE WIRKLICHKEIT

Paul Watzlawick (* 25. Juli 1921 in Villach, Kärnten; † 31. März 2007 in Palo Alto, Kalifornien) war ein österreichischer Philosoph, Psychotherapeut und Kommunikationswissenschaftler.

in diesem jahr wäre paul watzlawick einhundert geworden. in den 60ger bis 80ger jahren war er hochaktuell. und für mich ist er es heute wieder oder noch immer. er hat mehr bücher geschrieben als ich in meinem kleinen hirn hätte unterbringen können. schließlich geht es ums verstehen.

WIE WIRKLICH IST DIE WIRKLICHKEIT hat heute eine größere bedeutung als ehedem. schon dies, dass deine wirklichkeit nicht die meine ist, und wie viele wirklichkeiten es also gibt, läßt die bedeutung ins unermessliche wachsen. man braucht viel toleranz, um das zu berücksichtigen und mitzubedenken.

paul watzlawick war ein klardenker. er berücksichtigte das SOWOHLALSAUCH. das macht die sache, um die es jeweils geht, nicht gerade einfacher. im bestenfall muß du dich entscheiden – für dies oder das, oder für dein eigenes.

vielleicht bringt das buch seiner großnichte, Andrea Köhler-Ludescher: Paul Watzlawick: Die Biografie, die tochter der mutter seiner schwester, die auch therapeutisch unterwegs ist, eine draufsicht auf watzlawicks werk aus heutiger sicht. in der sendung ICH TRAGE EINEN GROßEN NAMEN berichtete sie sehr engagiert und lebendig vom leben ihres großonkels. noch habe ich es nicht gelesen – aber wenn, werde ich ausführlich darüber berichten.


„Intelligenz und Talent tragen weit,  Charme und Witz tragen überallhin“                      andrea köhler-ludescher

 

HILDE DOMIN…

ES KNOSPT UNTER DEN BLÄTTERN

DAS NENNEN SIE HERBST…
nun scheint der winter doch einhalt zu gebieten und den knospen zuzuraunen, dass es noch nicht der rechte zeitpunkt ist, sich aufzufalten.
immer mehr der kleinen zu frühen austreiber geraten in gefahr, vom kalten wind doch noch unterbunden zu werden, so daß im frühjahr dann die verfrühung seine auswirkungen durch nichtblühen zeigt.
auf den schnee und die kalte jahreszeit könnte ich gut verzichten, traue ich mich dann gar nicht mehr hinaus. aber…