FRAUNHOFER BAUSTELLE – 19. MAI 2020….

HIER FOTOGRAFIERT ROSADORA WIEDER SELBST….

zuerst die wolken, die mir den allzublauen himmel wieder annehmbar gestalten. die dämmwolle – vordergrund – scheint mir bei der wärme fast überflüssig – aber eben vordergrund.

dann die verzweifelte suche nach KUNST. die spur im sand ruft mich. der runde kupferfarbene kanaldeckel gibt die ergänzung – förmlich gesehen. und dass es KUNST ist – na, wenn du es sagst….

wahnsinnskulisse und das am helllichten tag…. dahinein gehe ich jetzt und sufian steigt aufs dach.

aus dem, was ich vorfinde, mache ich eine aufgabe….

türkiserei und blaue wucht KUNST….

und etwas umgeschaut….

zuletzt die wärmende KUNST….

FRAUNHOFER BAUSTELLE – 19. MAI 2020….

SUFIAN FOTOGRAFIERT….

wenn es hoch hinaus geht, ist sufian gefragt – da darf ich aus sicherheitsgründen nicht hin. aber erst sind wir noch unten. sufian zeigt mir die elektrizitätsunterkünfte. die transformatoren sind erstaunlich und umfangreich. sufian hat den überblick und findet die bilder. ich bin sprachlos und vergesse das fotografieren. und… sufian entdeckt die KUNST am bau.

dieses bild gefällt mir sooo gut.

erstaunlich, welche wege elektrizität nimmt – und alles kupfer. der meister putzt es ordentlich.

von oben bringt sufian noch dieses meisterwerk mit. farblich und in der form einwandfrei KUNST.

auch dieses ein KUNSTwerk. das AA erweist immerwieder den dienst der unterstützung. auf so manchen bildern gibt es den hintergrund – die stütze sozusagen.

und auch noch ganz oben:

 

ich bleibe unten und fange inzwischen ein paar verlegenheitsfotos und bemühe mich redlich. die bilder auf der nächsten seite…

IM URWALD AM 18. MAI 2020….

WAS IST EIN BAUM….

ich mache mir gedanken speziell zu diesem baum. eigentlich kann ich es nicht beantworten, weil ich es nicht weiß. gedanken ja, aber wissen nein.
ich kenne ihn seit jahren – stehend – fallend – liegend nun. zur zeit erhält er von mir mehr aufmerksamkeit als schon einmal. seine füße (wurzel), wie mit puderzucker überflogen, und ganz zart und sinnlich.

seine äste, die er von sich streckt noch immer, wie ein igel, abgeschält von wind und wetter, ganz nackt und glänzend fast, verraten, dass es ein baum ist.
wann ist ein baum ein baum. für mich ist und bleibt er baum, solange noch das letzte teilchen von ihm sichtbar sich zeigt. das dürfte noch ein weilchen dauern.

seine farben passen sich mehr und mehr den erdtönen an. erst jetzt gewinnt er meine ganze hochachtung. erst jetzt berühre, betaste ich ihn, um ihm nahe zu sein.
er läßt mich aufsitzen. das hätte ich niemals geschaftt als er noch aufrecht stand. bin ja eine hexe, aber so richtig fliegen kann ich doch noch nicht. danke baum, dass es dich gibt, so liegend bin ich dir sehr nahe.

hexische kontaktaufnahme….

MEHR ALS SEHEN….

RAGHU RAI – MEISTERFOTOGRAF INDIEN ….

Raghu Rai – Wikipedia

„Alles, was uns umgibt – die großen wie die kleinen Dinge – verdient unsere Aufmerksamkeit, eine Verbindung …

Wenn man lernt, mit den einfachsten, konkretesten Dingen in Verbindung zu treten, entsteht daraus etwas Besonderes“

RAGHU RAI – meisterfotograf indien
alles wird bei RAGHU RAI  zur energie –
und energie fließt – umgibt uns –
nimmt uns oder auch nicht
am frühen morgen bin ich schlaffrisch
da holt mich diese energie
sie ist wie ein fluß um mich
da sind die türen zum herzen offen
alles fließt heraus
alles fließt hinein
alles umarmt mich
alles ist eins
den dingen zugewandt
gibt es nichts böses
die dinge sind wie sie sind
in ihrer einmaligkeit
in ihrem sosein
dass sie mich lieben
wie ich sie liebe
möchte ich glauben
dieser raghu rai
lebt in einer welt
die ihn braucht
aus einem tiefen glauben heraus
bezieht er seine weisheit
er sieht nicht nur
er beobachtet
hält es fest
und gibt ihm damit
seine aufmerksamkeit
er schließt nicht aus
er bezieht nicht ein
er schaut es an
und gibt ihm damit
bedeutung
rosadora
film: arte DAS AUGE INDIENS

´HERZ, DU VERLIERST SEHR VIEL, WENN DU NICHTS AUSHÄLTST´…

BRIEF AN EINE FREUNDIN…
am frühen morgen schon

das herz wird schwächer mit den jahren
und meinem kann ich sagen
dass es viel verliert
aber es stört sich nicht daran
es pocht und pocht in seinem eigenen takt
und läßt sich nicht beirren

herzen sind überhaupt etwas sehr eigenes
nicht dein eigenes
sondern ihr eigenes
das muß frau fein auseinander halten

du kannst mit ganzem herzen bei etwas dabei sein
oder eben nicht
dann hüpft dein herz aus der reihe – sozusagen

meins wurde wieder auf linie gesetzt
aber so ganz ist es nicht wieder dabei
es läßt mich bangen
tags – nachts
und wenn ich es grad nicht will

herz ist was sehr sehr eigenes
jede erregung zeigt es an
schlechte laune etwa
gute, das ist eher die ausnahme
in letzter zeit

und mein herz
es spricht zu deinem
ob es das bemerkt
ich meine – dein herz

sonst habe ich keine herzleitungen
nicht – dass ich wüßte

es ist etwas aussergewöhnlich
am frühen morgen
so über mein/dein herz zu sprechen
aber ständig liegt es mir in den ohren
ob dieser tinni unterstützt oder schwächt
ich weiß es nicht zu sagen
auf jeden fall mischt er kräftig mit

das hört nicht so schnell auf zu schlagen
sagt mein dok
und beruhigt mich damit kein bißchen
und was, wenn doch
naja, das merke ich dann ja nicht mehr
oder…
rosadora

´herz, du verlierst sehr viel, wenn du nichts aushältst.´ florence nightingal

FRAUNHOFER BAUSTELLE – 06. MAI 2020….

NOCH EIN GERÜST….

regel regelt alles, mal wieder. gerüste hats nun genug – denke ich…

dass ich solche bilder lieber mag, muß ich nicht verheimlichen. aber ein bißchen neubau

muß auch sein.

immerzu sag ich regale – weil mir die gerüste so unheimlich sind. das wort gerüste entfäll mir regelrecht – warum, weiß ich nicht… die firma REGEL erweitert den bau in richtung osten. eben grad ist es für mich noch ein gerüstebau…

ein anker, sagt sufian…

ein geheimnis…

bitte ausweichen – kleine gefahr…

menschen und material…

blaue wucht…

stapelgabler in allen varianten. der grüne ist 4-fach ausfahrbar noch vorne…

für heute genug, sagte rosadora. und noch ein bild zum abschluß…

BIOTOP BAHNHOF – 04.MAI 2020….

HASE UND INGEL – IN MEMORIAM…

märchen und wirklichkeit lassen sich oft nicht auseinanderhalten. DER HASE UND DER IGEL – ein grimmsches märchen, brachte sich mir auf meinem biotop in erinnerung. der riesenhase hüpfte mir vor die füße und verschwand eiligst. ich konnte ihn nicht mit der kamera fangen. er war zu schnell. ich wunderte mich, wieso er sich diesen karken platz ausgewählt hatte und konnte nicht ergründen, was er für ein genüssliches kräutlein hier bevorzugte. er verschwand in dem sommerfliederwall…

der igel hatte wohl schlechtere voraussetzungen. als ich ihn fand, war er bereits tot – mausetot. die trockenheit mag ihm zum verhängnis geworden sein. ich liebe diese kleinen wuseligen tiere und nun das… schade einfach. im nachhinein gebe ich ihm ein grab in meinem blog – mit kanadischem mohn – oder hier passender dem schlafmützchen – als begleitung, damit er sich beachtet und geehrt fühlt…

BIOTOP BAHNHOF – 02. mai 2020…

OH – JÄMMERLICHES ANFANGEN…

das schlafmützchen lockt mich. es ist erstaunlich blühfreudig – auch genügsam, was das wasser anbetrifft. ich kenne es vom vergangenen jahr. es erfreut mich durch und durch und bringt mich zum staunen. so große zartheit und widerstandskraft.

klette schmückt sogar in ihrem jetzigen zustand…

ich begehe den fehler zu hoffen, dass das gesamte biotop sich gegen die große trockenheit behaupten konnte. leider haben die menschen, und noch dringlicher die politik, noch immer nicht genügend einsicht und tatkraft bewiesen, um die klimakatastrophe abzuwenden. es tut mir in der seele weh, dieses biotop so schändlich verkommen zu sehen.

dem übermütigen und aufdringlichen sommerflieder, der einen richtig hohen wall bildet, schenke ich fast meine verachtung – verachtung deshalb, weil er auf die anderen, wesentlich kleineren pflanzen, keine rücksicht nimmt. das ist bei vielen menschen ähnlich – leider.

den pflanzen, die sich durchgesetzt haben, und hoffentlich für längere zeit, schenke ich meine besondere aufmerksamkeit.

vielleicht wird es ein nußbaum – oder so..

die wicke braucht besonders viel platz. sie sieht gern die züge, die vorbeizockeln…        der huflattich ist nicht besonders wählerisch – er findet überall sein plätzchen…

die kamille gesellt sich gern mit anderen pflanzen, wobei mir die schöne grüne nicht gleich einfällt…

der zarten distel begegne ich zuallererst. als hoffnungsträgerin hat sie meine erwartungen dann doch nicht ganz erfüllt. der huflattich ist auch in verblühtem zustand noch attraktiv. so dicht beisammen sind sie gern in gesellschaft.

die königskerze ist skulptur geworden. in ihrer standhaftigkeit, in ihrem ideenreichtum bewahrt sie haltung – von kopf bis fuß… metamorphose fällt mir dazu ein und sie hat damit etwas in ihrem bestand, das der mensch so nicht aufweisen kann – vergehen und werden. ob sie samen gebildet hat, kann ich nicht so recht entscheiden. ich hoffe es für sie und mich…