FRIDAYS FOR FUTURE in K A S S E L …

EIN ZEICHEN SETZEN…

KLIMAKRISE auch in KASSEL angekommen + 1,5 ° C

chr. ist engagiert. er ist berufsschullehrer – seine schülerinnen und schüler konnte er zu dem demoausflug bewegen. er thematisiert, was er von dem klimawandel erhofft. ich treffe die gruppe nach ende der demo an der FRAUNHOFER baustelle hinter dem alten hauptbahnhof.

bei der menschenschlange, über deren anzahl gerätselt wird, vermisse ich aufklärende banner, eine kindergruppe brüllt noch laut und deutlich: AUTOS RAUS, AUTOS RAUS, AUTOS RAUS – na bitte – deutliche ansage.

KLIMASCHUTZ KENNT KEINE GRENZEN   greenpeace

eine FAIRE WIRTSCHAFT ist möglich

UNSERE WELT auf den schultern der jugend

und was sonst noch…

AHMET ALTAN …

LASST IHN FREI…

Ich werde die Welt nie wiedersehen: Texte aus dem Gefängnis

EAN:9783103974256
Neu
12,00 €   bei medimops

»Ich werde die Welt nie wieder sehen. Ich werde nie wieder den Himmel ohne den Rahmen sehen, den die Wände des Gefängnishofes bilden.«

Am 16. Februar 2018 wurde der große türkische Intellektuelle Ahmet Altan in der Türkei zu lebenslanger Haft verurteilt. Altan ist einer der wichtigsten, mutigsten Journalisten der Türkei, der immer offen gesagt hat, was er denkt. Ihm wird vorgeworfen, »unterschwellige Botschaften« über den Putschversuch im Jahr 2016 verbreitet zu haben.
Im September 2018 ist im S. Fischer Verlag »Ich werde die Welt nie wieder sehen. Texte aus dem Gefängnis« erschienen. Es ist eine beeindruckende Sammlung teilweise sehr persönlicher, fast philosophischer Texte, in denen Altan auf eindringliche Weise über Freiheit, sein Leben im Gefängnis und die politische Situation in der Türkei schreibt. Ein eindrucksvolles Buch und wichtiges Zeugnis. Zum Erscheinen jährte sich seine Verhaftung zum zweiten Mal, denn seit dem 23. September 2016 sitzt er in Untersuchungshaft.

medimops

das wertvoller ist als das Leben selbst…

dieser satz regt mich zum nachdenken an. ich weiß nicht, ob ich für mich eine antwort darauf finden werde. es wird eine lange zeit des nachdenkens geben…

wieder in haft – erhielt den geschwister scholl preis 2019

 

 

BIOTOP BAHNHOF IM NOVEMBER II …

INSGESAMT GESEHEN…

was für die königskerzen auf dem bahnhofs biotop gilt, gilt auch für die meisten anderen pflanzen – sie haben es einfach nicht geschafft. sogar der sommerflieder kapituliert, zwar versucht er mutig, wieder auszutreiben, wo es doch jetzt auf den winter zu geht, doch ganze büsche sehen aus, als wären sie verbrannt. vielleicht ist das vertrocknen ja dem verbrennen ähnlich.

BIOTOP BAHNHOF – im NOVEMBER…

FEHLGESCHLAGEN…

das kann ich jetzt im november sagen – die königskerzen haben es nicht geschafft. sie sagen es selbst und statt zu jammern, geben sie, was ihnen noch bleibt – KUNST. reine kunstwerke haben sie gezaubert, das muß ihnen erst mal jemand nachmachen. sie haben die haltung bewahrt. und so besuche ich sie als künstlerin und betrachte sie als das, was sie sind. sie verkörpern für mich die stärke der natur – sie gestalten sich aus ihrer lage heraus einfach neu. und ich bewundere sie in dieser neuen form.

 

 

FRAUNHOFER NEUBAU …

AN EINEM TRÜBEN TAG…

das mittige grüngehaltene ist das ganze FRAUNHOFER GELÄNDE – mit großem parkplatz – da wo die bäume eingezeichnet sind – und noch platz für ein kleines pärkli – das ist löblich…

der platz für das kleine pärkli – er ist vorhanden – klein und hoffentlich dann fein…

hier gehts um die kurve und ist die vorderansicht.

der himmel hat sich zugezogen, trüb ist es und wirklich kein gutes fotowetter. das wirkt sich auf meine begeisterung aus und sufian scheint auch nicht gerade lustig, mich übers gelände zu führen. machen wir das beste daraus. durch schlamm und pfützen, meine lieblinge, staksele ich und schaue mich um. die gebäude sind mittlerweile so hoch, dass von unten keine so guten motive sichtbar sind.

hier und da ein gespräch mit den bauarbeitern. a kommt aus bebra und spielt mit endloslangen plastikschlangen. da kommen später leitungen rein und gehen quer durchs gelände. a ist jung und agil und es scheint ihm fast spaß zu machen. gut so…

die auswahl der fotos ist immer noch mal ein vertiefen der eindrücke. ich hatte den eindruck, als hätte ich nicht viel fotografiert – das graue hat mich irritiert – und dann finde ich doch mehr, als ich erwartet habe. ich werde es also, ob der menge, in zwei sequenzen aufteilen, die gehören aber zusammen

als ich mit fotografieren fertig bin, ziehen am nördlichen himmel wunderbare wolkenbänder auf und vom süden her scheint sogar die sonne. allerdings keine lange strecke und für ein wiederholen zu kurz.

FERDINAND VON REITZENSTEIN…

ZUM GEDENKEN 11. NOVEMBER…

DER TON AUS DER TIEFE…

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eines nach dem anderen der herbstbilder stellt ferdinand von reitzenstein für mich zum fotografieren auf.
bei diesem bild sagt er – wie beiläufig – DER TON AUS DER TIEFE.
ich bin so ergriffen. vielleicht stelle ich den TON mit dem LICHT gleich.
das LICHT, das nur im dunkel sichtbar wird und der TON als die begleitende ergänzung, obwohl es die nicht braucht. die tage, die noch kurze zeit dunkler werden und das ersehnte licht – in jedem jahr und immer wieder, die verlässlichkeit in diesem rhythmus tröstet uns nur wenig. schlecht halten wir sie aus, diese dunkle jahreszeit.

ferdinand von reitzenstein nimmt diese botschaft früher wahr als sich hineinfühlender maler, früher als wir. den jahreskreislauf, den er malend und zeichnend lebenslang beobachtete und studierte, hat er tief in sich hineingenommen. so ist für ihn im winter ein bisschen frühling und im sommer ein wenig herbst. nach seinen bildern zu urteilen, muss er sie lieben, die jahreszeiten, die eine wie die andere. so sehr nimmt er das gesehene in sich auf, dass er wie ein klavierspieler, der die noten im kopf hat und ‚auswendig’ sein konzert spielen kann, die bilder (eben ‚auswendig’) auf die leinwand bringen kann.

ferdinand von reitzenstein geht auf die 80 zu. die tage verbringt er malend und mit freude. und wenn er sie mit begeisterung zeigt, denke ich, dass er
ein glücklicher mensch sein muss.

FERDINAND starb vor 6 jahren

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INA KOMMT…

NUN NICHT MEHR…

jetzt kann ich nicht mehr erkennen, wann und wie ina kommt.
ROSA – das war ihr erkennungszeichen. räder und frontscheibe
verziert mit rosa farbe, eine tolle idee in den tristen baubetrieb.
gleich konnte man erkennen, wenn ihr betonmischer in die baustelle einfuhr.
und freudig wurde sie begrüßt.


nun ist nix mehr dergleichen. einem herrn von der betonfirma gefiel das nicht,
aus was für gründen auch immer, und ina mußte ihr fahrzeug allen anderen
wieder angleichen, indem sie die farbe entfernte.
da sind wir wieder – gleichmache, nur nicht aus der reihe tanzen. dabei übt die junge generation auf den straßen dieser welt gerade das ungehorsamsein.
ina ist die einzige frau auf dem gelände – da kann sich ungehorsam nicht leisten.
schön war dieser farbklecks und fantasievoll. nun sind wieder alle gleich. obs den
betonfirmaherrn zufriedenstellt. vielleicht überlegt er es sich ja noch einmal – mir würde das gefallen, und die bauarbeiter könnten IHRE LADY wieder gebührend begrüssen…

WILHELMSTHAL – II…

N E B E L . . .

nebel

matte spuren zeichnend
mit gewaltiger sanftheit
meinem herzen näher noch
als frühling oder sommer gar
alle grobheit verhüllend
wie schützende hände
in kindertagen
nicht das ferne
und weite zeichnend
nur das jetzt und hier
angekommen
oder lauter letzte tage

rosadora

WILHELMSTHAL – I…

JETZT MUSST DU WISSEN DAS ZAUBERWORT…

und unter blättern
wo die tiefe beginnt
wo es ganz heimlich
und leise sinnt
klingen noch lieder
von altersher
singen und schwingen
zu uns her
entrücken uns
mit ihren klängen
halten uns fest
in ihren fängen
jetzt mußt du wissen
das zauberwort
das stumm dich trägt
an andern ort
wo träume
kein traum sind
wo worte
nicht zählen
wo alles
nur schaum ist
du kannst es
wählen…….

aus rosadora MEIN SCHAUKELHERZ
UND UNTER BLÄTTERN…