ZUM THEMA KRIEG UND FRIEDEN…

aus einer rede von ETEL ADNAN

 

 

 

 

 

 

„…Doch trotz der furchtbaren menschlichen Tragödien, die ich erlebt habe, trotz der immensen Probleme, vor denen die Menschheit und der Planet Erde stehen, bin ich zuversichtlich, dass sich mit jedem Neugeborenen auch die Welt erneuert. Ich habe Menschen Höllenqualen leiden sehen, um das Leben nur einen Tag zu verlängern … und die Sonne scheint verschwenderisch für alle, die sich von ihr wärmen lassen. Und darum lasst uns Feuer fangen für das Hier und Jetzt und uns in die Zukunft verlieben! Seien wir ehrlich: Wir können uns freuen. Wir müssen das Glück nur wollen. Ein Stück Brot und ein Glas Wasser könnten … nein: sind ein wahres Festmahl! Lasst uns einen Moment lang einfach glücklich sein.“

WENN DIE WELT DICH RUFT…

Wenn die Welt dich ruft…

Wenn die Welt dich ruft, musst du gehen. Tief hinein musst du gehen in die Welt. Dich verabschieden von weichen Polstern und heimischen Gepflogenheiten. Hast du ihn vernommen, den Ruf, so musst du folgen. Es gibt kein Entweichen. Du musst die Beine nehmen, am besten in die Hand, und rennen. Es wird dich treiben von einem Ort zum anderen, so sehr treiben, dass du am Schluss nicht mehr weißt, wo du gewesen bist. Ein Innehalten wäre nicht gerechtfertigt. Es ruft dich ja. Wenn du innehälst, entfernt sich der Ruf von dir, bis du ihn dann vielleicht nie mehr hörst.

Zu hören, dass die Welt dich ruft, ist eine Gnade, ist ein Fluch. Es hängt von deiner Entscheidung ab, ob du am Rufen erkennen kannst, dass die Welt dich meint, oder ob sie nur zufällig bei dir vorbei gekommen ist, sie eigentlich immer ruft und jeden. Das Grösste wäre, sie hätte einen Auftrag für dich, einen den du erfüllen kannst. Sicher könnte das eine andere auch. Das willst du aber nicht wahrhaben. Ich meine, dass du ersetzbar bist und bleibst – bei all deiner Einmaligkeit, die auch im Gespräch bleiben muss.

Es ist ein gutes Gefühl gerufen zu werden. Daher liegst du ständig auf der Lauer, um das Rufen zu hören. Hinausgehen in die Welt. Das würdest du gern, die anderen hinter dir lassen. Du brauchtest nicht zu erklären, dass der Auftrag gar nicht so wichtig war, und du gut auf deinen Polstern hättest bleiben können. Aber das wäre nicht so bedeutsam.

Man wird dich fragen, was machst du denn in der Welt. Und du müsstest überlegen, wieso Welt. Ich sitze hier und halte die Fäden in den Händen. Und du weisst deinen Auftrag dann nicht mehr so genau und müsstest überlegen, was dich veranlasst hat, ihn so wichtig zu finden. Es wird dir nichts einfallen, was deine Anwesenheit in der Welt rechtfertigt. Du wirst dir einreden, dass du gerade nach neuen Möglichkeiten suchst. Welche das sein könnten, weißt du nicht. Beim Hinterfragen kommst du dir selbst auf die Schliche. Davor hast du am meisten Angst. Du könntest erkennen, dass du, ob du dem Weltenruf folgst oder nicht, immer Dieselbe sein wirst. Dass du nur aus dir selbst bestehst und alles andere drumherum nur Atrappen. Noch dazu welche, die dir nicht immer angenehm sind, und die du nicht von dir schütteln kannst – so, wie du das manchmal möchtest.

Du kommst zu dem Schluss, dass augenblicklich eine günstige Gelegenheit ist, dich umzuorientieren. Im Neuen Jahr würde es nicht so sehr auffallen, dass du etwas ganz anderes machst.

Das Jahr läuft säuselnd an. Vor Ostern ist kein Familienfest mehr, wo du dich vielleicht erklären müsstest, und in den Osterferien, die du dann bei deinen neuen Tätigkeiten haben wirst, wie viele andere, bist du ohnehin nicht zugegen. Wären also Sommer und Herbst. Da entwickeln die Menschen so viele Freizeitaktivitäten, dass sie an dich keinen Gedanken verschwenden, wenn du sie nicht offiziell einlädtst. Aber wozu. es gibt ja keinen Anlass. Und an Weihnachten sind die pompösesten Geschenke Mittel-punkt und nicht, was du tust. Also, du wagst es.
Bis du ihnen wieder begegnest, wirst du dann so viel von deinem Neuerworbenen zu erzählen haben, dass die Fragen nach dem Warum und Wieso ausbleiben.

rosadora

FÜR DEN FRIEDEN…

ES SOLL FRIEDEN GEBEN – JETZT GLEICH UND FÜR IMMER…

michael schmidt-salomon brachte es mal wieder auf den punkt in seinem vortrag
KEINE MACHT DEN DOOFEN! gerade in diesen kritischen zeiten wird es sichtbar und deutlich, dass die menschen, nicht fähig sind umzudenken, und ihren eigenen vorteil im kopf haben und nur den.
„Finanzakrobaten, die mit Milliarden jonglieren, aber das kleine Einmaleins nicht beherrschen. Politiker, für die nur Stimmen zählen – statt Argumente. Religiöse Fanatiker, die uns mit modernsten Waffen ins Mittelalter zurückbomben wollen: Hinter der globalen Misere steckt, so Schmidt-Salomon in seiner mitreißenden Streitschrift, eine einzigartige, weltumspannende Riesenblödheit. Ein Aufruf zum Widerstand gegen den Irrsinn unserer Zeit.“
Zur Website des Autors: www.keine-macht-den-doofen.de

schmidt-salomon spricht von SCHWARMDUMMHEIT, DER TORHEIT DER REGIERENDEN, nennt sie POLITIOTEN und HOMO DEMENZ.
jeder seiner gemachten äußerungen könnte ich zustimmen.
aber es geht natürlich darum, das eigene zu betrachten und zurechtzurücken.

die bundeswehr für zig-milliarden aufzurüsten, waffen zur verfügung zu stellen heißt eindeutig, sie auch einsetzen zu wollen heißt KRIEG.
und WIR WOLLEN FRIEDEN.
als mein jüngster sohn in die schule kam, hatte es ein knabe auf ihn abgesehen und verfolgte ihn bis nachhause mit einem stock. das war das einzige mal, wo ich geraten habe, hab mich so gut ich konnte rausgehalten aus den angelegenheiten meiner knaben. mein rat, diesem streitsüchtigen die freundschaft anzubieten und zum essen bei uns einzuladen.
am nächsten schultag brachte er den streithahn mit und stellte ihn mir als seinen freund vor. soweit hats geklappt. die geschichte will ich nicht weiter ausmalen.

aber die hand reichen ist das eine – bombenwerfen eine ganz andere. das ist nicht nur zerstörerisch, sondern unmenschlich und die niederträchtigste art zu reagieren, zu der nur menschen fähig sind.
ich schäme mich, ein mensch zu sein, sag ich daher mit michael schmidt-salomo.


foto: rosadora

FRAUENTAG 2022…

UND TODESTAG ANNA ELISABETH, MEINE MUTTER…

immer denke ich, dass sie sich diesen tag ausgesucht hat, um zu gehen, hat den grund, dass sie von vielen frauen begleitet nun ihren weg gehen konnte. ich sehe sie eingereiht und somit nicht allein – das beruhigt mich.
im krieg hatte sie soooo viele fähigkeiten entwickelt, vom schuhe machen bis wändestreichen, von denen ich profitiert habe. auch, dass sie etwas nicht könne, fällt mir nicht ein. mit fast 90 noch sagte sie zu mir, als ich mir nicht mehr zutraute meine wände zu streichen, ich helfe dir. nie habe ich sie sagen hören – das kann ich nicht. sie reparierte sogar elektrische steckdosen, wobei sie einmal einen schlag erhielt. aber das hielt sie nicht ab.
bis zu ihrem 90sten lebte sie noch 10 jahre allein in ihrem haus und erledigte alles selbst, deckte den tisch, wenn ich kam, und gab vor, dass es ihr gut gehe. nur ihren ehemann hat sie nicht abschütteln können. wovon, bitte, hätte sie denn dann leben sollen. aber nachdem er starb machte sie es sich noch ein paar jahre schön, ging tanzen und zur gymnastik, kleidete sich jede woche neu ein, denn jetzt hatte sie ja endlich eigenes geld.
dabei war sie vor dem krieg und vor der heirat eine frau, die eine ausbildung gemacht hatte als weissnäherin und sollte sogar das geschäft übernehmen, dieweil die inhaber/in keine eigenen kinder hatte. sie war also spitze, in dem, was sie tat. der krieg machte alles zunichte.
auch ihre mutter, emilie löffelholz, war schon in arbeit – war eigenständige büglerin und machte den fehler, mit 40 einen schneidermeister mit 4 erwachsenen kindern zu heiraten und bekam selbst auch noch zwei kinder. eben meine mutter, anna elisabeth und joseph, den sie bubi nannte, den jüngeren, der mit 19 im krieg fiel, was sie ein lebenlang nicht verkraften konnte.
also vonwegen 1970 durften die frauen erst arbeiten, nur wenn es ihr ehemann erlaubte. das ist verzerrung der geschichte. auch ich habe 1954 eine lehre als kaufmännische angestellte absolviert und nicht den vater fragen müssen. der hatte mir sogar die stelle vermittelt, weil er als kfz.mechaniker ´beziehungen´ hatte zum DAT. zwar haben die frauen derzeit weniger als männer verdient – aber das tun sie ja heute immer noch. sonst müßten die kindergärtnerinnen ja heute nicht streiken für mehr lohn!!!
also, was haben die frauen erreicht? sie werden es nie wirklich erreichen, weil ein großteil, so auch meine 89jährige bekannte, einen mann sucht, die sie ernährt. himmelzwirnund…
schafft den frauentag ab und geht in die offensive, geht und lernt das fraueneinmaleins – voll und ganz. amen.
rosadora

NIE WIEDER KRIEG…

NIRGENDS AUF DER WELT…

 

 

 

 

 

 

 

 

keine katastrophe ist so zerstörend, wie ein krieg – weil menschengemacht.
nie wieder möchte ich einen krieg erleben. der zweite weltkrieg dauerte SIEBEN JAHRE. und nach einem krieg ist das elend ja noch nicht vorbei.
Putins Schreckenswaffen: die vakuumwaffen – TOS-Raketenwerfer –
vernichten auf einen schlag mehr als je alle waffen im 2. weltkrieg. und er spricht von atombomben, die er einsetzen will.
das wäre das totale ende – auch unseres…
ich verzweifle daran, dass es niemanden gibt, der diesem irren, anders kann ich ihn nicht sehen, diesem irren einhalt gebietet.
bei hitler ist der plan daneben gegangen – aber heutzutage gibt es doch andere mittel und wege. ihn wegzusperren wäre keine lösung, denn er hat genug helfershelfer, die seiner meinung sind.
also strengt eure köpfe an – tut, was getan werden muß…
KEIN KRIEG – NIE WIEDER!!!!!!!!

SCHLUSSLIED DER AGAVE – KAKTEENHAUS

BOTANISCHER GARTEN KASSEL…

heute sehe ich ihn zum ersten mal – den verwaisten platz von der AGAVE mit der ganz besonderen geschichte. all die jahre gab sie immer wieder ein besonderes bild, für das ich sie bewunderte.
die nun ersatzweise und wie zum trost den platz besetzenden verschiedenen kleineren agavenarten füllen den ort auf keine weise. auch wenn zwei sich mit wunderschönen blüten schmücken ist das nicht zu erreichen.
nie werden sie die aufmerksamkeit und berühmtheit der alten agave – schon von ihrer anlage und größe her – nicht herstellen können.
blühen hat seine zeit und welken hat seine zeit. bei den pflanzen ist das blühen der höhepunkt, aber auch die endzeit. viele werfen dann noch schnell ihre samen in die gegend – damit alles wieder anfangen kann.
nach der agave fängt auch für mich eine neue zeit an.

24. februar 2022

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

27. august 2021

 

 

 

 

 

 

 

 

 

märz 2011

EINE WUNDERBARE GESCHICHTE…

PARKPLATZ FÜR DICH…

ich hatte mir ein taxi bestellt und wollte ins wohnstift am weinberg, wo magdalena ihren 99.sten geburtstag feierte.
das taxi kam eine viertel stunde zu früh und ich war noch nicht fertig. ich bat zu warten. das tat der fahrer erst auch, doch als ich nach unten kam, war er verschwunden. und ich wollte zur geburtstagsfeier…
mein eigenes auto stand vor der tür. ich war lange monate nicht gefahren, weil ich es mir nicht zutraute wegen meiner beine und den vielen tabletten, die ich tagtäglich nehmen muß. also, das taxi war weg und ich – kurz entschlossen – sprang in mein auto und rauschte davon. nein, es war nichts mit rauschen, aber es ging ausgesprochen gut und ich war fast überrascht.
am wohnstift am weinberg fuhr ich bis zum eingang und suchte einen parkplatz. da war aber keiner, doch ein arbeiter sperrte gerade einen teil der strasse ab. als er mich sah, winkte er mir zu und wies mir einen parkplatz innerhalb der absperrung zu, winkte mich noch ein und regelte die absperrung, so dass ich später wieder los konnte.
ich war überrascht über soviel freundlichkeit und verwickelte ihn in ein gespräch. da war er überrascht und das gespräch dauerte an und wir tauschten einige informationen. und zum schluß noch, dass er ein haus gekauft hatte in ….
darauf war er sehr stolz.
danach führte er mich noch bis zum eingang und weiter bis zur rezeption und verschwand. danke, danke, danke rief ich ihm noch nach. ich kam mir vor, als hätte ich geburtstag und fühlte mich reich beschenkt.

rosadora
24. febr. 2022

ZUM 99.STEN – MAGDALENA…


MAGDALENAS GEBURTSTAGSFEIER 23. FEBRUAR 2022
NEUNUNDNEUNZIGSTER

es war eine kleine bescheidene feier bei kaffe und kuchen und zum schluß ein gläschen wein – wer möchte. nach 2 stunden war die feier vorbei…

ich hatte hundertschaften erwartet und den oberbürgermeister dazu. aber offensichtlich sind 99 jahre nichts besonderes mehr, wo andere 106 werden.

für magdalena schien es auch nichts besonderes zu sein, und auf den wunsch, dass sie den hundertsten auch noch schaffen werde und wir alle wieder bei ihr sein würden, äußerte sie bedenken – na, ob ich das schaffe…

die tafel teilte sich in zwei hälften – die eine die hausbewohnerinnen und am anderen ende außerhäusige – drei vom botanischen garten, zwei vom hess. waldeckschen gebirgsverein. die außerhäusigen hatten das wort und unterdrückten etwas die stimmen der hausbewohnerinnen.
magdalena – ich konnte bemerken, wie sie den erinnerungen und ihrer tätigkeit im botanischen garten noch anhing. dieter, der kakteenfreund, sagte, du weißt besser bescheid als ich über das, was sich da tut.

23. märz 2022 – MAGDALENAS 99STER GEBURTSTAG…

99 – EINE STARKE ZAHL…

LAUDATIO:

LIEBE MAGDALENA

herzlichen glückwunsch zu deinem ganze besonderen geburtstag.
neunundneunzig – das ist eine wirklich starke zahl.
wie du das geschafft hast, habe ich ein gutes stück miterleben dürfen.
was die menschen ihr leben nennen, hattest du da schon hinter dir.

aber dir fiel gar nicht ein in den ruhestand zu treten. da fing dein ganz persönliches leben erst richtig an.
blumen umgaben dich, haben dir nicht nur zugewunken, sondern dich auch becirct und betört – all die jahre. du hast zurück gewunken und ihnen beteuert, ihnen immer treu beizustehen. in deinem bauerngarten im botanischen garten war das auch verdammt viel arbeit.
und danach, wo andere die leine reißen, hast du dich sogar noch mit den kakteen angefreundet, hast sie nicht nur bewacht, sondern dir auch noch kakteenwissen angeeignet.
du hast die menschen – die jungen und die alten – in gespräche verwickelt und ihr interesse für diese stacheligen geschöpfe, ja es sind geschöpfe, geweckt.
du hast mir viel aus deinem leben erzählt – es klang nicht nach fülle und völlerei und dennoch war es dein leben.
all die jahre habe ich dich bewundert für deine allzeit offene und liebevolle art. mal blaumachen, wie das andere oft tun, war für dich undenkbar. du warst und bist die zuverlässlichkeit in person, auf dich war und ist verlass. das ist heute eine seltengewordene art und weise.

auch zu dir selbst bist du streng und verlangst dir viel ab. die füsse hochgelegt und es dir bequem gemacht hast du nie. hast dich nicht bedienen lassen und sogar noch selbst gekocht in einem heim, wo dir dein essen hätte vorgesetzt werden können. nein, vorspeise, hauptspeise und nachtisch bereitest du dir tagtäglich selbst – wie ich dich dafür bewundere.

aber diese disziplin und bescheidenheit sind es, welche dir den weg in die neunundneunzig geöffnet haben…
nun nimm auch noch die hundert. ich wünsche dir, dass du gesund und guter dinge hineinspazierst.
chapeau und – du machst das schon auf deine A R T .
rosadora