K E N N E N. . .

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Viele kennen mein Lachen,
aber keiner weiss, was ich fühle….
Viele hören was ich sage,
doch keiner weiss, was ich denke…
Viele sehen was ich schreibe, doch keiner weiss,
was sich dahinter verbirgt….
Viele sagen sie kennen mich,
dabei wissen sie nur wie ich aussehe……..!!!!!!!
…..
(Quelle unbekannt)
gefunden in dorosgedankenduene

HERBSTFINDLINGE…

das licht verändert die dinge, die wir sehen.
mal ist eine hexe da, mal ist keine hexe da,
manchmal sind viele hexen da, aber das ist selten.
die knorrigen alten äste sind nicht nur äste.
so manche gestalt verbirgt sich in ihnen.
es gilt sie zu finden, noch schwerer, sie zu benennen
und viel, viel schwerer noch, die geschichten dazu
zu hören.
heute war der urwald sehr belebt – in jeder weise…

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WINTERTRÄUME…

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Ein Grashalm sagte zu einem Blatt vom Herbst:
„Du machst solchen Lärm, wenn Du fällst!
Du störst meine Winterträume.“
Das Blatt antwortete ungehalten:
„Du bist von niedriger Herkunft und
hast dich nie über deine Niedrigkeit erhoben,
griesgrämiges, stummes Ding.
Du lebst nicht in den höheren Sphären
und hast von Musik keine Ahnung.“

Dann legte sich das Blatt auf die Erde und schlief ein.
Als der Frühling kam, erwachte es wieder –
und war ein Grashalm.
Als es Herbst wurde, die Zeit für den Winterschlaf nahte
und in den Lüften die Blätter fielen, murmelte es:
„O diese Blätter im Herbst!
Sie machen so einen Lärm!
Sie stören meine Winterträume.“

Kahlil Gibran (1883-1931)

ES SIND NOCH LIEDER ZU SINGEN…

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fadensonnen
über der grauschwarzen ödnis.
ein baum –
hoher gedanke
greift sich den lichtton:
es sind noch lieder zu singen
jenseits der menschen.

paul celan

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aber hören wir denn,
wie der baum sich entfaltet,
der junge…?
und immer war einer,
der sagte,
die sonne geht unter.
und immer war einer,
der sagte,
fürchtet euch nicht.

aus:
marie luise kaschnitz – fürchtet euch nicht

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FRIEDWALD im reinhardswald bei kassel