
vielleicht
wenn die sterne
zu laufen begännen
und die menschen
an den himmel
verbannt wären
würden sie
das leuchten
der erde begreifen
und feststellen
was ihnen
entgangen ist
rosadora

vielleicht
wenn die sterne
zu laufen begännen
und die menschen
an den himmel
verbannt wären
würden sie
das leuchten
der erde begreifen
und feststellen
was ihnen
entgangen ist
rosadora

die welt
wandert aus
in ein zukünftiges
du bleibst zurück
sortierst
dein leben
wort für wort
die lösung
will nicht erscheinen
alle bedeutenden worte
bestehn aus wenigen
buchstaben
leben
liebe
tod
rosadora

in der wortebene
das gras wachsen hören
nach den schafen suchen
die müssen hier
doch sein
gehörtes gesehenes
hinein nehmen
in die sehnsucht
nach vollkommenheit
rosadora
nein, nicht aschermittwoch, frauentag, 100 jahre und nichts los…
nicht gefeiert, nicht gefetet, nicht getanzt.
war wohl auf der falschen veeranstaltung, naja…




die forderungen clara zetkins sind noch immer nicht erfüllt.
die vielen wiederholungen machen müde, aber nachlassen wäre nicht der richtige weg.
wir können uns brot und rosen kaufen – andere können das noch lange nicht.
viele frauen nutzen die errungenschaften der letzten jahre, ohne sich bewusst zu machen, was ihnen heute alles möglich ist.
was fehlt ist das bewusstmachen dessen, was es bedeutet, als frau bis in alle einzelheiten akzeptiert zu werden.
frauen gegen gewalt heisst das diesjährige motto zum 100sten frauentag.
neben rosen und brot, sinnbildlich gesprochen, findet gewalt auch in der sprache statt. da liegt einiges im argen. wenn die frauen das nicht herausspüren und ihnen der sprachausdruck egal ist, fehlt auch das gespür für viele andere zwischenmenschliche bewegungen. (als frau in der männlichen form angesprochen zu werden).
fernsehen und prommmis sind da leider kein vorbild.
das hinterherhecheln um schönheitsidolen gleich zu sein, ist eine ziemlich unterwürfige art.
ich wills nicht ausdehnen. im argen liegt vieles. es gilt aufmerksam zu sein, um nicht
sogar errungenes wieder zu verlieren…
rosen zum rosenmontag,
lasst uns feiern, lasst uns tanzen,
rosadora

alles ganz einfach
das blaue schon blau
die sprache noch stumm
die zeichen auf null
dem flug nichts im wege
schamlos der tag
gegenüber dem leben
über allem das licht
rosadora

mein urwaldpferd
hat es sich gemütlich gemacht
es wartet auf mich
ich lege mich dazu
wir ruhen eine weile
gemütlich
da unter den bäumen
finden
dass uns
das blattrauschen fehlt
wir üben uns
in geduld
der lenz
streckt den kopf um die ecke
hallo du
schön dass du kommst


etwas so oder so sehen
den spielraum
der tausend möglichkeiten lassen
was gestern gelb war
ist heute rot
neu schauen
wieder und wieder
die dinge
sind nicht so
wie sie sind
sie sind auch ganz anders


FANTASIE IST WICHTIGER ALS WISSEN,
DENN WISSEN IST BEGRENZT.
albert einstein

die gräser
spitzen die ohren
singdrosseln
am frühen morgen
baumhoch das blau
winterkorn
leckt die sonne
schneereste
im graben
im urwald
der tanz der bäume
tanzend gehe ich
in den tag



20 minuten später und ein paar kilometer weiter dann dies:


