‚ZUM HIMMEL HOCH – DER WELT ENTGEGEN’…

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im wasser spiegelt sich der himmel – wird doppelt.
energie ist deutlich spürbar. sie durchdringt mich ohne grosse anstrengung.
die transzendente anbindung gelingt wie sebstverständlich.
‚der mensch braucht himmel, höhe und horizont’. diese weite weitet mein herz, meinen verstand, meine begeisterung. alles hat platz unter diesem himmel.
ein einziger tag gräbt sich tief in mein gedächtnis, in mein wohlbefinden… Continue reading

IM SPIEGEL DER BÄCHE…

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du nahmst dir alle sterne über meinem herzen –
immer tust du das, was mich aufschauen lässt, mein leben zu müden.

ich kann den abend nicht mehr über die hecke tragen –
im spiegel der bäche finde ich mein bild nicht mehr.

mein herz geht langsam unter,
ich weiss nicht wo…

else lasker-schüler

UNSICHTBARES SEIN . . .

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dieses unsichtbare sein, das wir tod nennen – macht es uns nicht deshalb angst, weil es sich unseren vorstellungen entzieht, weil unsere vorstellungen nicht ausreichen für eine ewigkeit, in die wir einzugehen hoffen? und geht unsere sehnen nicht trotz unserer ängste dahin, endlich eins zu werden mit dem weltall, mit einer weltenseele, die wir annehmen, und der sich alles erschliesst und unserem nichtwissen ein ende bereitet?
diesem unsichtbaren sein, dessen wesen unzerstörbar und unvergänglich ist, gehörten wir ihm nicht zu von anbeginn, bevor wir in diese welt hineigeboren wurden – und also auch über diese kleine zeitspanne unseres lebens hinaus? Continue reading

KLAGE UND TRAUER . . .

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sicher sind klage und trauer nicht dasselbe.
vielleicht gilt auch zu unterscheiden, dass es so etwas wie eine tradition gibt (klageweiber), in der man lebt und eine persönliche ebene, die auch wichtig ist. jemand der / eine die in der tradition lebt und mit ihr, wird diese vielleicht nicht hinterfragen, um etwas eigenes herauszufinden. tradition kann bequem sein oder lästig, jenachdem. ein trauerjahr – trauerkleider. die lebenden tun es für sich, die toten erfahren es selbst nicht mehr. Continue reading

A L T W E R D E N . . .

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„Wir leben das Leben besser, wenn wir es so leben, wie es ist: nämlich befristet. Dann spielt auch die Dauer der Frist keine Rolle, da alles sich an der Ewigkeit misst.“ (P. Noll)

vielleicht ist der satz von peter noll besser zu denken und leichter auszuhalten, wenn es eine frist ist, die durch krankheit sich nicht mehr in jahren messen lässt.
das alter hat kein benennbares ende und die tatsache, dass das ende noch ferne sein kann, lässt eine gewisse ungeduld und unruhe aufkommen. es kann morgen sein, oder erst in jahren. dass es ein letzter sommer, ein letzter grösserer urlaub gewesen sein könnte, fällt mir immer mal wieder ein. Continue reading

Z A U B E R S C H W E S T E R N . . .

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Zwiefach sind die Phantasien,
Sind ein Zauberschwesternpaar,
Sie erscheinen, singen, fliehen
Wesenlos und wunderbar.
Eine ist die himmelblaue,
Die uns froh entgegenlacht,
Doch die andre ist die graue,
Welche angst und bange macht.
Jene singt von lauter Rosen,
Singt von Liebe und Genuß;
Diese stürzt den Hoffnungslosen
Von der Brücke in den Fluß.

Wilhelm Busch