THE LIVING PYRAMID
IM NORDSTADTPARK von AGNES DENES…
hier boomt das leben – ist mein erster eindruck. eine kindergruppe grabbelt durch den bach. auf steinen und stufen kann man auf die andere seite gelangen. eine gute idee. anke ist mit den kindern hier. sie will den kindern ein bisschen documentagefühl vermitteln.
sie kommen aus dem kinderkunsthaus in der hafenstrasse und werkeln auch selbst kleine kunstwerke. ich bin neugierig und werde sie mir demnächst anschaun – die kinderkunstwerke.
kindern zu vermitteln, was kunst ist, ist irgendwie nicht nötig. sie haben noch die ursprüngliche fantasie, wenn man sie nur läßt und ihnen genug möglichkeiten und freiraum läßt.
‘… In den Kindern spiegelt sich das Wesen (des Schauspielers) am reinsten wieder. Ihre Aufnahmefähigkeit ist beispiellos, und der Drang zu gestalten, der sich in ihren Spielen kundgibt, ist unbezähmbar und wahrhaft schöpferisch. Sie wollen die Welt noch einmal selbst entdecken, selbst erschaffen. Sie sträuben sich instinktiv dagegen, die Welt durch Belehrung in sich aufzunehmen. Sie wollen sich nicht mit Erfahrungen anderer vollstopfen…‘
aus: rede über einen schauspieler
von: MAX REINHARD (1928)
so, nun bin ich bei den menschen gelandet. leicht machen sie es mir, weil sie so aufgeschlossen sind.
dagegen das angehende kunstwerk gibt mir keinerlei inspiration. es soll – die soziale Struktur widerspiegeln – was immer das heißen soll. langweilig und unbeachtet steht es da in diesem park, der es eigentlich nicht braucht und wird auch mit bepflanzung nicht zur belebung beitragen. die untere etage etwas höher und mit der bereitstellung eines café- und spielraumes hätte es gute chancen – aber so. eine frau mit ihren zwei großen hunden – afghane und windhund – gibt die befürchtung ein, dass es aus holz sei würde zum zündeln anregen. jaja so sind die menschen hier. na, warten wirs ab.


außer dem münzapparat ist alles dran an der MÜHLE DES BLUTES in der karlsaue von josé antonio vega macotela aus mexico. nächste woche mittwoch bringt ihn der künstler persönlich vorbei. ob er damit auch schon die mühle ingang setzen wird – schon mal ausprobiert. daß er daran seit 2010 gearbeitet hat – naja.






















erst komme ich mit h. ins gespräch, er ist designer, hat hier an der uni studiert – und dann mit arash shahali und hannes benn. sie unterstützen die d14 und das sieht gut aus.
hier war bis vor kurzem die firma LEDER MEID. die räume bergen erinnerungen tiefster art. hier hat mir anna elisabeth, meine mutter, einen ledermantel mit gewachsenem fell gekauft – zwei tage nach dem tod ihres mannes, meinem vater. sie sagte, das sei der schönste tag in ihrem leben. nun hatte sie eigenes geld, konnte damit machen, was sie wollte. den mantel hab ich so gut wie nie angehabt. in der schweiz hätten sie mich erschlagen. anna elisabeth war so glücklich, dass ich ihr den wunsch nicht abschlagen konnte…
der große helle raum hat schon jetzt eine gute atmosphäre, ist erfüllt von regen gesprächen und scherzen und lachen und voller hoffnung auf ein gutes gelingen der sicher einmaligen 100 documentatagen.
viel zu gucken gibts noch nicht am betonröhrenbau von HIWA K. ob er HAUS-RUCKER- CO. und der DOCUMENTAHALLE die schau stehlen kann, ist noch nicht abzuschätzen, solange er nicht in seiner vollen größe – 5 meter hoch – aufgetürmt ist.
