das licht
die sonne
die wolken

heute zeigt es mir die sonne deutlicher – es ist hochsommer. sie brennt mir aufs haupt – mein unbedecktes – und heizt den steinbruch auf zu einem backofen.
mir fehlt die gelassenheit von gestern – da meinte sie es noch gut mit mir.
ich gehe einen anderen weg, der nicht ganz so steil ist und an den rändern etwas schatten
hergibt. ich komme auf das platteau, wo früher ein kessel stand, den die steinfirma vergessen hatte, und der ein wunderbares kunstobjekt abgab. gern hätte ich noch ein paar einfälle mit ihm verwirklicht – nun ist die wirklichkeit eine andere. aber sie erfreut mich auch, weil der gesamte steinbruch nun freigeräumt ist von überbleibseln der firma – fahrzeuge, bagger und anderes mehr…

ein großes felsrund könnte einen ritualeplatz vermuten lassen. aber sie dienten wohl bloß dazu, die fahrzeuge nicht in den abgrund stürzen zu lassen.
schattenlos dieser platz und ich halte mich nicht lange auf. ich steige nun hinab zu der ersten etage, will noch danebengegangenes wiederholen – will filme wiederholen mit einer anderen kamera. das gelingt mir nicht – zuletzt deshalb – weil die sonne es übertreibt – alles verdreht. der splitsteinberg ist nicht mehr anthrazit sondern mausgrau. die baumreihe vom vortag am vormittag ist nicht mehr geheimnisvoll dunkelgrün – sondern verblasst wie eine ausgewaschene schürze. die horizontlinien nicht mehr verheißungsvoll von hinten angestrahlt – sondern frontal erwischt und simpel flach.
nichts ist wiederholbar – niemals ist es dasselbe mehr.
ich versuche so schnell wie möglich aus dem bruch heraus zu kommen – es ist einfach unerträglich heiß für mich. dann finde ich noch – etwas abseits – ein pendant zu meinem sarkophag von gestern. in der größe passt es dazu – ein blechrundbau mit steindach. ich suche noch nach einer eingebung, was es für mich sein könnte. jedenfalls freut es mich seine bekanntnschaft gemacht zu haben – auch wenn es wohl menschenwerk ist – ich hoffe kinderarbeit – eben kunst…










begeistert einen überblick über die diffizil zusammengetragenen beweisstücke – von fotos über scherben nach dem zweiten weltkrieg bis zu möbel aus den 60ger jahren, so z. b. ein federholzsessel von nikolaus bode.
eine umfangreiche sammlung ist da zusammen gekommen, macht neugierig, weckt erinnerungen, fügt neu zusammen.
am samstag nun endlich nach 6 baujahren die eröffnungsfeier für das publikum. um 14 uhr die rede von dr. kai füldner und den zuständigen bau- und verwaltungsmenschen. es ist und bleibt spannend.





















