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GEBURTSTAGSSTRAUS – 7. FEBRUAR 2015
wassermänner sind nicht in jedem fall verspielte ratze. es gibt spiele, die ich gar nicht mag, z. b. menschärgeredichnicht. sie müssen kreatives abverlangen, die spiele. fotos kann ich verwandeln in unvorstellbare dimensionen, was ich nicht immer tue, wenn ich sie zeigen will. alles lässt sich zum fotoobjekt machen – so ich will…
meinen geburtstagsstrauss bestaunte ich vom ersten tag an und tue es – nach 11 tagen immer noch. er war bunt und strahlte eine enorme energie aus. wenn er wollte, hätte er das zimmer platzen lassen können, oder mich in höchste höhen zu schleudern vermocht…
blumen sind von ihrem erscheinen bis zum vergehen wunderbar. der welkende strauss verfärbt sich und trifft die feinsten nuancen. was haben blumen, was wir nicht haben. mein wunsch, so schillernd sterben zu können, einen guten eindruck zu hinterlassen und lockern und wie selbstverständlich gehen zu können.

die begeisterung zog meinen spieldrang hinterher. ich fotografierte die schönsten farbverläufe und auch formen. dann machte ich die farbverläufe in unschärfen sichtbar, und das war nicht genug. im hdr-verfahren gab ich den winkenden, sich verabschiedenden noch einmal einen pepp drauf – das gefiel mir sehr.

nicht abwarten konnte ich, bis der strauss ganz dahin ist. aber ich werde weiterhin auf der lauer liegen und ihm noch einmal eine fotosession widmen…















im park wilhelmshöhe ist jeder atemzug einen taler wert, deshalb ist er nie verwaist. bei jedem wetter machen die kasseläner und kasseler ihren pflichtgesundheitsgang. und kommt die sonne heraus, ist ein gedränge wie auf der königstrasse.

bei mir war noch so viel rauhreif. den wollte ich hinterm herkules fotografieren. war aber nix. da schien die sonne. naja, hätte ja schlimmer kommen können. ein sonnenspaziergang – nichtgeplant – kann auch ganz schön sein. die leut hats hinausgetrieben – nicht gerade eine völkerwanderung, aber ein lauf mit begegnungen. und ich jammere noch dem reif hinterher, den hats ja nicht so häufig. aber ich bin einfach zu spät losgekommen – wie so oft…




