über sieben brücken musst du gehn…
immer mal wieder die richtung wechseln. die westtour bin ich noch nie gegangen, habe also wieder unbekannte wege vor mir. die mittagszeit ist günstig, da essen oder schlafen oder arbeiten die menschen. ich mags so menschenleer, da ist die landschaft intensiver, ich bekomme sie pur.
eine leichte eisdecke hier und da auf dem wasser verändert, gibt mir neue bilder. ich staune, was natur sich einfallen lässt – gewelltes eis – wie geronnen. mit sonne durch die wolken uns spiegeleis sind es dramatische einfälle.
es ist kalt – sagt einer, der an mir vorbeigeht – wo denn, frage ich. es ist 1 grad unter null und gut auszuhalten, wenn, ja wenn… immer dieses selbe denken, dass die menschen sich nicht wettergerecht anziehn.
vor allem ihren köpfen schenken sie nicht genug aufmerksamkeit – keine kopfbedeckung und da geht die meiste energie raus. aufhören…
die enten und gänse und schwäne sind da besser ausgestattet, sie tauchen unter und haben ihre freude dran.







im park wilhelmshöhe ist jeder atemzug einen taler wert, deshalb ist er nie verwaist. bei jedem wetter machen die kasseläner und kasseler ihren pflichtgesundheitsgang. und kommt die sonne heraus, ist ein gedränge wie auf der königstrasse.

bei mir war noch so viel rauhreif. den wollte ich hinterm herkules fotografieren. war aber nix. da schien die sonne. naja, hätte ja schlimmer kommen können. ein sonnenspaziergang – nichtgeplant – kann auch ganz schön sein. die leut hats hinausgetrieben – nicht gerade eine völkerwanderung, aber ein lauf mit begegnungen. und ich jammere noch dem reif hinterher, den hats ja nicht so häufig. aber ich bin einfach zu spät losgekommen – wie so oft…









erst das gelb