
baumspitzen gegen das blau des himmels…
bereit, bereit…

weiss im februarblau –
gewächshausantennen –
energie austauschend … Continue reading

baumspitzen gegen das blau des himmels…
bereit, bereit…

weiss im februarblau –
gewächshausantennen –
energie austauschend … Continue reading
kraniche über kassel – 22. februar – 18 uhr 20
sie bringen den frühling zurück – schon so bald.
ich vertraue ihnen, hoffe, dass sie sich nicht irren.
heute wars fast ‚lau‘. habe draussen gesessen und gegessen.
schon am 7. februar hörte ich sie, an meinem geburtstag.
aber es war schon dunkel und ich konnte nur die rufe hören und nicht
ausmachen, ob sie wegflogen oder schon zurück kamen.
kraniche zu sehen macht mir immer ein glücksgefühl. sie sind so starke
vögel und wissen so genau ihr ziel. wenn wir das doch auch wüssten.
es gibt den griechischen ‚gerano-tanz‘ – den kranichtanz – dem wunderbaren
tanzen der kraniche nachempfunden, wenn sie sich umwerben.
ich liege auf der lauer, wann denn die nächsten kommen werden.


der lauten wirklichkeit
den ton entziehen
der unwirklichen wirklichkeit
das nichts entgegensetzen
die ruhe, die stille
die innere wüste
im wüstensand glück empfinden
zum wüstensand werden
der neuen melodie lauschen
sandkorn an sandkorn
im licht der sonne

so spontan, wie mich dieser begriff ansprang, so spontan meine frage, was denn eigentlich unter ‚tosen’ zu verstehen sei.
im rechtschreibduden steht erklärend: ‚der tosende bach’.
was, bitteschön, hat mein ‚tosendes ich’ mit dem ‚tosen eines baches’ gemeinsam?
weshalb sprang mich dieser begriff spontan und mit so immenser sicherheit an, als müsse ich mit ihm, durch ihn, zu einer erweiterung meines bewusstseins gelangen? Continue reading
jüdischer friedhof niedenstein
DIE BESCHÄFTIGUNG MIT DEM TODE IST DIE WURZEL DER KULTUR.
Friedrich dürrenmatt
ich frage einen jungen mann nach dem friedhof. ‚da oben, wo das klinkerhaus steht. gleich neben dem haus ist ein pkw-einstellplatz.’ ob das tor abgeschlossen sei, oder ob ich durch die hecke klettern müsse. er lächelt. am friedhof entlang gehe ein kleiner weg, von da gäbe es bestimmt ein schlupfloch. da wären sie oft durchgeschlüpft. jedenfalls, als er ein kleiner junge war, und das sei schon eine weile her.
mein schlupfloch ist dann ein anderes. ich bin zu spät dran was das licht anbetrifft. die sonne neigt sich schon gegen nachmittag. ich denke, zu einer ersten kontaktaufnahme wird es reichen. die grabsteine sind am unteren ende des friedhofs platziert. (wenn unten da ist, wo der leichte berg etwas abfällt). der obere teil ist mit rasen bedeckt und leicht buckelig durch die gefrorenen erdhügel. Continue reading
BESEELTE ORTE

den kopf geneigt, den blick gesenkt – schon lange schaut er den menschen nicht mehr nach. als die götter ihm und seinem kollegen diesen platz zuwiesen, gab es hier noch keine menschen. und nun, da es menschen gibt, stellt er fest, dass sie das besondere dieses ortes nicht wahrnehmen. sie wissen nicht um die magie der steine, die wesen, die in den steinen schlummern und gleichzeitig hellwach sind. Continue reading

schläft ein lied in allen dingen,
die da träumen fort und fort,
und die welt hebt an zu singen,
triffst du nur das zauberwort.
joseph von eichendorff Continue reading
AM 4. JANUAR GEGEN 16 UHR 30

ich kann mir gar nicht vorstellen, woher diese tiere die energie nehmen so weit zu fliegen und dazu einen immerwährenden ton auszustossen. ich versuche die rufe zu imitieren und komme dabei in trance. anders scheint so eine anstrengung nicht zu bewältigen zu sein.