ALLE (R) HEILIGEN – HEILIGE ALLER…

DER 1. NOVEMBER IST DER TAG DER CAILEACH (KELTISCH)

CAILEACH ist die ‘WEISE Alte’. sie beeinflusst die jahreszeiten und das wetter. (sie ist die frau holle im märchen).
ihr symbol ist der kessel. die hexen sind die weisen frauen, die zu den anderwelten zutritt haben. in der nacht zum 1. november öffnen sich die grenzen und ein paar tage ist ein eifriges hin und her zwischen den lebenden und den toten.

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‚…DASS ICH EINS UND DOPPELT BIN?‘

GINKGO

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‚…ist es ein lebendig wesen,
das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, dich sich erlesen,
dass man sie als eines kennt?

solche fragen zu erwidern
fand ich wohl den rechten sinn.
fühlst du nicht an meinen liedern,
dass ich eins und doppelt bin?’

diese zeilen von johann wolfgang von goethe sind manchem bekannt.
das wiedererkennen verbindet. ein älterer mann spricht mich beim fotografieren der ginkgoblätter an. ‚kennen sie…’und er spricht das verslein daher. kopfnicken meinerseits und stilles verstehen, ‚ja, es ist mir bekannt, das goethe-gedicht.’ ein kleines gespräch entwickelt sich. wir stellen fest, dass wir nicht die geringste aussicht haben, nur halb so alt wie ein ginkgobaum zu werden… Continue reading

OKTOBERSONNENTAG IN DER AUE…

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ein sonnentag, wie man ihn sich im oktober nur wünschen kann. da wäre anzunehmen, dass das aue-restaurant überfüllt wäre mit sonnenhungrigen kaffeegästen.
in anbetracht der leeren stühle kommen mir fast die tränen. vermochte doch die documenta diesen mangel der kasseläner an kontaktfreudigkeit für 100 tage vergessen zu machen.
die ‚leere’ hat ja auch seinen wert. aber als ein ehepaar daher läuft und meckert: dass dieser ‚schrott’ auch schon längst hätte weg sein sollen und damit die hallen des auepavillions meint, kann ich’s mir nicht verkneifen und rufe hinterher, dass es doch eine ganz wunderbare documenta gewesen sei. der mann dreht sich zurück, unterlässt aber eine weitere bemerkung. Continue reading

IMMER SUCH ICH EIN BILD…

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bilder sind in unserem kopf. es ist das grösste bildarchiv, das es gibt. alles, was wir bewusst anschaun, und auch das, was wir sehen, sobald wir die augen öffnen ohne es wahrzunehmen, legt sich da hinein.
manchmal bleibt eines gegenwärtig, weil es eine besondere bedeutung gewonnen hat. wir können es nicht vergessen. sobald es die übliche sichtweise irritiert, ob positiv oder negativ, lässt es uns nicht mehr los. Continue reading

wenn die KRANICHE ziehn…

sonntag, 14. oktober 2007 – über den urwald, reinhardswald…

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eigentlich will ich den herbstlichen urwald im reinhardswald fotografieren, diesen uralten bäumen begegnen, diesen morbiden schönheiten. das ist schon glücksgefühl genug. aber zu allem überfliegen am frühen nachmittag kraniche in ihrer erstaunlichen formation den strahlend blauen himmel.
ich bin ganz erregt wie immer, wenn ich dies erlebe. und nur, weil ich weiss, dass sie fortfliegen, um den frühling wiederzuholen, stellt sich abschiedsschmerz nicht ein. es ist ein wiederbegegnen, ihr schreien klingt wie übermässig ausgedrückte freude darüber.

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kraniche gelten als sendboten des himmels, was auch immer das für uns und die einzelnen menschen bedeuten kann.
auch als glücksbringer sind sie unterwegs.