MUTTER DER BÄUME…

Friedensnobelpreisträgerin Maathai
„Mutter der Bäume“ ist tot

Die Kenianerin Wangari Maathai hatte für ihr Umwelt-Engagement 2004 als erste Afrikanerin den Friedensnobelpreis erhalten. Dank ihrer Grüngürtel-Bewegung wurden 30 Millionen Bäume gepflanzt. Sie galt als Symbolfigur der afrikanischen Frauenbewegung.

Wangari Maathai bei der Vergabe des Friedensnobelpreis im Jahr 2004 in Oslo

26. September 2011 2011-09-26 11:37:07
Die kenianische Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai ist tot: Die in ihrer Heimat als „Mutter der Bäume“ bekannte Umweltschützerin und Menschenrechtlerin erlag am Sonntagabend in Nairobi einem langjährigen Krebsleiden. Das teilte die von ihr gegründete Grüngürtel-Bewegung am Montag mit. Maathai wurde 71 Jahre alt.
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http://www.faz.net/artikel/C31325/friedensnobelpreistraegerin-maathai-mutter-der-baeume-ist-tot-30724117.html

PAPPELN RENNEN…

PAPPELN RENNEN DURCHS TAL
schlendert durchs Tal
ein Wind mit blauen
Haaren. er bläst

zum Auftritt der Farben.
bejubelt das Verschwinden
des Schnees.

fahnenschwingend
der Föhn. sein Lied
obertonig.

hellauf die Amsel.
sie holt was sie singt
aus der obersten Luft.

elsbeth maag

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danke, elsbeth, fürs gedicht…

wie ich sie rennen sehe
die pappeln
so eine freude

in bewegung gerät
was fest stand
und die oberste luft

sie spendet die lieder

schön, schön….
rosadora

elsbeth maag
ihr neues buch ist da – eben
PAPPELN RENNEN
edition isele kreuzlingen CH
ISBN 978-3-86142-524-3
Euro 12.95

HERBSTTAGE…

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Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.

Hebbel, Christian Friedrich (1813-1863)

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MORBIDE FREUDE…

ins morbide geglitten

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nach zweijährigem stand
die haltung bewahrt
ich messe die zeit
sie weilt und eilt

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im vergangenen jahr
die sonnenblumen strahlend
wind und sonne gegenüber
in diesem jahr
beispiel für vergänglichkeit

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ich liebe das blühen
ich bewundere das vergehen
und noch mehr
dass menschen diese verwandlung
nicht frühzeitig beenden

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LEBENSBÜCHER – EVA AEPPLI…

EVA AEPPLI
DIE LEBENSBÜCHER

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„…ihre ‹Lebensbücher› (‹Livres de Vie›)… 1954 – 2002
Seit über fünfzig Jahren gestaltet die Künstlerin eine Art Lebenstableau, indem sie sämtliche ihr wichtigen Dokumente in grossen Folianten sammelt. Ein höchst anregender, amüsanter, ästhetischer, kostbarer persönlicher Schatz, der aus Briefen, Manuskripten, Zeichnungen, Grafiken und Fotografien von FreundInnen und Bekannten besteht, ergänzt mit eigenen Souvenirs und Trouvaillen aller Art. Die reichen Zeugnisse werden zusammen mit andern Werken der Künstlerin und ihres Freundeskreises gezeigt. Sie geben nicht nur Einblick in Eva Aepplis vielseitiges Schaffen, sondern dokumentieren auch ein spannendes Beziehungsnetz.
Die Künstlerin, die sich der Kommentierung ihres Werks sonst immer entzogen hat, gestattet in den «Livres de Vie» einen intimen Blick in ihr Leben…“

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eine zeichnung von jean tinguely – hier eingeklebt auf die letzte seite seines lebens.

eine der anrührendsten seiten der lebensbücher war die schlichtgehaltene
 trauerarbeit zu jean tinguelys tod. ein gedicht von rudolf steiner als letzten gruss. golddurchzogen beide seiten. 
das leben hat das thema des werkes von eva aeppli eingeholt, ihre lebenstagebücher um eine seite erweitert, eine seite in ihrem leben geschlossen. hier stirbt etwas, dort lebt es weiter. wir können es nicht immer so wahrnehmen.
diese ausstellung erweitert uns den blick dahingehend.

rosadora

DAS NOTIZBUCH…

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dOCUMENTA (13)
newsletter

d13 notebooks

„das notizbuch war im antiken griechenland ein revolutionäres instrument der sorge für sich selbst.“

ETEL ADNAN schreibt in
DER PREIS DER LIEBE, DEN WIR NICHT ZAHLEN WOLLEN

„…man könnte meinen, dass die liebe zu einem bestimmten baum oder zur natur als solcher harmlos sei; aber keine liebe ist harmlos. sie kann die gesamte eigene existenz in mitleidenschaft ziehen und tut es auch. was wir „natur“ nennen, umfasst eine unendliche zahl von reaktionsweisen; unter anderem das auskundschaften, das eingehen von risiken, die völlige umwälzung des eigenen lebens.
die liebe zur natur kann einen auf die gipfel des himalaja führen, an den kraterrand von vulkanen, in höhlen und in forschungslabore; sie öffnet einem die augen für das eigene ich; sie inspiriert bildende künstler, dichter und philosophen; sie zeigt einem wege zum verständnis ihrer grossartigkeit…“
und in wälder, in ur-wälder.
sie öffnet nicht nur die augen für das eigene ich, sondern geht den weg des entdeckens und wahrnehmens des immer neuen, das natur auszeichnet.
da war ich doch erst dieser tage und alles ist wie gehabt; und dann ist es doch so verändert und neu und ich entdecke niegesehenes; es zieht mich tiefer und tiefer in sich hinein und damit in mich.