
die kleinsten flocken
zwischen den gedanken
vermögen
sie uns gänzlich zu vernebeln
wir säuseln von
schöneren tagen
besseren verhältnissen
und wissen genau
dass alles bleibt
wie es ist
rosadora

die kleinsten flocken
zwischen den gedanken
vermögen
sie uns gänzlich zu vernebeln
wir säuseln von
schöneren tagen
besseren verhältnissen
und wissen genau
dass alles bleibt
wie es ist
rosadora

für den mangold gibts noch kein gedicht
das stände ihm doch zu gesicht
bei so viel farbenwunder
von gold ist zwar noch keine spur
dafür ist noch zu früh die uhr
im spätherbst ist es munter
da beugt er sich – macht sich ganz flach
zieht über sich das blätterdach
gleicht einer grossen flunder
hier schaut er mich noch lachend an
nickt mir auch zu – so dann und wann
es ist so wie ein grüssen
ich lach zurück und bin entzückt
erkennen ist perfekt geglückt
ich werd ihn lieben müssen
zur zierde steht er – nicht zum essen
ich werde ihn niemals vergessen
und nehme mit sein bild
rosadora




hamburg – planten und blomen
august 2011

plätze der unschuld
weiss wie schnee
wie engelflügel gar
bergen sie mich
fliegen mit mir
was das zeug hält
in glanzvolle höhen
in stille täler
des träumens
des sinnens
aus dieser welt
rosadora




spinnentier
spinnt
regen zu goldwasser
lässt mein herz lachen
ob dieser verwandlung
dass uns
die kunst des verwandelns
doch gelänge
in so mancherlei hinsicht
wie sich mein herz freut
über diese kleinen dinge
die sich von mir
finden lassen
in ihrem versteck
mir ins auge springen
und sagen
fang mich
rosadora


im zarten sommerabendlicht
erinnern
die tage die gewesen
besinnliches genießen
im wein
der wahrheit näher sein
zusammengefügt
augenblick an augenblick
zu dieser gegenwart
rosadora
samstag abend 19 uhr, 29 °

lag platt und breit am wacholderstrauch,
kam mir vor wie in der savanne, auch
übte mit kleinen vögeln das pfeifen,
die durchs gelände und äste streifen.
die sonne kam, die sonne ging,
schickte wolken, wunderbar, sing,
sing dir ein lied, sei froh und heiter,
die welt, die dreht sich weit und weiter,
hat freude an sich an diesem tag,
weiss nicht, was ich noch wünschen mag.


ein spätsommertag
auf dem dörnberg,
der eigentlich dornberg heissen müsste.
es sticht und stichelt um meine beine herum.
dem wacholder auf der spur und einigem mehr.

ich träumte,
eine gruppe erwachsener
bekam neue bücher
darin war die welt
neu deffiniert.
die ewigkeit dauert 7 minuten
und homunculus hat 15 km
durchmesser fantasie
so spannend sind träume
so spannend
wie die wirklichkeit
und einiges
darüber hinaus

da reisst sie sich die haare vom kopf
da wirft sie ihr wämslein vom leib
und läuft hinein in den park
und pfeift sich ein lied


zu früh oder zu spät
was ist der unterschied
ich bleibe in der zeit
so oder so
gestern wird noch kommen
morgen ist vorbei
meine zeitreisenworte
beginnen mit mir
enden mit mir
überleben mich
vielleicht
rosadora
bin dann mal weg.
euch für eure beiträge herzlichen dank.
rosadora