…gedichte von DMITRI ALEKSANYCH
die gedichte von DMITRI ALEKSANYCH beachte ich nicht gleich. ich nehme nur ein paar und hole die anderen später.
sie bringen regen und sonnenschein, wärme und energetische wunder und gehen so:
Bürger_innen!
Dieser leichte Regen,diese Sonnenstrahlen gleich darauf – sind sie nicht eine Metapher unseres irdischen Glückes!
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Der Regen wird diese Schriftzeichen verwischen, der Wind diese Papierfetzen abreißen und mit unbekanntem Ziel davontragen, die Worte aber werden sich festsetzen in euren Herzen!
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Menschliche Wärme wärmt nicht nur den zu Wärmenden, sondern auch den, der die Wärme abgibt – ein energetisches Wunder!
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Die Sonne macht keinen Unterschied, ob sie das grüne Gras liebkost oder den grünen Schimmel oder uns, die wir grün sind von seelischen Leiden, die überflüssig waren!
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Citizens!
Here I am looking out of the window and I see snow, and I know that you are also looking out and you also see snow – and I feel good!
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ausgesucht von 143 gedichten in drei sprachen, deutsche übersetzung von peter urban, hg. literarisches colloqium berlin 1991

erst komme ich mit h. ins gespräch, er ist designer, hat hier an der uni studiert – und dann mit arash shahali und hannes benn. sie unterstützen die d14 und das sieht gut aus.
hier war bis vor kurzem die firma LEDER MEID. die räume bergen erinnerungen tiefster art. hier hat mir anna elisabeth, meine mutter, einen ledermantel mit gewachsenem fell gekauft – zwei tage nach dem tod ihres mannes, meinem vater. sie sagte, das sei der schönste tag in ihrem leben. nun hatte sie eigenes geld, konnte damit machen, was sie wollte. den mantel hab ich so gut wie nie angehabt. in der schweiz hätten sie mich erschlagen. anna elisabeth war so glücklich, dass ich ihr den wunsch nicht abschlagen konnte…
der große helle raum hat schon jetzt eine gute atmosphäre, ist erfüllt von regen gesprächen und scherzen und lachen und voller hoffnung auf ein gutes gelingen der sicher einmaligen 100 documentatagen.








die gleditschie läßt sich nicht irritieren. sie hat energie für ein weiteres austreiben.
die kaukasische flügelnuß hats etwas schwerer, treibt aber auch wieder aufs neue aus.
dem großen ahorn scheint es nichts ausgemacht zu haben. obs an seinem widerstand lag, oder dass große bäume besser gegen frost ankommen…








viel zu gucken gibts noch nicht am betonröhrenbau von HIWA K. ob er HAUS-RUCKER- CO. und der DOCUMENTAHALLE die schau stehlen kann, ist noch nicht abzuschätzen, solange er nicht in seiner vollen größe – 5 meter hoch – aufgetürmt ist.




die bücher werden eingepackt, verschweißt, umgepackt und aufgehängt
es ist ausgesprochen interessant zu sehen, wie dieses kunstwerk entsteht, wieviel arbeit, wieviel ausdauer, und geschick erforderlich sind von einer großen zahl menschen. es gibt viele zuschauer/innen und kinder – bei dem strahlewetter ist die stadt voll und mir scheint, dass es zur d14 gar nicht viel mehr sein können. die sonne läßt die in folie verpackten bücher leuchten. zuschauen zu können wie der bücherparthenon wächst, ist spannender als der fertige bau.