MEIN BAUM IM SEPTEMBER…

 

IM URWALD SABABURG…URWALD_MEIN BAUM_P1670998

mit mirko traue ich mich hin bis zu meinem baum. der adlerfarn ist in diesem jahr etwas mickrig ausgefallen, so daß wir hindurchstakseln konnten. meinen baum hätte ich fast nicht wiedergefunden, so sehr ist er mit grünem überzogen. fast zehn jahre begleite ich ihn nun schon in diesem zustand und wenn er sich einmal ganz flach auf die erde legt, um danach wieder ein teil von ihr zu werden, kann ich ihn sicher auch nicht lassen…

URWALD_MIRKOBILDER_mein baum mit rosa_10.09

wir stolpern  und fotografieren – nicht wirklich – sitzen mal auf moosbewachsenen baumstämmen und genießen die saubere luft, nehmen energie von bäumen und grün – das soll die seele erhellen und säubern und stärken. und wir erfreuen uns, dass wir uns von der d14 mal frei machen konnten, obwohl sie ja nun zu ende geht – es war an der zeit.

mirko findet gefallen an den verschiedenen pilzarten – klitzekleine und poppigfarbene große. das ist jetzt ihre zeit, sagt er. auch das moos lebt jetzt auf, wenn es feuchter und kühler wird. die moospolster auf den baumstämmen gefallen mir besonders, auch wenn sie zum draufsitzen etwas feucht sind – macht nix – ein anorak muß reichen.

das wetter spielt mit – nicht zu heiß, nicht zu kühl – das wars mal wieder…URWALD_MIRKOPILZ_I_P9102001 URWALD_MIRKOPILZ_II_P9102072

STARK WIE EIN BAUM…

BIRKE – VOR MEINEM FENSTER…
BIRKO VOR FENSTER_HEIL_P1540336nein, ich möchte kein baum sein, wenn ich mir das auch so manches mal gewünscht habe. seit die birke vor meinem fenster vor einigen tagen – mitten im hochsommer – gestutzt wurde, scheint ihm jede orentierung zu fehlen.

BIRKE_MEINE_II_26.07BIRKE_MEINE_26.071das augenblickliche sturmregenwetter setzt ihr zu wie nie. sie wird gerüttelt und geschüttelt, ja gezerrt, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es ihr nichts ausmacht. ich bange um sie und befürchte, dass sie sich bei dem ansturm nicht auf den beinen, also auf ihrem stamm, halten könnte. auch kann ich es ihr ansehen, wie sie zu kämpfen hat. alle heiterkeit, die sie bisher verströmt hat, alle kraft, die sie ausgestrahlt hat ist verschwunden. meine birke ist zu einem zottelbaum geworden, mit dem man macht, was man will.

BIRKE MIT VÖGGELI_P1490383nun auch noch dieses unwetter denke ich. sie sind ja schon gebeutelt, die bäume, wenn sie auf einem grundstück stehen und an ihnen herumgezupft wird, und erst der lärm – ich denke dabei an das rasenmähen, wobei man ihr, der birke, über die füße, also über die wurzeln fährt. das hat sie nicht gern – das weiß ich. ich sehe dann, wie sie sich abwendet oder ganz in sich hineinkriechen möchte, um dem lärm und geholper zu entgehen.

BIRKE MIT DISTELFINK_DSC_7978ich kann froh sein, dass sie mir bei all dem übel noch sauerstoff und frische luft spendet. es sind ja nicht wenige fahrzeuge, die hier vorbeituckern und auch vorbeirasen. mit dem gestank hat sie dann doppelt zu kämpfen. und alles wie selbstverständlich.
nein, ich möchte nicht stark sein wie ein baum und auf jeden fall kämpfe ich dafür, dass sie dich, meine birke, nicht gänzlich niedermachen.

BIRKE_SCHNEE_P1590974

BIOTOP II_EIN RUNDGANG…

HIER WAR EINMA DER ZOLL- UND VERLADEBAHNHOF…

noch zur 13ten documenta standen hier die hallen in der ladestraße – u. a. william kentridge. 2014 wurden sie dann abgerissen – siehe meine ausstellung EIN BAHNHOF VERSCHWINDET im OFFENEN KANAL KASSEL.

nun ist es – bis zum baubeginn des neuen fraunhofer instituts – wieder biotop – MEIN BIOTOP II. im abstand von wenigen wochen notiere ich das WACHSEN UND VERGEHEN der pflanzen und büsche und staune, wie stark die natur ist – immer wieder…

BAHNHOF_BIOTOP II_AKAZIE_AMPFER_22.073 BAHNHOF_BIOTOP II_AMPFER_...22.07 BAHNHOF_BIOTOP II_DIV.I__22.074 BAHNHOF_BIOTOP II_NELKEN UND ANDERE_04.07 BAHNHOF_BIOTOP II_NOCH MEHR PFLANZEN_04.072 BAHNHOF_BIOTOP II_SOMMERFLIEDER_04.071 BAHNHOF_BIOTOP II_SPITZWEGERICH_RAINFARN_22.071 BAHNHOF_BIOTOP II_WEIDENRÖSCHEN_STEINE_22.075

BASALT-STEIN-BRUCH…

BASALTSTEINBRUCH_PFLANZEN UND GEGEND_IV_09.073was mich sehr schmerzt sind die trockenen blätter der vielen kleinen birken und erlen. die trockenheit macht sich an den hängen besonders bemerkbar, da hat das regenwasser keinen halt, läuft den ganzen berg hinunter. traurig sehen sie aus, sind es sicher auch.
laut bitte ich um regen – heute nacht dann – noch nie habe ich so sehr den regen begrüßt, ein segenvolles geräusch, dem ich lausche mitten in der nacht.
BASALTSTEINBRUCH_PFLANZEN_III_09.074in der bachebene üppiger wuchs des schmalblättrigen zottigen weidenröschens, bachehrenpreis – zaghaft erst blaublühend, blühende binsen und sehr üppig der huflattich, schachtelhalm und schilf und und und…

STEINBRUCH_ZWEIZAHN_P1650461Hallo Rosadora!
 Ein feuchteliebender Neophyt aus Amerika – der Schwarzfrüchtige Zweizahn! Lästig, wenn man hunderte samen am Hosenbein kleben hat! Pieken sich ein mit den 2-3 Borsten an der samenspitze! 
Viele Grüße, Jürgen
ich habe sie nie vergessen – diese schwarzen zweizähne. und tatsächlich haben sie sich ausgesämt wie wild, sie blühen noch nicht – tun mir also noch keinen piek. ich bin stolz, sie wiederzufinden, sie wiedererkannt zu haben.

basaltsteinbruch_steinkreis_P1650513aus meinem unversehrten steinkreis nehme ich das verwuselte herz nun doch heraus. so scheint es mir klarer – die pflanzen, die sich breiten, lasse ich. einen augenblick verweile ich im schatten, habe ein gutes gefühl, hier – zwischen den hohen pflanzen, die mir ein durchkommen gestatten – nur, weil ich die jetzt sehr verborgene stelle kenne.
BASALTSTEINBRUCH_UMSICHT_I_09.076auch nach meinem aufstieg zu den felswänden ganz hinten habe ich noch einen schattenplatz. ich verbinde mich mit den steinen, schaue und lausche und höre, was sie mir zu sagen haben. das blicken nach innen – das herausfinden, was die steine mir sagen – meine ganz eigene schau…
BASALTSTEINBRUCH_STEINE_I_09.072 BASALTSTEINBRUCH_STEINE_II_09.071

der stein in mir

im stein die geballte energie
ich brauche viel geduld
um zu hören
was sie sagen
was sie mir sagen
im besonderen

dann einer
er blendet mich
will sagen
nun schau mich an
hör mir zu
vernimm die botschaft

ein anderer
funkt dazwischen
ich nehme es an
das licht
es setzt zeichen
in der tiefe das verstehen

stein um stein
ganz in sich gekehrt
erzählen stund um stund
wenn du es nur hörst
steingeschichten
die geheimnisvollen

BASALTSTEINBRUCH_WEG MIT STEINKLEE_P1650593

dem steinklee macht die hitze so überhauptnichts aus, im gegenteil, mit der hitze kommt er gut zurecht. ganze flächen hat er vereinnahmt, auf dem hinabweg hat er sich völlig ausgebreitet. schön sieht es aus, ein leuchten an dem sonst kargen ort.

WELCH EIN BLÜHEN, WELCH EIN DUFTEN…

BAHNHOF_BIOTOP II…
BAHNHOF_BIOTOP II_WEIßE NELKEN_P1650231ich empfinde es als ein geschenk, so eine blütenorgie in nur wenigen tagen. wie in trance gehe ich zwischen den pflanzen und versuche, ihnen kein leid zuzufügen. wie ein trampel springe ich da manchmal hindurch, doch heute bin ich voller ehrfurcht vor so viel blühender pflanzenenergie.

BAHNHOF_BIOTOP II_AMPFER_P1650263 BAHNHOF_BIOTOP II_NELKEN UND ANDERE_04.07

sie können ja nicht ahnen, wie viel freude sie mir bereiten und fast vergesse ich, an jedem blütenbündel zu riechen, so sehr treibt es mich von einem zum anderen. alle möchte ich festhalten und verewigen in meinen bildern, damit ich möglichst lange davon zehre.

BAHNHOF_BIOTOP II_NOCH MEHR PFLANZEN_04.072 BAHNHOF_BIOTOP II_SOMMERFLIEDER_04.071

die sonne bringt sie schnell hervor, läßt sie aber auch schnell wieder verblühen. die veränderungen innerhalb weniger wochen, ja tage, kenne ich ja schon und doch ist es immer eine überraschung, weil alles so anders ist als erwartet.

BAHNHOF_BIOTOP II_VIELE PFLANZEN_04.073ich denke, dies ist jetzt der höhepunkt im jahr, aber auch das vergehen gehört zum verlauf und meinen beobachtungen. die pflanzen können den bahnhof nicht ins erinnern bringen, aber sie können trösten und verzaubern.

EINE SPUR IN DEN SOMMER…

BAHNHOF_BIOTOP II…

BAHNHOF_BIOTOP II_SCHAFGARBE_25.06 BAHNHOF_BIOTOP II_ÜBERBLICK_25.065schafgarbe – rainfarn – kugeldistel – wiesenflockenblumen – klette – gemeiner beifuß – kleine aster – kohlgänsedistel – wilde karde – spitzwegerich – königskerze – feldthymian – gemeiner natternkopf – ackerwinde – wilde möhre – schmalblättriges weidenröschen – stinkender storchschnabel – weißer steinklee – ampfer – ackerhellerkraut – schöllkraut – jakobskreuzkraut – johanniskraut und viele, die ich nicht bestimmen konnte…
BAHNHOF_BIOTOP II_ROT UND BLAU__25.063 BAHNHOF_BIOTOP II_TROCKENE ERDE_25.064ich staune, was sich auf dem gewendeten erdreich alles zeigt. nichts davon ist ausgesät – alles ist einfach so da. wenn wir wüßten..
am meisten erstaunt mich der gemeine natternkopf in seinem blauvioltten erscheinen – gleich ein ganzer hügel – und hier in der walachhei – welche verschwendung. er blüht so üppig – und nur für mich, denn andere gehen nicht durch diese wildnis. meine erkundungsgänge sind voller überraschungen.

BAHNHOF_BIOTOP II_BEIFUSS ETC._25.061 BAHNHOF_BIOTOP II_KARDE_25.066zwischen dieser und der vorangegangenen fotosession liegt noch eine nichtdokumentierte. sie wurde vom der documenta verdrängt. wenn ich sie nachholen würde, läge sie im blog nicht in der zeit. aber es gibt sie…

BAHNHOFSBIOTOP…

…ehemals ZOLL- UND VERLADEBAHNHOF…

BAHNHOF BIOTOP II_WOLKEN ÜBER BIOTOP_319die wolken haben es mir mal wieder angetan – sie begleiten mich – oder begleite ich sie…

mein auto stelle ich am rande des frauenhofer baugrundstücks ab. mir ist schon aufgefallen, dass sich hier seit 2014 ein neues biotop gebildet hat – in sehr eigener weise.
so sehe ich heute, dass sich die kamille anschickt, großflächig platz zu nehmen, und mir kommt der gedanke, dass es einen grund hat, dass sie hier als eine der ersten sich manifestiert und ich folgere, wie seinerzeit nach der d13 im untilled, besonders der weg, auf dem die besucherinnen und besucher gingen, eine regelrechte kamillenstraße entstand, es findet eine heilung stand der geschundenen erde, die hier so rabiat umgeschichtet und verschleppt wurde.
seinerzeit – während des abbaus – habe ich verschiedene erden gesammelt und in gläsern geborgen. sie werden teil meiner zollbahnhofsausstellung im offenen kanal sein. sie sind wie eingemachtes obst, fern jeglicher einwirkungen während der 3 jahre, absorbiert und noch gut in dem alten zustand zu erkennen.BAHNHOF BIOTOP II_KAMILLE_313_bearbeitet-1an anderer stelle, dort wo mit flüssigboden die kanäle für das abwasser verborgen liegen, ein dichter teppich mit kamille. der duft bezirct mich, lässt mich frühling nicht nur im kopf, sondern auch in bauch, herz und seele fühlen. ich denke, auch hier heilung für die erde, die umwälzerisch bearbeitet wurde und wieder ruhe finden will.
keine pflanze, die nicht von von Carl von Linné in seiner Species Plantarum 1753 veröffentlicht wurde.
BAHNHOF BIOTOP II_ROBINIENBLÜTEN_311 BAHNHOF BIOTOP II_ROBINIENSAMEN_31ROBINIE
oder falsche akazie
dass sie in so jungen jahren blühen würde, habe ich nicht vermutet. nun hier eine ganze hecke mit strahlend weißen blütentrauben und gut erreichbar für mich. 2014 vor dem totalen abbau, als ich dieses biotop entdeckte und zu fotografieren begann, war der platz  mit austrieben von robinien übersät. oft mußte ich mir einen weg an ihnen vorbei suchen und wurde nicht selten gestochen, denn sie sind reich bestachelt. und sie besitzen samenschoten in großer menge. dass sie sich im neuen biotop wieder ansiedeln, ist fast logisch bei dem samenüberschuss.
sie haben sich zusammengetan mit heckenrose und weißdorn, der gehöret zur familie der rosengewächse, von denen es 200 bis 300 arten gibt.
BAHNHOF BIOTOP II_WILDROSEN_312WILDE HECKENROSEN
ihr duft ist unverkennbar. tief atme ich ein, um ihn auch später noch abrufen zu können. sie sind von bizarrer schönheit. und oft stehen zwei so dicht beieinander, dass mir der gedanke kommt, sie sind ein liebespaar – so aneinandergeschmiegt.

der WEIßDORN
befindet sich in einem zwischenzustand – nicht blüte, nicht frucht. aber ich weiß, dass er sich vom klaren weiß ins zinoberrot, also in ein sattes rot, auswächst. die blüten mit ihren früchten in verbindung zu bringen ist spannend. wie können sie sich farblich so verwandeln in kurzer zeit, wo wir nicht einmal aus eigenem antrieb die farbe unserer haare ändern können.
BAHNHOF BIOTOP II_KLEE_315_bearbeitet-1und dann der
K L E E
der süße duft des klees. er nimmt sich reichlich platz. viele verschiedene arten haben sich hier breitgemacht. breitgemacht, weil sie immer im verbund stehen. sie lieben die gesellschaft. der weißklee duftet am stärksten, dagegen der schöne hornklee so gut wie gar nicht, das ist bei schönheiten oft so… der klee ist an vielen stellen zu finden.
BAHNHOF BIOTOP II_KÖNIGSKERZE_314_bearbeitet-1KÖNIGSKERZE
300 arten
wollblumen – wollkraut
Hildegard von Bingen erwähnt die Königskerze als wullena als Heilmittel für ein „traurig Herz“.
wohl eher gegen ein trauriges herz…
allein die königskerze mit ihren vielen arten hält mich an und auf, mich schlau zu machen. sie haben wundervolle namen und zum teil verraten sie damit ihre erscheinungsart. hier vermute ich die kleinblütige königskerze. genau kann ich es nicht sagen – sie blüht ja noch nicht – aber bald. bis zum september – baubeginn des frauenhofer instituts – so der chef von iwes in kassel, clemens hoffman – wird sie vielleicht ihre blütezeit noch erreichen. clemens hoffmann war mit einem mitarbeiter auf dem brachen gelände und ich traf die beiden zufällig – aber es gibt ja keine zufälle…
auf wikipedia sind namen der königskerzen genannte und hier nur die, die in deutscher sprache aufgeführt sind: großblütige – mehlige – schwarze – windblumen – violette – pracht und kleinblütige königskerze. ich nenne diese hier wollblumen königskerze, denn ihre blätter sind wunderbar behaart und stellen ihre kleine weichen haar auf, um sonne zu tanken und – ich nehme an – auch als sonnenschutz. sie stehen meistens an halden und straßenrändern, wo die sonne schutzlos brennt – so in den sommer hinein, wie sie wächst.
einige stehen hier wie auf einem feld ordentlich ausgesäht, ich sage aber in diesem falle mal, dass sie bei der aussaat selbst so viel rücksicht aufeinander nehmen, dass jede pflanze ihren platz hat und nicht von einer anderen bedrängt wird – bestenfalls von fremden pflanzen, die ein bißchen schmarotzen.
BAHNHOF BIOTOP II_DIV. GRÜN ?_318viel pflanzen sind hier, die ich kennen, aber ihre namen nicht – hauptsache ich beachte sie…

BAHNHOF BIOTOP II_MOHN_KORN_UND...317_bearbeitet-1
der
KLATSCHMOHN
ist nicht zu übersehen, wenn auch nicht gleich in ganzen feldern, sondern mal eine hier, mal zweie da und der wind zaust ihn auch noch obendrein. rot ist einfach nicht zu übersehen und das auge freut sich – warum bloß.

passend dazu die
KORNBLUME
noch vereinzelter als der mohn, aber ich sehe ihn, erkenne ihn, erinnerung an kindertage, wo die ährenfelder voll davon waren – kornblumen, mohn, margeriten, rittersporn. ganze sträuße habe ich davon heimgetragen.

MARGERITE
auch nur hier und da eine. die artenvielfalt auf dem prachland ist verwunderlich. nein, wir haben nichts gesät, sagt h. vom stadtgartenamt, das kommt alles ganz von selbst.
ich hatte ihn angesprochen, als er eine noch junge eiche – vor 2 jahren gepflanzt – betrachtete und er erzählte mir, dass sie die frostschäden wohl überstanden hätte und sich berappelt. langes interessantes gespräch folgt…

U R W A L D …

TOURISTEN FALLEN EIN…

wer das wohl verzapft hat – touristenmassen in scharen – verstopfter parkplatz – gefährdung durch autos auf fahrbahn – gejohle und geschreie durchdringen den wald.URWALD_LEUTE_30.041dass er das erleben muß – der urwald – dass den bäumen dies um die ohren fliegt. was war die idee, so viele menschen hierher zu locken. die großen baumriesen haben sie eingezäunt, um sie zu schützen, und es hält die menschen doch nicht ab, die zäune zu durchbrechen. nur urwaldmäßig ist das nicht mehr. sie versperren wege – wer immer das auch angeordnet hat und weshalb – greifen ein – kontrollieren jeden fleck. vor 30 jahren war es ein URWALD,  in dem nichts gepflastert und abgetrennt war. jetzt ist er eine touristenattraktion.

URWALD_MEIN MAIBAUM_P1630663ich setze mich einen moment auf einen abgesägten baum und fliehe. das kann ich nicht ertragen, das tut mir in der seele weh – diese vermarktung eines urwaldes – eine vergewaltigung des ursprünglichen.

URWALD_I_leute_30.04 meinen maibaum finde ich dann doch noch. ein friedliches bild – diese schafe – aber auch das täuscht.

 

FROSTIGER FRÜHLING…

IN DER KARLS AUE…

zuerst die am boden – der japanische staudenknöterich hält sich am besten. ihn kann so schnell nichts umbringen. sein widerstand ist sprichwörtlich.

AUE_KOMPO_JAP. STAUDENKNÖTERICH_. 25.042dagegen die mammutpflanze hats erwischt. auch erfroren täuscht sie noch haltung vor – steht, aber ganz erstarrt.

AUE_RHABARBER ERFROREN_ 25.04_bearbeitet-1die gleditschie läßt sich nicht irritieren. sie hat energie für ein weiteres austreiben.

AUE_GLEDITSCHIE_ 25.041_bearbeitet-1die kaukasische flügelnuß hats etwas schwerer, treibt aber auch wieder aufs neue aus.AUE_KAUKAS. FLÜGELNUSS_25.044_bearbeitet-1dem großen ahorn scheint es nichts ausgemacht zu haben. obs an seinem widerstand lag, oder dass große bäume besser gegen frost ankommen…

AUE_GR. BAUM ?_25.043die wolken legen sich zwischen sonne und schönheit – lassen denken, es sei alles gut. machen eine schöne landschaft.

AUE_WÖLKCHEN_P1630503