biografisches

HEISS UND INNIG…

Mittwoch, 19. Juni 2013

BRIEF VON ROSADORA an rosmarie
antwort auf ALLES UND NICHTS…

liebe rosmarie

die vorstellung des nichts

alles oder nichts
alles ist immer da
das nichts gibt es nicht

das alles verschwindet
ins nichts nur in unserem
bewusstsein als mensch

raum und zeit
legen wir in unseren
massstäben fest

es gibt samen
die überdauern unsere
lebenszeit bei weitem

sonnenblumenkerne
bleiben hunderte von jahren
keimfähig

nun weisst du
warum ai weiwei
dieser schlaue hitzkopf

und exzelente denker
sie zu seinem kunstwerk
verwendet hat

leben ist schön
und hässlich und spannend
leben wir es

liebend durchs leben gehn
ganz hereinnehmen das leuchtend schöne
das sich zur zeit so deutlich zeigt
hineinfallen und mitblühen
und danken
dass wir so gesegnet sind

heiss und innig
lebensklänge von
rosadora

AUS EINEM ALTEN …

Sonntag, 3. Februar 2013

aus einem alten artikel
5. januar 2008

manchmal finde ich einen alten artikel von mir und denke
das sind wunderbare worte und noch weiter
dass ich die heute gar nicht mehr so finden würde
vielleicht ist die suche eine andere
vielleicht haben sich körper geist und seele verwandelt
und sind nicht mehr so aufnahmefähig
oder ich bremse die durchlässigkeit
wie auch immer
ich warte auf neue
ich warte immer wieder
ich warte

das leben ist die kunst der begegnung.
(vinícius de moraes)
ich begegne menschen, dingen, tieren und den elementen gleichermassen. aus diesen begegnungen entsteht etwas tiefempfundenes und unwiederbringliches, das ich speichere in meinem herzen, in meiner seele, in meinem ganzen körper, und etwas von der schönheit und dem licht beginnt zu leuchten…..

ROSMARIE – ODER DANK AUS DEM ALL…

Montag, 28. Januar 2013

ZU PIERRE HUYGHES
EHRENPREIS FÜR “UNTILLED” dOCUMENTA 13

ausschnitt aus einem brief von rosmarie schmid einer kunstkennerin
freundin aus der schweiz
vom 27. januar 2013

……

ich kann aber diese mail nicht absenden, ohne eine ganz andere wertvolle & zuversichtliche tatsache zu erwähnen:
der preis von pierre huyghe und die für mich noch schönere tatsache, dass du sein ganz wichtiges kunstwerk an der dOCUMENTA 13 von allem anfang an entdeckt hast !! das erfreut mich und ich bin glücklich, dass ich davon viel, so-so-viel mitbekommen habe durch deine mails und beim gemeinsamen besuch in den auen von kassel. das ist etwas grossartiges!! deine achtsamkeit, deine erlebnismöglichkeiten hast du einfach weiterverschenkt an mich und vermutlich an ungezählt viele besucherinnen und besucher ….  in deiner präsenz ist das kunstwerk lebendig geworden als ganzes phänomen in unserer aktuellen zeit.

ich kann dir nicht genug sagen, wie ich dich “verantwortlich” mache für ganz viele unbeschreibliche – übertragene freuden. wie oft habe ich den kassel-reisenden mitgegeben können, sie sollen  sich zeit nehmen und sich der lust stellen für das erleben der kompostieranlage von huyghe … und  nach der rückkehr haben sie mir von der überraschung oder vom guten ergebnis des verweilens erzählt. eigentlich solltest du auch etwas vom preis bekommen. das ist kein spass …
aber wie ist es zu machen, dass jemand kundiger davon weiss und dir wenigstens die bekanntschaft mit huyghe schafft? du kannst dich ja nicht selber loben, aber wenn du die adresse von ihm weisst, kannst du ihm gratulieren und ihn daran erinnern, dass du die frau bist, die ihm 2000(?) fotos geschenkt hat. vielleicht auch das buch senden …… wie kann es bloss geschehen, dass er dir dann noch immer keinen dank sagen wird!

vielleicht denkst du jetzt, das ist alles nicht meine sache, in mir geht ganz was anderes vor, als einen meister kennen zu lernen. dabei könnte ich ja sehr enttäuscht sein, obwohl sein kunstwerk mich anzieht. da hast du vermutlich recht, doch von aussen betrachtet, liegt die möglichkeit im raum, dass sich ev. zwei verwandte seelen austauschen oder finden könnten.

…..

allerherzlichst rosmarie

LIEBE ROSMARIE

so viel nur jetzt und kurz
es ist 1 uhr und als ich aufs klo ging
war es mein mac der nicht ruhe gab wie ich ihm befohlen
sondern er strahlte mich an und ich fand deine mail

was du dir immer für eine mühe machst
eben nur zu huyghes preis

es weiss aber niemand der vermitteln könnte von meinem werk
insgesamt sind es über 5 tausend fotos und ich fotografiere noch immer…….

es wäre schön wenn ich bei der preisübergabe dabei sein könnte
am 16. mai im kunsthaus in zürich

da bin ich aber wahrscheinlich gerade mit mirko unterwegs nach bilbao

deine achtung und dein lob sind mir so viel wert
dass ich auf das eventuelle von huyghe verzichten kann

ich weiss ja selbst am besten was ich erfahren habe
durch meine aufmerksamkeit und hingabe

die welt ist nicht wichtig
du bist die welt stellvertretend

liebste grüsse in die nacht
rosadora


und da ist sie doch wieder – die verbindung ins all, der strahl der mich überall umgibt, auch wenn er sich mir mal nicht zeigt….

AGAPI MOU…

Sonntag, 4. Juli 2010

P1010755_AGAPI MOU

…oder der text im küchenschrank…

da hängt er
der text
schon einige jahre
ich weiss nicht
wie lange
er hängt

heute rührt er mich besonders an. ich weiss nicht, warum. dabei will ich mich doch nicht anrühren lassen – nicht von diesem text.
ich könnte ihn entfernen, damit er mich nicht täglich anspringen kann. aber er geht nicht weg.
hartnäckig beharrt er auf seine gültigkeit – für immer.
als ob es das gäbe – für immer. aber so, schrift geworden, beharrt er auf seine gültigkeit.
hatte er je gültigkeit?
er behauptet es. wenn er je gültigkeit besessen hat, so ist er heute nur noch erinnerung.
ich hasse erinnerungen. meine erinnerungen bringen es nicht fertig, sich zu sondieren in gut und schlecht, so dass ich das eine oder das andere abrufen könnte. deshalb rufe ich nicht ab.
auch nicht in diesem falle. es hat mich gerufen.

es war wie es war und es ist wie es ist, basta…

Z E I T L E B E N S . . .

Mittwoch, 22. April 2009

MEIN BUCH IST GEDRUCKT!!!

du kannst es bestellen
in jeder buchhandlung
unter:

Z E I T L E B E N S
rosadora g. trümper tuschick

ISBN: 9783839100585
11,90 EURO

und bei mir
0561 68232

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20 JAHRE UND NOCH MEHR…

Sonntag, 17. August 2008

göttinger tanzgruppe feierte ihr 20stes…

seit 20 jahren besteht die tanzgruppe für kreistänze nun schon.
gestern trafen sich die frauen und männer zum feiern und tanzen.
rosadora – zu tanzzeiten ‚duschenka’ – gründete die gruppe und ute übernahm sie dann, von jetzt aus gesehen zur halbzeit.
dass nicht wenige vom ersten tag dabei sind, spricht für sich. die jetzigen kannten die ersteren nicht und die wiederum nicht die derzeit tanzenden, aber das gemeinsame tanzen klappte und bereitete freude.
am rande nur konnten die zwischenzeitlichen ereignisse ausgetauscht werden, der tanz stand im mittelpunkt.

ich füge ein paar fotos ein.
ute schickt mir evtl. noch die laudatio. die reiche ich dann nach.

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blumen für die tanzleiterinnen

EIN EINZELNES LICHT…

Dienstag, 15. April 2008

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…EIN EINZELNES LICHT im schutze eines durchsichtigen gefässes…

damit es eine sehen kann wie du, liebe rosmarie,
nur deshalb gibt es diese seiten…
rosadora

liebe RosaDora

dein Tagebuch, jetzt im Durchblick dieses Frühlings betrachtet, ist ergreifend. das Sterben deiner Mutter ist im elementaren Zusammenhang von Wasser, Himmel, Bäumen, Knospen, Keimen und weitern Naturdispositionen aufgehoben wie ein einzelnes Licht im Schutze eines durchsichtigen Gefässes mitten in der Landschaft.
dazu gehört für mich auch das Bild mit dir, der Omma Rosa und deinen beiden Enkelkindern Clara und Paul.

es geht nicht um die Anzahl, aber ich würde ja gerne wissen, wer mit mir eine fanartige Beziehung hat zu deinem Tagebuch.
ich lese es selten, wie alles andere auch das ich im und am Internet schätze, doch diese speziellen Zeiten sind für mich stärkend und erholsam bewegend.

Ich selber bin nach wie vor viel unterwegs deine Rosmarie

DER HIMMEL, DIE ERDE UND DER BLÜHENDE BAUM…

Donnerstag, 27. März 2008

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Und wenn uns die Menschen verlassen und verwunden,
so breitet ja auch immer der Himmel,
die Erde und der kleine blühende Baum seine Arme aus
und nimmt den Verletzten darin auf.

Jean Paul

ANNA ELISABETH… sie war meine mutter

Samstag, 8. März 2008

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grüss mir die sonne,
grüss mir die sterne
und grüss mir den mond.

dein leben,
das ist nun schweben
durch die ferne,
die keiner bewohnt.

08.03.08 HOSPIZ 1 UHR 30

EINSCHULUNG 1945 und 2007

Samstag, 1. September 2007

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Nein, es gab keine schultüte. Woher hätte die kommen sollen, wo es doch so gut wie nichts gab, Nicht einmal einen laden in dem dorf, in dem wir evakuiert waren. Meine mutter hätte die sicher ‚zaubern’ können (sie ‚zauberte’ so manches aus dem ärmel), wenn ich heute auch nicht sagen könnte, aus was –papier – pappe – naja, aber das gab es ja alles nicht.
Einen schulranzen – ach, ich bitte dich…. Eine tafel, griffel, hefte füller oder bleistifte – fehlanzeige.