TEICHUNKENRUFE…

IM BOTANISCHEN GARTEN KASSEL…
BOT. GARTEN KS_TEICH_I_P1550797es ist eine ordnung in allem. das kommende und vergehende mischt sich – vermischt das springende grün mit dem weichenden. die teichrosenfäulnis macht unwirkliche bilder. die kleine gelbe teichrose macht schlapp, überlegt, ob sie überhaupt mitspielen sollte in diesem trauerlied.

BOT. GARTEN KS_TEICH_II_12.07dem traurigen schöne bilder abluchsen. die natur vermischt schönes und grauenhaftes – sortiert nicht nach sinnvoll und widersinnig – sie gibt immer ihr bestes – folgt den überlebensgesetzen.

BOT. GARTEN KS_TEICH_III_12.071der teich dümpelt vor sich hin – wartet auf herbst und winter, um sich zu erneuen – wartet auf eine neue chance. ich gehe zu ihm hin – im frühjahr – im sommer – im herbst und im winter und lerne von ihm die geduld, warte mit ihm auf immer neues.

MARGARETE…

DER BAUM DER BÄUME
Bewahrung der biologischen Vielfalt
… IM URWALD

URWALD_MARGARETE_II_P1540165die geschichte geht so:

‘Der Sage nach hat in dem Gemäuer der Sababurg einst, so heißt es, ein despotischer Riese geherrscht. Mehrmals hat er seiner Tochter Margarete verboten, sich mit dem Nachbarssohn Kuno zu treffen. Doch die Liebe der verzweifelten Riesentochter ist so stark, dass sie alle Warnungen ihres wütenden Vaters ignoriert – eine Entscheidung mit fatalen Folgen.
Eine verzauberte Prinzessin
Als Margarete wieder einmal heimlich aus der Burg flüchtet, nimmt das Unheil seinen Lauf. Der Riese verwandelt Kuno, den Liebhaber, in eine Eiche. Und auch Margarete bleibt nicht verschont. Zu unbeweglichem Holz verzaubert ist die Prinzessin bis heute.’

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nicht ganz schlüssig ist, warum die eiche MARGARITE heißt, wenn es doch der kuno, der liebhaber der margarete war, der in eine eiche verwandelt wurde….

 

URWALD VERSCHANDELT…

DIE EINGESPERRTEN BÄUME..
URWALD VERHUDDELT_IV_P1550613ich schäme mich so, dass ich den besucherinnen und besuchern des urwaldes, die oft von weit her kommen, die ältesten eichen nicht mehr vorstellen kann, als das, was sie bisher waren – freiwachsende wesen, die ihrem ende entgegen sehen, dass ihr hohes alter respekt und bewunderung fordert.

URWALD VERHUDDELT_X_P1550667 URWALD VERSCHANDELT_ IV_P1540869nun hat man sie weggesperrt in übelster form – ein gatter drumherum und zu ihren füßen dicke äste, damit man ihnen ja nicht zu nahe komme, um das rauditum zu unterbinden.
das widerspricht für mich dem urwaldgedanken, wo alles ursprünglich bleiben darf – der mensch nicht eingreift.
der kontakt mit den bäumen ist nun verhindert. wie oft habe ich gespürt, gerochen, dicht geschaut und bewundert, was nun nicht mehr möglich ist. das empfinden für einen baum ist in der nähe etwas viel intensiveres, als wenn ich ihn nur aus der ferne betrachten darf.
der gedanke des wegsperrens will mir einfach nicht in den kopf.
erst beordert man die vielen, allzuvielen menschen hier her, um dann über ihr verhalten empört zu sein. die gründe, weshalb sie den ort aufsuchen, sind so verschieden wie das verhalten der menschen. nicht alle haben den respekt für die alten baumwesen – sie wollen sich nur mal austoben – und dabei muß auch so mancher ast, manch alte baumrinde – oft mehr – dran glauben, werden ihrem unflätigen verhalten zum opfer. sie haben einfach schlechthin kein gespür für die natur.URWALD VERHUDDELT_VI_P1550629wer diese einschränkungen angeordnet hat wüßte ich gern. die waldarbeiter, die oft gar keine sind, folgen nur den anweisungen ihres arbeitgebers. oft fehlt der nötige sachverstand, und sooo sieht das dann auch aus.
URWALD VERHUDELT_I_P1550608auch die vermatschung und sperrung des einser weges ist ein fiasko. wieso werden diese arbeiten im sommer durchgeführt, wenn die meisten besucherinnen und besucher im wald sind. ziemlich kopfloses getue – finde ich.

MOHNFELD GERMERODE…

SCHLAFMOHN – “PFLANZE DER FREUDE”…
MOHN GERMERODE_I_P1550455ein ziemlig waghalsiges unterfangen, die mohnfelder zu suchen ohne karte und jegliche ahnung, wo dieses germerode denn liegen könnte. meissner weiß ich. über heiligenrode, großalmerode über den hohen meißner komme ich meinem ziel näher.

MOHN_GERMERODE_II_P1550349 MOHN_GERMERODE_III_07.07 MOHN_GERMERODE_IV_07.071
ich wähle das erstbeste mohnfeld vor germerode, um schöne mohnblüten zu fangen. das liegt mir, da bin ich ganz alleine und ich wage es, ins feld zu steigen. es gibt fahrrinnen, von wo ich einen guten blick habe – gegenlicht sozsagen – und ich keine pflanzen niedertrampele. und – siehe da – sie sind schon da – die winzigen schwarzen glanzkäfer. keine blüte bleibt davon verschont – sie werden auf meinen fotos auffällig zu sehen sein. abschütteln oder anderweitig vertreiben – dazu sind es zu viele – tausende. wenn ich fotografieren will, muß ich sie in kauf nehmen – oder ich kann es gleich ganz lassen. sie sind niedlich, haben sechs beine und schwebeflügel. ich freunde mich mit ihnen an und dulde sie.

MOHN_GERMERODE_V_07.072 MOHN_GERMERODE_VI__07.074 MOHN_GERMERODE_VII_P1550342
dieses bücken beim fotografieren strengt mich an – und als mir mein kreuz weh tut, lasse ich es wieder sein. immerhin kommen die ganzen angekündigten felder noch. aber da ist so ein gedränge – auto an auto – wo kommen die bloß alle her – und parkplatz in not. ich habe glück, bin pfiffig, erschließe einen seitenstreifen neu und stehe auch günstig, wie ich im nachhinein bemerke, dass ich gut wieder los komme.
ich habe nicht gefrühstückt würde das gern nachholen, aber nach einem eis beschließe ich, mich in dieses gedränge nicht hineinzubegeben – auch nicht mit dem planwagen durch die felder zu fahren. der ist grad los und kommt frühestens in einer stunde zurück. darauf habe ich keine lust. bin ganz zufrieden mit meinem entschluß das vorhaben frühzeitig zu beenden. mohnfotos habe ich ja gefangen und mehr ist ohnehin nicht rauszuholen. mein kreuz dankt es mir.

immer gefällt mir das nichtgeplante – meine bilder hätte ich sonst ja auch nicht.

WILHELMSHÖHE…

WASSERSPIELE…
WILH. WASSERSPIELE_I_P1550173

WILHELMSHÖHE_WASSERSPIELE_VI_06.074an die wasserspiele hatte ich gar nicht gedacht, als ich beschloss, mal wieder nach wilhelmshöhe zu spazieren. als ich dann erfuhr, dass sie sich bereits im fließen befinden, fand ich, ich könne die gelegenheit nutzen. allerdings brauchten sie eine geschlagene stunde, bis sie dann in der fontaine enden würden.

WILHELMSHÖHE_WASSERSPIELE_III_06.071WILHELMSHÖHE_WASSERSPIELE_II_06.07 WILHELMSHÖHE_WASSERSPIELE_IV_06.072die stunde überbrückte ich mit kaffeetrinken im schloß. ein ehepaar, hielt mir ein platz auf den stufen zum fontaineteich frei. mit dem wasser, das die stufen herunterplätscherte, liefen die vielen besucherinnen und besucher hinab.
nichts ist wahrscheinlich in wilhelmshöhe häufiger fotografiert worden als die fontaine. wenig kameras, umsomehr smartphone sind im gebrauch.

WILHELMSHÖHE_WASSERSPIELE_V_06.073das wetter ist wechselhaft und der wind weht eine pitzelnde welle zu uns her. der kamera machts hoffentlich nichts aus. zum ende hin noch sonne pur und zufriedene menschen.

DIE AMPFERWIESE…

ODER IST ES EIN FELD…
AUE_AMPFERWIESE_GANZ_P1540982über ampfer weiß ich gar nicht viel zu berichten, nur dass er steht und fällt mit dem hohen gras und dass sie sich gut vertragen – ampfer und gras, und dass der ganze bereich neu eingesät wurde nach der d13, und dass noch ein zirkus alles, was wiese war, verdrängte und vermatschte. da muß beim einsäen der ampfer dazwischen gekommen sein, denn vorher war da kein ampfer.

AUE_AMPFERWIESE_I_05.07 AUE_AMPFERWIESE_II_05.071 AUE_AMPFERWIESE_III_05.072

übrigens es gibt über 130 sorten ampfer, das verwirrt mich einigermaßen. den krausen ampfer fand ich im vergangenen jahr im kompostloch in der aue. der hat so herrliche valvenkränzchen um den bauch mit weißen schwielen und wechselt die farbe von grün bis rötlich. den blättern, die sich von grün über gelb über orange bis rot einfärben, kann ich nicht widerstehen. ich trage sie mit heim und habe sie am bücherregal getrocknet hängen zum schmuck und freudiger erinnerung. ein echtes schmuckstückchen.

ich finde sie sehr besonders – diese ampferwiese und die drei lindenbäume mittendrin sind auch ziemlich neu. mal sehen, was sie zur d14 dort aufbauen werden.

AUE AMPFERWIESE_IV_05.073 AUE_AMPFERWIESE_V_05.074 AUE_AMPFERWIESE_VI_05.075

ich bin wieder mittendrin in der wiese und bin neugierig, was das lange gras sich einfallen läßt, vorausgesetzt, es wird nicht einfach abgemäht. so ein gras beobachten zu können, was es denn macht, wohin es verschwindet und wie es sich wieder erneuert, das finde ich spannend. aber ich denke, es wird ihm, dem gras, und mir, der beobachterin, nicht vergönnt sein, das grasvergehen bis zum ende beobachten zu können.
also, heute ist grastag, heute ist ampfertag…

URWALDBAUM…

DER HALBE BAUM HALB…
URWALD_HALBER BAUM HALB_I_P1540863was ist ein baum, wenn er halb ist und dazu nur die hälfte eines halben baumes – er ist immer noch baum. mit seiner halben wucht ist er einfach das, was er ist, eine eindrucksvolle erscheinung im zustand des vergehens.

URWALD_HALBER BAUM HALB_II_03.07mir fällt nicht ein, ihn mir ganz und heil vorzustellen. das übersteigt mein vermögen. so wie er ist zieht er mich in seinen bann, lädt mich ein in sein inneres geheimes einzutreten. ehrfürchtig wage ich es, bewundere die warmen farben und den duft, den er ausströmt, besonders wenn es etwas feucht vom regen ist. ich betaste ihn. zu jeder zeit ist sein verwesendes innen, das vermodernde holz, warm, so, als wäre sein ganzes leben als energie noch geballt vorhanden.

URWALD_HALBER BAUM HALB_III_03.071 URWALD_HALBER BAUM HALB_IV_03.072ich verweile und fühle mich geborgen. er legt einen schutzmantel um mich, er verweist mich auf gedanken, die ich sonst nicht denken würde – die vergänglichkeit in seinen schönsten formen und farben. er ist ein trost für mich, wie er mir zeigt, dass alles in den kreislauf der natur, ja der welt, zurückkehrt. er belehrt mich mit größter sorgfalt und vielen bildgleichnissen. dafür danke ich ihm.
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SABABURG – DORNRÖSCHENSCHLOSS…

DORNRÖSCHEN…
SABABURG DORNRÖSCHEN_I_P1540925 SABABURG_ROSE_P1540913der prinz hat dornröschen wachgeküßt. nun wird geheiratet. die sache mit dem standesamt ist erledigt. praktisch ist es eingerichtet – gleich im schloss ist das amt. gefeiert wurde auch schon – schätze ich mal – und nun gehts auf hochzeitsreise. ab mit der pferdekutsche. die wartet im hof. das ziel ist nicht bekannt.

SABABURG DORNRÖSCHEN_II_03.07 SABABURG DORNRÖSCHEN_III_03.071 SABABURG DORNRÖSCHEN_IV_03.072es wird noch auf den fotografen gewartet – der hat sich verspätet. ich schaue mich derweil schon mal um, mache meine fotos. das licht ist gut – die sonne scheint.
als der kameramann dann seine apperatur aufbaut – beginnts zu regnen – na sowas…

INSEL SIEBENBERGEN II …

DER PFAU…

SIEBENBERGEN_PFAU_P1540747

BLOGFOTOS JULI 2016_PFAUENFEDERN_ nachdem ich im garten federn vor allem von gänsen gefunden habe, wird mir ein noch größeres geschenk zuteil – zwei wunderbare pfauenfedern.

aber zum höhepunkt – auf dem rasenplatz des großen rotblättrigen fächerahorn – schlägt der pfau sein rad. er plustert und bläst es auf, dreht und wendet sich, läßt uns teilhaben an seiner schau. als balz würde ich es nicht bezeichnen, denn es ist keine henne in der nähe.
im park wird ihm dieses gehabe wohl zueigen, um den besucherinnen und besuchern sein schönes federkleid zu zeigen.

…in der tibetischen Mythologie nimmt der Pfau alles negative auf und wandelt es
in etwas positives um, so entstehen laut der Sage die Farben in seinem Federkleid.
Dies wird so gedeutet, dass jeder dazu fähig ist Schlechtes in Gutes umzuformen…

INSEL SIEBENBERGEN…

BLAUGLOCKENBAUM

INSEL SIEBENBEERGEN_BAUM_P1540700den blauglockenbaum wollte ich in seiner vollen blüte erleben. die enttäuschung war groß – er blüht nicht – nicht mehr – oder hat gar nicht geblüht. an seinen zweigen hängen samenkapseln, aber die vom vergangenen jahr hingen vor kurzem auch noch am baum.
ich schaue im netz – da steht nichts davon, dass der blauglockenbaum nur alle zwei jahre blüht. bleibt nur mike, der siebenberge-gärtner.

INSEL SIEBENBERGEN_I_01.074 INSEL SIEBENBERGEN_III_01.072_bearbeitet-1türkenbund und orangerote lilien…

INSEL SIEBENBERGEN_IV_01.071ich fotografiere in bisschen hier, ein bisschen dort – aber freude macht es mir nach der enttäuschung nicht so recht.

INSEL SIEBENBERGEN_II_ ABIGAIL_01.073dann treffe ich abigail aus trinidad und marion aus staufenberg. es lenkt mich ab mit ihnen zu sprechen – und wir haben dann noch freude an unserem kauderwelsch – es ist ziemlich schwierig, die bezeichnungen der pflanzen ins englische zu übersetzen.

und doch noch ein höhepunkt – der pfau schlägt sein rad… NÄCHSTER ARTIKEL…
INSEL SIEBENBERGEN BRÜCKE_P1540778