MALEN BEI HENNING…

MONIKA_400_P1230697_bearbeitet-1so konzentriert wurde hier lange nicht gearbeitet – das jede/r am ende an einem einzigen werk tätig war und das über stunden – natürlich wieder mit mittagspause und einem sättigenden salat von galeide – ein hochgenuss wie immer – heute sogar mit sonderleistung indem sie einer von uns das ganze pürierte – auch bella kam nicht zu kurz

monika – sie könnte zur tapetenentwerferin umsatteln – was ihr auch spass machen würde wie sie sagte – diesmal aber für die überdeckung einer maroden stelle im bad

JANE_P1230703jane nahm den winter schon vorweg – ein baum hat die blätter schon verloren – die anderen halten noch etwas dagegen…

HERMANN_P1230708hermann nahm sich rosadoras hügel von der bahnhofsbaustelle als anregung – den schon fotografisch etwas verfremdeten setzte er noch eins drauf und zauberte eine völlig neue draufsichtROSADORA_III_600_P1230711_bearbeitet-2

rosadora die erst etwas lahmte und alles angefangene wieder verwarf geriet doch noch in wallung und zauberte feuer – gleich zweifach- die bilder entstanden schnell – so wie feuer eben auch entflammt – im nu…

P1230698

LAND – AUFGEHÜGELT…

erst verladebahnhof und zoll – nun aufgehügelt… das wort dazu fiel mir eben so ein

ERDHÜGEL_P1230599h. wünscht sich ein buch nur mit erdhügeln – obs das hügelige war oder die fotos dazu oder die liebe zur erde… mir gefallen sie ja auch und als fotomotiv erst recht – unter einbeziehung des himmels der wolken und der bäume einseitig ein haus eine maschine – nein nur die hügel(i) die mir unterkommen nach abwesenheit meiner schweizerischen zeit -ERDHÜGEL_06.011

hügel eben erst aufgeworfene im gegensatz zu den in der landschaft angesiedelten die unterschiedlich erfahren werden – man kann darauf steigen zur besseren aussicht oder auch ertüchtigung – man kann sie einfach nicht mögen als blickversperrer und hindernis – ERDHÜGEL II_P1230594

aber auch als bereicherung und augenschmaus egal ob sie bewachsen sind oder nicht – meine sind nicht bewachsen werden es nie sein werden zweckgebunden weiterverwendet und umgebaggert landen sogar im pool

ERDHÜGEL III_P1230479
es ist der Nachklang das Echo
das mich berührt jedes Mal
wenn die Hügel einander zurufen
abends in der Dämmerung

Elsbeth Maag

unsere briefe füge ich hier ein weil sie in den kommentaren irgendwie verschwinden liebe elsbeth und ich finde sie wichtig
oooo
wie ist das schön von dir zu hören
liebe elsbeth
das ist was mir noch fehlte
die lyrische wende zu den erdhügeln
ich habs gleich in meinen beitrag eingefügt

danke danke
bin so in meiner baustelle versunken
dass die lyrik weggeflogen ist…

sehr schönes gedicht
gefällt mir soooo gut
rosadora und sei herzlich gegrüsst
Danke, liebe Rosadora, für deine faszinierenden Bilder! Hügel kommen in meiner Lyrik oft vor. Dieses Hügelgedicht habe ich letzte Woche geschrieben. Schön, dass wir uns ergänzen. Und danke fürs Einstellen!
Was du „machst“ auf deiner Baustelle ist einzigartig! Die Begegnungen mit der sich stetig anpassenden Natur, die Begegnung mit vielen interessanten Menschen, die Bilder von Abbruchmaterial, sein Wandel hin zur  Kunst – mit Hilfe deiner Augen sichtbar gemacht auch für uns. Einfach grossartig. Wirst du eigentlich nie müde?

Ein freudiges Wochenende wünscht dir Elsbeth

hermann war von den hügeln so ergriffen dass er sie malerisch kollagemässig umsetzte -das war mir eine grosse ehrerbietung und wertschätzung – danke hermann -
nun ist alles beisammen – fotos – worte – bilder eine ganze sache…

MALEN _HERMANN_ 08.11

BEGEGNUNG AM BAHNSTEIG…

P H I L L I P P …
PHILIPP HOFFMANN_P1230217
bahnhof kassel wilhelmnshöhe gleis 7/8

weit hinaus will ich auf dem bahnsteig zu norbert zimmermanns kunstzwerk ENDE EINER REISE. da fällt mir dieser junge blinde mensch auf (ich erkenne es an seinem stock). er sitzt da mit einer harmonica und spielt leise auf einer mundharmonica.

später steht er an einem unterstand und ich spreche ihn an – ich frage ihn ein bisschen aus. er ist strassenmusiker – hat sich auf arbeiterlieder konzentriert und kommt aus kassel.
seinen zug hat er verpasst – er will nach bad hersfeld. dort ist er von der gewerkschaft verdi eingeladen. er soll für die streikenden arbeiter von amazon singen. gute aktion.

PHILIPP HOFFMANN HARMONICA-AMUK_30.10

ich habe lust mit ihm gemeinsam zu musizieren – das gefällt ihm. also – er gibt mir seine mundharmonica – kannst du denn spielen – na klar – und er mit seiner harmonica. wir legen los – publikum ist nicht da – schade eigentlich – es hört sich wunderbar an – muss i denn tönt es – und eigentlich müssten wir mal zusammen auftreten – der junge spunt mit der alten omma – phillipp und rosa – wenn das kein knüller wäre.
ich bin so euphorisch und in mir ist etwas wie glück – so wunderbar finde ich die situation.

ich frage ihn noch wie er menschen wahrnimmt – ob über die stimme oder wie. und über die hände sagt er – ich reiche ihm meine und er betastet sie – ziemlich intim finde ich und er erzählt noch dass er nicht immer blind war. zimmermann hat er gelernt doch dann ging das ja nicht mehr. und rate mal wieviele harmonicas ich habe – na vielleicht drei – nein über hundert – er sammelt die – mit denen möchte ich ihn fotografieren – das ist nicht alltäglich. ja komm doch vorbei. wir tauschen adressen usw. usw.

im nachhinein ärgere ich mich über mich selbst dass ich ihn nicht nach bad hersfeld gefahren habe. da steht er nun verlassen wie zuvor und wartet auf den nächsten zug…

SKULP TOUR KASSEL III …

eberhard fiebig_P1170693

Eberhard Fiebig (*1930 Bad Harzburg; lebt in Kassel):
Tor des irdischen Friedens (1986)

Corten-Stahl, 7 x 10 x 3 m, 100 t schwer. Standort: Gesamthochschule Kassel, Mönchebergstr. Fiebig hat sich immer wieder mit dem Tor als Thema beschäftigt.

FIEBIG_BLAUES TOR__21. SEPT2

 

“Es ist somit ein Symbol des Eintritts ebenso wie des Verlassens. Es ist ein Symbol des Lebens schlechthin.”
[Claus Pese 1996]

„So werden Tore auch zu Instanzen der Rationalität – sie postulieren, daß einer weiß und will, was er tut, wenn er sie passiert oder die Passage verweigert; dass einer sich frage vor dem Schritt über die Schwelle, wer denn er selber sei.”
[Eberhard Fiebig 1987]

“Denn ich liebe diese uralte Metamorphose
der Geometrie zur Kunst.”
[Eberhard Fiebig 1987]

ERGÄNZEND…

HIMMELSFENSTER_P1230339der himmel ist gar nicht ausseracht zu lassen – er liefert die schönsten hintergründe – am bau auch immer der blick für die kunst…

EMMELUTHKRAN II_31.101Die Fotos zeigen die Endmontage mit den Rohrkupplungen der Fima UNIONES ARPOL S. A.
(meine Visitenkarte habe ich Ihnen ja auf der Baustelle gegeben)

Wir sind einer der führenden Hersteller dieser Kupplungstechnologie und arbeiten sehr eng mit der
Firma AMIANTIT (Hersteller der GFK-Rohre) zusammen.

EMMELUTHKRAN II_31.10

es war mühsam die rohre passgenau aneinander zu fügen und bedurfte der aufmerksamkeit aller – auch der kranführer war gefordert bis zum anschlag – die weissen säcke beschweren die rohre damit sie beim auffüllen mit flüssigerde nicht ins schwimmen geraten

SPANNENDE AKTION…

… BEI EMMELUTH – am ehemaligen hauptbahnhof nordseite

PHASE I

spannend wie diese riesigen runden gebilde millimetergenau ausgerichtet und eingepasst werden – irgendwie fühle ich mich dazugehörig – dirigiere mit – auf ab mehr links mehr rechts bis es passt – der emmeluth-chef volker emmeluth ist auch da – staunt vielleicht wie ich – nur dass es bei mir das erstemal ist dass ich bei so einem unterfangen dabei bin

EMMELUTH_KRAN_II_phase I_28DIE ARBEITER

sie geben ihr bestes – ricardo ist wagemutig – ich rufe ihm zu pass auf wenn er sich zwischen die hohlräume buchstäblich quetscht – der kranführer ist irgendwie isoliert – nur mit zurufen hat er verbindung zu den anderen

EMMELUTH_KRAN_II_DIE ARBEITER_281DAZWISCHEN

EMMELUTH_KRAN_II_DAZWISCHEN283DER KRAN

 - fantastisch diese technik und wie man damit so feine arbeiten ausführen kann

EMMELUTH_KRAN_II_DER KRAN_282UND ÜBERALL DIE KUNST…

rund ist sie heute – was da so alles an- und auffällt…

EMMELUTH KRAN KUNST AUSWAHL_28.10

WEITERT BEI EMMELUTH…

…bahnhof nordseite

jetzt gehts unter die erde an allen ecken und kanten – rohre verschiedener grössen werden geliefert abgeladen und eingebuddelt und die ersten fliessversuche unternommen – nicht ungefährlich das klettern in die tiefe

EMMELUTH_BAHNHOF_BEIM ARBEITEN_271ricardo in der tiefe und h. sagt da hätte ich mich ja erst kämmen müssen wenn ich fotografiert werde…

EMMELUTH_BAHNHOF_rohre abladen_27und – die kunst nicht vergessen – das wird zunehmend schwieriger weil sich die bilder über einen längeren zeitraum gleichen

EMMELUTH_BAHNHOF_UND DIE KUNST_272

SKULP TOUR KASSEL II…

 

»Mit Stelzen, Federn oder Rädern verbunden, geben meine Häuser den direkten Kontakt mit dem Boden auf
 und machen sich auf den Weg.«   [Christine Ermer]

emer salzmann_P1200753vielleicht hat dieses gehäuse damit die chance nicht in die abbrucharbeiten und vorhaben der neuen holding firma von SALZMANN hineinzugeraten. es ist fast unsichtbar und passt sich dem baufälligen gebäude zu gut an als dass ich es als kunst und gut zu sehen in sicheren bereichen denke.
die leichte bauweise neigt sich fast in die richtung des sich verabschiedens. ich werde es im auge behalten und mache mich mit ihm auf den weg…

skulp tour kassel_christine emer_salzmann_255Christine Ermer (*1955 München, lebt und arbeitet 
in Hofgeismar): Neigung. Ein Gehäuse (1997)
Stahl, 700 cm hoch. Dauerleihgabe der Künstlerin an die Kulturfabrik Salzmann e.V. Standort: Kulturfabrik Salzmann, Sandershäuser Str. 34

SKULP TOUR KASSEL I …

ENDE EINER REISE…

hier endet die reise – gleichzeitig beginnt eine neue mit norbert zimmermanns leiter an eine eisenwand gelehnt und glänzender kugel.

SKULP TOUR KASSEL_NORBERT ZI._24.10mit kunst geht man immer auf eine reise. wenn sie nicht ausgiebig gedeutet wird, die kunst, lässt sie alle möglichkeiten offen.
ich lasse die erde (edelstahlkugel) unten und entkomme über die leiter nach oben. sie führt ins transzendente, übersteigt menschliches erkennen, entkomme der erdenschwere für einen moment.
züge fahren ein – fahren weiter – die richtung mir nicht bekannt. fahren – steigen – fallen…

SKULP TOUR KASSEL_NORBERT ZI. II_24.101das kunstwerk steht am ende eines gleises – da wo nicht sehr viele menschen hinkommen. kunst am rande – am ende – eingesperrt (nele). kassel ist nur zu documentazeiten alle vier jahre entgegenkommend (meinen auch die beiden bahnbediensteten). tun sie was dagegen sagen sie zu mir. bestimmt…

Norbert Zimmermann (*1944 Lahnstein, lebt und arbeitet
in Emstal-Riede): M 2014 – Ende einer Reise (1992)
Stahl, Edelstahl, 400 cm hoch.
Standort: Bahnhof Kassel Wilhelmshöhe, Gleis 9/10

WEITER IM TAKT…

 

EMMELUTH_ABWASSERBASIN_ 23in die erde müssen sie – die rohre – 2.25 m durchmesser. der grun wird vorbereitet damit sie nicht wegschwimmen. ich hoffe dass ich den moment nicht verpasse da sie in die vertiefung eingepasst werden. fotogen sind sie allemal – es fehlt nur der wirkungsvollere hintergrund. sie haben einen engen platz und bald wird er noch enger werden…

EMMELUTH_tiefes loch_ 231eine sehr defizile arbeit – so tief in die erde. ich bin dicht dran und springe zur seite wenns gefährlich wird. exakt müssen die gruben sein – gut ausgemessen damit die riesenteile da hinein passen – nicht ganz leicht wo alles so patschnass ist – der matsch klebt fest an mir und meinen schuhen – fotoarbeit nicht immer leichte arbeit…