d14 – LORENZA BÖTTNER…

NEUE GALERIE…

http://www.documenta14.de/de/artists/21958/lorenza-boettner

D14_NEUE GALERIE_>LORENZA BÖTTNER_BILD_P1660697 d14_NEUE GALERIE_LORENZA BÖTTNER MIT BABY_P1660726erst als ich den lebenslauf der LORENZA erfahre, von einem choristen, der das werk mit einer gruppe betrachtet, werde ich etwas aufmerksamer. zweimal bin ich schon vorbei gekommen und es hat mich nicht unbedingt beeindruckt. fußmalerei ist ja nichts unbekanntes. was mich rührt, ist ihr/sein schicksal. ich kann mich noch an sie erinnern mit dem tänzerisch schwingenden gang. für mich war sie eine SIE ohne hintergedanken oder bedenken. contergan kam mir vielleicht in den sinn, tiefer stieg ich nicht in ihr lebensthema ein.

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viel zu früh ist sie gestorben – an den komplikationen von HIV sagt man… nun sehe ich die füße plötzlich überall – augen, nase, mund – das bild verschmilzt mit ihr, gräbt sich in mein erinnern und ich weiß nun, LORENZA…

HINTER DEN DREI BRÜCKEN…

…WO IMMER ICH DA AUCH WAR…

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eigentlich suchte ich unterirdische gänge und fand sie nicht. dafür fand ich dieses höchst spannende gelände. ich denke, dass es einmal zu den henschelwerken gehörte. die sind nun in fremdem besitz, wie ich las, stehen unter denkmalschutz und niemand weiß, was daraus werden soll.

zwei riesige mümmelmänner grasten zwischen den schienensträngen, kaum dass sie mir aufmerksamkeit schenkten und eine tote amsel konnte ich nur noch bedauern.

HENSCHELHALLEN_ALTE_HASE- HINTER HAUS_02.081HENSCHELHALLEN_ALTE_SCHIENEN UND TURM_02.083schienen weisen in die ferne, ins ungewisse, hier enden sie an einem fabrikgebäude.

HENSCHELHALLEN_ALTE_SCHIENEN AUSSCHL._02.082die natur überwächst alles – büsche, bäume, wilde pflanzen und blumen. sieht aus wie ein haltehäuschen – aber wofür. HENSCHELHALLEN_ALTE_GESCHIENE USW._02.089spuren davon, dass sich hier hin ab und zu menschen verirren – graffiti kreieren, oder das, was sie dafür halten. der mann mit dem herz treibts auf die spitze – aggression besiegt… HENSCHELHALLEN_ALTE_GRAFFITI_HERZ_02.087das kreuz auf einem stein läßt mich an eine grabstele denken – vielleicht ein mensch – vielleicht ein tier. es bewegt sich was in und um mich. HENSCHELHALLEN_ALTE_HINTER DEN HÄUERN_02.086an einem kesselähnlichen gebilde ein WEGMANN schild. henschel – wegmann – auch rüstungsindustrie. kassel wurde nicht ohne grund so radikal zerbombt und niedergemacht. spuren bis in die heutige zeit.HENSCHELHALLEN_ALTE_KESSEL_02.088  HENSCHELHALLEN_ALTE_SCHEIBEN_02.084das morbide, das zerfallende reizt mich, gibt für mich schöne bilder, erzählt geschichten, auch wenn ich sie (noch nicht) kenne. so sind es erstmal nur meine eigenen. es riecht nach moder – es fehlt die frische. das sterbende, das vergehende ist gegenwärtig. festhalten  in bildern, das was war, reicht in die zukunft, gibt hinweise, aufschlüsse, anregungen. HENSCHELHALLEN_ALTE_SCHIENEN ETC._02.085HENSCHELHALLEN_ALTE_backsteinhäuser_ende_02.0810die alten backsteinbauten weisen auf henschel hin. eine machart aus der `gründer`zeit. für mich haben sie etwas dunkles, bedrohliches – insbesondere, wenn es ein trüber tag ist. trüber tag – trübe gedanken.HENSCHELHALLEN_ALTE_LETZTES BILD_RÜCKSEITE MIT CONTAINER_02.08

DER KLANG DES LEHMS…

D14 UNI LEHMBAUTEN VON GERNOT MINKE…

oder – weniger ist oft mehr

LEHMBAUTEN_UNI_TEMPEL_P1660421als ich an den lehmbauten ankomme, ist lautes getöse von rasenmähern – nicht auf dem lehmbautengelände, sondern draussen in der aue. ich überbrücke die zeit mit einem gespräch mit bettina, die hier studiert und während der d14 aufsichtsperson ist. es ist ein langes gespräch. dann sind die rasenmäher wirklich in sicherer geräuschentfernung.

d14 LEHMBAUTEN UNI_STROHHAUS_02.083 d14 LEHMBAUTEN UNI_TEMPEL_02.082

LEHMBAUTEN_TEMPELTÜR_P1660400diese lehmbauten kenne ich von anbeginn aus meinen studienzeiten – 1978 bis 1984. da hat man noch die köpfe geschüttelt und sich gefragt, was das denn nun wieder für neumodischer kram ist. dabei sind es uralte wiederentdeckte techniken – eben weiterentwickelt.

d14_LEHMBAUTEN UNI_MAI 2012_11.052012 waren es noch mehrere bauten. nun hat man bis auf zwei alle entfernt und ein türmchen dazugebaut und die beiden anderen hergerichtet – fein gemacht sozusagen.

aber der naturbelassene garten ringsherum findet meine begeisterung. nicht gemäht wie üblich – die natur gelassen, zum hineinwerfen schön.

d14 LEHMBAUTEN UNI_HIMMEL UND ERDE_02.081 d14 LEHMBAUTEN UNI_MANDALAS_02.08

den tempel mit klangschalenmusik habe ich für eine weile für mich ganz allein. ich liege unter der kuppel, kann mich entspannen. alles ist, wie ich es mir gewünscht habe. gerold aus der schweiz ruft noch herein – tschüss und noch eine gute zeit.

d14_LEHMBAUTEN_WASSERSTELE_P1660450die wasserstele, die den stelen auf friedhöfen nicht unähnlich ist, findet meine aufmerksamkeit. am schluß meines besuches spendet sie mir wunderbare kühle. ein ort der entspannung, des leermachens, des sammelns. danke danke danke…

d14 – DIE KUNST KLAGT AN…

DIE UNTATEN DER WESTLICHEN WELT…
d14_NEUE GALERIE_DOPPEL_23.062der tagesspiegel:

http://www.tagesspiegel.de/kultur/documenta-14-die-kunst-klagt-an/19914856-all.html

Adam Szymczyk erzählt auch manches krude Zeug, zum Beispiel, dass wir Bildungsbürger uns nicht von legitimierten Funktionären wie Kuratoren und Künstlern vorschreiben lassen sollen, was wir in den ausgestellten Arbeiten zu sehen haben – weil nämlich die Momente des Nicht-Verstehens fundamental sind für die Erfahrung von Kunst. Pädagogischer Frontalunterricht infantilisiert die Betrachter…

…DIE MOMENTE DES NICHT-VERSTEHENS…

und dann schickt er die spaziergänger mit den choristen los und läßt ihnen alles brühwarm erzählen. dicker widerspruch. er faselt viel, wenn der tag lang ist… er kommt mir vor wie ein diktator, sagte dieser tage ein besucher zu mir, er will den menschen die richtung angeben – sie dahin erziehen, zu politischem handeln zwingen. aber erziehen durch diktieren hatte noch nie – und auch heute nicht – einen erfolg. eine spur legen, ja, inspirieren und zur fantasie anregen.
vielleicht finde ich etwas anregendes für mich zwischen dem chaos – aber dann nur, weil ich es selbst will.

und dass die d14 gute besucherzahlen buchen kann, hängt sicher damit zusammen, dass menschen sich von einem unfallort – s. straßenverkehr – immer angezogen fühlen, die neugier ihren verstand vernebelt.
die d14 kommt mir vor wie ein großer unfallort, an dem alles durcheinander wirbelt, vollgestopft und zu nichts eine beziehung zueinander hat, die menschen verärgert und enttäuscht.
der platz zwischen den dingen fehlt, sagt eine besucherin zu mir, wo man zwischendrin auch mal aufatmen kann – wo pausen das gesehene und erlebte vertiefen und gar wirken lassen können. wenn man sich einen teller zu voll auflädt mit allen möglichen speisesorten, wird einem zwangsläufig übel – genau das ist der d14-EFFEKT – ES WIRD EINEM ÜBEL. verwirrendes durcheinander überall.

die botschaft des documenta-begründers ARNOLD BODE -
„denn ohne den poetischen raum kann der mensch nicht überleben“ ist völlig verfehlt. von poesie oder gar ästhetik fehlt jeder hauch.

diese ausstellung ist eine politische. sie sollte aus der documentareihe herausgenommen und eine neue 14te kreiert werden, damit eine kunstrichtung erhalten bleibt, die so dringend gebraucht wird, um menschen zu ermutigen, besonders die jungen, damit menschen kraft schöpfen und wachsen können. mut erwächst nur aus der hoffnung etwas menschenwürdiges und zukünftiges entstehen zu lassen. zugemüllt werden mit den unbillen dieser zeit macht kraftlos und entmutigt.

dass remagen im arp-museum eine ausstellung mit henry moores werken zeigt, zeitgleich mit der d14 und darüber hinaus, läßt aufhören. ARP und MOORE waren beide künstler, die bei den ersten documentas in kassel den kunstgeist prägten, aufhorchen ließen und auch weichen stellten. aber auf dem weg von der d1 zu der d14 ist der kunstgeist auf der strecke geblieben. das finde ich sehr bedauerlich, denn, wie war das – OHNE DEN POETISCHEN RAUM KANN DER MENSCH NICHT ÜBERLEBEN.

tagesspiegel:
Selten wurde die Kunst so massiv als kollektiver Vorwurf inszeniert…
…durch die gegenseitige Verstärkung zum Negativen verlieren die einzelnen Werke Kraft, am Ende ist es nur noch ein Chor der Klage…

Zwar ist die Documenta ausgezogen, um sich zu öffnen, am Ende aber macht die Weltausstellung sich klein.

rosadora

d14 – LEDER MEID WOHNUNG…

BILDER von APOSTOLOS GEORGIOU…

d14_LEDER MEID WOHNUNG_ZWEI GUCKENDE_P1660346mit dem fahrstuhl in die 3. etage – aber das geht nicht – die tür ist zugeklebt.  zu dem, wo sich der zu nutzende befindet, ist kein hinweis.

d14 WOHNUNG LEDER- MEID_MENSCHEN DIV._III_31.071d14 WOHNUNG LEDER- MEID_BAD_31.072d14 WOHNUNG LEDER- MEID_BILDER G. A. -31.076_bearbeitet-1

D14_LEDER MEID WOHNUNG_FENSTER MIT GARDINE_P1660352mühsam schaffe ich die steilen treppen. die wohnung – naja, ich kenne sie aus den 50ger 60ger jahren. es entlockt mir keine so große begeisterung dafür. einige finden sie stattlich, andere beigeistert das rosablaue badezimmer. ich finde es schlichtweg scheußlich kitschig. die bilder von APOSTOLOS GEORGIOU entlocken mir auch kein freudengeheul.

d14_LEDER MEID WOHNUNG_I_BLICK AUS FESNTER_P1660333einzig der blick über den friedrichsplatz und über den parthenon  bis zum wolkenhimmel finden meinen beifall.

d14 WOHNUNG LEDER- MEID_DORIS UND PETER_CH__31.075 d14 WOHNUNG LEDER- MEID_MENSCHEN_II_31.074

achja – und die wohnung als treffpunkt – dazu ist sie ideal. ich habe viel gespräche und wieder sind es die schweizerinnen und schweizer, die meine aufmerksamkeit bekommen. und doris erzählt von den vielen werken auf der d14, die sie traurig stimmen, nicht heiter entlassen und schon gar keine perspektiven aufzeigen. traurig – besonders für junge leute, die sicher an den filmen und performances gefallen finden

d14 WOHNUNG LEDER- MEID_DRIO_IV_31.07

 

 

BÜCHER – MENSCHEN _ BÜCHER-MENSCHEN…

GESPRÄCHE ZWISCHEN DEN BÜCHERSÄULEN…
d14_PARTHENON_LEUTE_BÜCHER_26.07
erstmal einen latte bei nenninger. das café ist gestopft voll. ein paar bietet mir einen platz draußen an, wo die autos vorbeirauschen, aber immerhin, ich sitze. der kaffee dauert dann eine weile. das gespräch lenkt ab – er musiker aus baunatal – ein foto versäume ich. ich bin wohl noch nicht so recht in meiner eigenen spur.

d14_vor NENNINGER_P1660180dann sitzplatzwechsel. eine dreiergruppe – drei sind doch eine gruppe oder – aus berlin. die documenta hat anziehungskraft – warum bloß… noch keine aussage über die d14. sie sind grade erst angekommen. ich versäume nicht, auf meine ausstellung EIN BAHNHOF VERSCHWINDET im OFFENENE KANAL KASSEL hinzuweisen.

d14_PARTHENON_LEUTE_CUTTERIN BEI ARTE_26.071zwischen den bücher bleibt mir eindrücklich die cutterin des arte fs. in erinnerung. sie fotografin – ich fotografin, ein gemeinsames thema und ich rege an, dass sie mir meine filme schneiden könnte. haben sie denn welche. na und ob – mehr als genug. sie mailt mir – wir tauschen fotos.
die gespräche sind vielseitig – der mann mit seinem sprachlosen kind. der vater, der seinen kindern die bücher erklärt, harry aus frankfurt, der eine afghanische jugendgruppe mitbringt.

d14_PARTHENON_LEUTE_FOTOGRAF _26.072und dann der fotograf, der schelm, der mich heimlich fotografiert und ich ihm auf die schliche komme. wir reden, fotografieren, scherzen, sind ernst bei der sache, also bei der d14. sie brigitte, er klaus. wir tauschen die bilder – später.

d14_PARTHENON_LEUTE_DIGERIDOO_26.073zu füssen des parthenon die didgeridoo-gruppe. sie lockt menschen in ihren bann – die sind heute spendabel. viele spaziergänger – so nennt man sie – um eine erzählerin, die nicht erzählen, sondern nachplappern, was man ihnen eingestampft hat. ein mann sagt, die wissen garnichts. wir sollen alles vergessen – sagt a.s. – aber das kann die neue erkenntnis unmöglich sein……..

d14_PARTHENON_LEUTE_TOM FECHT_DENKRAUM_26.074eigentlich will ich heim, setze mich aber noch vors fridericianum und betrachte die szene. heute fällt mir auf, dass viele menschen den DENKRAUM von TOM FECHT – also die steine zum andenken der aidsverstorbenen – betrachten – die eine schaut – die andere auch – wie eine kettenreaktion. schön ich rede mit zwei bremerinnen – immer mal nur so ein stichwort. und dann löst sich die szene auf. nun kann ich auch gehen…

d14_PARTHENON_LEUTE_I_26.075achwo – ein mann unter den beuysbäuen. ich spreche ihn an von wegen, was ihm die d14 zu sagen hat. er ist auch aus kassel. wir reden lange, landen dann aber bei meiner BAHNHOFSAUSSTELLUNG. er ist interessiert, kennt den bahnhof noch. aber dann doch irgendwie ende – ich kann einfach nicht mehr.

achja, ein mann gibt mir den tip, im SPIEGEL ist ein artikel über die 14te documenta – ein ganz übler…

STARK WIE EIN BAUM…

BIRKE – VOR MEINEM FENSTER…
BIRKO VOR FENSTER_HEIL_P1540336nein, ich möchte kein baum sein, wenn ich mir das auch so manches mal gewünscht habe. seit die birke vor meinem fenster vor einigen tagen – mitten im hochsommer – gestutzt wurde, scheint ihm jede orentierung zu fehlen.

BIRKE_MEINE_II_26.07BIRKE_MEINE_26.071das augenblickliche sturmregenwetter setzt ihr zu wie nie. sie wird gerüttelt und geschüttelt, ja gezerrt, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es ihr nichts ausmacht. ich bange um sie und befürchte, dass sie sich bei dem ansturm nicht auf den beinen, also auf ihrem stamm, halten könnte. auch kann ich es ihr ansehen, wie sie zu kämpfen hat. alle heiterkeit, die sie bisher verströmt hat, alle kraft, die sie ausgestrahlt hat ist verschwunden. meine birke ist zu einem zottelbaum geworden, mit dem man macht, was man will.

BIRKE MIT VÖGGELI_P1490383nun auch noch dieses unwetter denke ich. sie sind ja schon gebeutelt, die bäume, wenn sie auf einem grundstück stehen und an ihnen herumgezupft wird, und erst der lärm – ich denke dabei an das rasenmähen, wobei man ihr, der birke, über die füße, also über die wurzeln fährt. das hat sie nicht gern – das weiß ich. ich sehe dann, wie sie sich abwendet oder ganz in sich hineinkriechen möchte, um dem lärm und geholper zu entgehen.

BIRKE MIT DISTELFINK_DSC_7978ich kann froh sein, dass sie mir bei all dem übel noch sauerstoff und frische luft spendet. es sind ja nicht wenige fahrzeuge, die hier vorbeituckern und auch vorbeirasen. mit dem gestank hat sie dann doppelt zu kämpfen. und alles wie selbstverständlich.
nein, ich möchte nicht stark sein wie ein baum und auf jeden fall kämpfe ich dafür, dass sie dich, meine birke, nicht gänzlich niedermachen.

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DAS GEDÄCHTNIS DER GLEISE…

ALTER HAUPTBAHNHOF – GLEIS 13/14…

13/14 888 13/14 888 13/14 888 13/14 888 13/14 888 13/14 888 13/14 888 13/14…

…hämmert es in meinem kopf – meinem kopf – der auch hätte dabei sein können – weil ich behauptet hätte, dass ich jüdin sei, weil ich aufsässig und nicht gefügig war, weil ich rotzfrech war – ach, wäre ich es doch nur gewesen. gehorsam war ich und kleinlaut – ein braves mädchen eben. und den mut mich rosa zu nennen, was einer meiner taufnamen ist, kam mir erst sehr viel später – aber nicht zu spät…

d14 BAHNHOF_NAMEN_HORST HOHEISEL_23.07 d14 BAHNHOF_NAMEN_HORST HOHEISEL_23.071heute gehe ich, rosa, an den gleisen entlang, fange die namen mit der kamera ein, verwickele sie mit den restlichen lebensthemen in meinem kopf, und frage mich, wie man das alles hätte verhindern können und ob und überhaupt – und ob es heute anderswo mehr als tausendfach nicht wiederpassiert und dass ich klein werde, winzigklein, vor den problemen der ganzen welt. niewieder kann also überhaupt niemand garantieren. und ich frage mich, wie ich bei dem gedanke nicht verrückt werde.
d14_NAMEN_H.HOHEISEL_GLEIS 2_P1660157horst hoheisel – eigentlich hätte er nikolaus heißen müssen – der fünf jahre jünger ist als ich, bringt „Erinnerungszeichen im öffentlichen Raum“ raus, denen man nicht nur in kassel begegnen kann (alter hauptbahnhof_das gedächtnis der gleise – rathaus_Negative Memorial Aschrottbrunnen (Kassel 1986/87);, sondern in der halben welt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Hoheisel

HOHEISEL_NAMEN_GLEIS 13:14_P1660156die geschichte, wie die namen auf die gleise kamen, ist eine ergänzende – und hier, auf dieser erinnerungstafel, wird an die erinnert, die daran beteiligt waren.