SEEROSENVERLIEBTHEIT…

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sicher hat monets-seerosenbild eine sommerlichere und farbenprächtigere ausstrahlung als dieses hier auf dem teich, dem lac.
aber dieser gemeinsame blick, meiner und der der seerosenblätter, der sonne entgegen, hat auch etwas einschmeichelndes, die sinne ansprechendes. der tag ist warm und die kühle des grüns und der blätterschatten haben darin einen guten platz.
einen moment bin ich ganz seerose und wünsche nichts mehr, als zwischen dem blattgrün mich zu entfalten. um mich herum ruhe und die sehnsucht eines sommertages erfüllt sich.

BRIEF AN ROSMARIE…

‚Wenn Männer sinnieren entsteht daraus Kunst
wenn Frauen dasselbe tun, bleibt es für viele ganz lange Tand.‘

das ist so nicht richtig, liebe rosmarie,
und guten morgen.

wenn wir in die kunstszene der männer drängen, mag das sein.
aber müssen wir ja nicht. setzen wir unsere eigenen massstäbe
und benennen es anders. was ist schon KUNST.
kunst gibt es gar nicht, so wie es den menschen noch nicht gibt.

josef beuyes so:

‚Kunst,
so verstanden, muß erst entstehen, „denn es gibt sie noch nicht…“

mach doch einfach, was du machen willst – am ende wird es in der welt sein.
wie das gezeigtwerden nicht den grössten wert hat und eigentlich nichts bedeutet,
ausser die wirtschaft anzukurbeln, so hat doch nur das tun seinen eigentlichen sinn
und verändert mit dem darin zum ausdruck gebrachten die welt.

und was sinnieren männer schon – lauter destruktive ansätze, hinter denen sie sich verstecken
und die die welt demolieren.

annegret stopczyk sagt, ‚nein danke, ich denke selber’.
nun los doch! anfangen zu denken, aus unserem inneren heraus, aus unserer überzeugung
heraus, die welt vorsichtig mit einbeziehen und mit toleranz allem lebendigen gegenüber.
uns nicht orientieren an den phrasen der kerle.

so, das wars – das wort zum morgen.
jetzt trinke ich kaffee

liebste grüsse
rosadora

BLAUE HORTENSIE…

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So wie das letzte Grün in Farbentiegeln
sind diese Blätter, trocken, stumpf und rauh,
hinter den Blütendolden,die ein Blau
nicht auf sich tragen, nur von ferne spiegeln.

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Sie spiegeln es verweint und ungenau,
als wollten sie es wiederum verlieren,
und wie in alten blauen Briefpapieren
ist Gelb in ihnen, Violett und Grau;

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Verwaschnes, wie an einer Kinderschürze,
Nichtmehrgetragnes, dem nichts mehr geschieht:
wie fühlt man eines kleinen Lebens Kürze.

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Doch plötzlich scheint das Blau sich zu verneuen
in einer von den Dolden, und man sieht
ein rührend Blaues sich vor Grünem freuen.

Rainer Maria Rilke

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Das Barbarakraut wächst auf feuchten und nährstoffreichem Boden. Die Blätter enthalten sehr viel Vitamin C und können frisch als Salat verzehrt werden.
Die zerstossenen Samen sind in Wein angesetzt ein harntreibendes Mittel.

Nicht zu verwechseln mit dem Senfkraut, das geradstengeliger ist,
oder dem Raps, der auch schon mal am Feldrain blüht.