BRIEF AN ROSMARIE…

‚Wenn Männer sinnieren entsteht daraus Kunst
wenn Frauen dasselbe tun, bleibt es für viele ganz lange Tand.‘

das ist so nicht richtig, liebe rosmarie,
und guten morgen.

wenn wir in die kunstszene der männer drängen, mag das sein.
aber müssen wir ja nicht. setzen wir unsere eigenen massstäbe
und benennen es anders. was ist schon KUNST.
kunst gibt es gar nicht, so wie es den menschen noch nicht gibt.

josef beuyes so:

‚Kunst,
so verstanden, muß erst entstehen, „denn es gibt sie noch nicht…“

mach doch einfach, was du machen willst – am ende wird es in der welt sein.
wie das gezeigtwerden nicht den grössten wert hat und eigentlich nichts bedeutet,
ausser die wirtschaft anzukurbeln, so hat doch nur das tun seinen eigentlichen sinn
und verändert mit dem darin zum ausdruck gebrachten die welt.

und was sinnieren männer schon – lauter destruktive ansätze, hinter denen sie sich verstecken
und die die welt demolieren.

annegret stopczyk sagt, ‚nein danke, ich denke selber’.
nun los doch! anfangen zu denken, aus unserem inneren heraus, aus unserer überzeugung
heraus, die welt vorsichtig mit einbeziehen und mit toleranz allem lebendigen gegenüber.
uns nicht orientieren an den phrasen der kerle.

so, das wars – das wort zum morgen.
jetzt trinke ich kaffee

liebste grüsse
rosadora

2 thoughts on “BRIEF AN ROSMARIE…

  1. Annegret Stopczyk widerspricht sich, wenn sie einerseits sagt „mit Toleranz allem Lebendigen gegenüber“ und andererseits „Nicht orientieren an den Phasen der Kerle“

    Mein Wort zum Morgen lautet: „Miteinander statt gegeneinander“, „Keine Phrasen!“ und „Möglichst nicht verallgemeinern, nicht im Leben, nicht in der Kunst…“

    Liebe Morgengrüsse zu dir, Rosadora,
    Brigitte

  2. Liebe Brigitte,

    Gestatte (und gestatte auch und vor allem Du, liebe Rosadora), dass i c h hier antworte: Widersprichst nicht mindestens Du auch Dir selber, wenn Du postulierst: „Keine Phrasen“ und gleichzeitig es nicht zulassen willst, die Phrasen von Kerlen (nicht: Männern insgesamt, möchte ich es verstehen) zu kritisieren, die möglicherweise mit Lebendigem überhaupt nichts zu tun haben und deshalb keine Toleranz verdienen? „Miteinander statt gegeneinander“ ist in Ordnung, wenn es in Augenhöhe geschieht – was ich „Kerlen“ im männerdominierten Kunstbetrieb nicht zutraue.

    Liebe Grüße an Euch beide
    Helmut

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