AUF DIE KNIEE…
vor jedem sonnenuntergang falle ich auf die kniee
bis ich mich dann wieder aufrichten kann ist es morgen
die ganze nacht bin ich geblendet von dem licht von der schönheit von den guten gedanken die er hervorlockt
bis zum nächsten tag habe ich sie dann wieder in ihre schranken vertrieben
ich bin matt von der anstrengenden unternehmung
alle kräfte sind verbraucht der tag ist der leidtragende
nichts gelingt ohne skeptische umwege
das herz ist nicht unbeteiligt crataegut kommt ihm zur hilfe doch der gedankenfluss stockt vor misstrauen
die schönheiten liegen nicht am weg – sie sind sonnentrunken und nehmen sich zeit
bis sie mir wieder etwas vorgaukeln können müssen sie abstand wahren
das wissen sie und ich auch
den sonnenuntergang meide ich – so viel schönheit kann ich nicht ertragen
den schönheitsberg versuche ich abzutragen mit logischen gedanken werfe ihm vor er sei ein protzkopf führe menschen in die irre
wir glauben an schönheiten nehmen nicht wahr dass es spiegelungen sind die das lügen als grundlage haben
der widerspruch liegt schon im wort sonnen-untergang und ich –
ich kniee nieder – aus dankbarkeit oder ist darin schon ein flehen enthalten dass das licht der sonne mir wieder scheinen möge gleich den alten ägypter/innen die diese szenerie ängstlich beäugten – sahen wie maat die sonne am abend verschluckte und sie diese inständig baten sie möge sie am morgen wiedergebären
mein niederfall, weder brandig angehaucht noch geheuchelt, sondern im niederfall die kraft des lichtes vom tag spürend – die nun abnimmt und versucht mich mit sich zu ziehen – diese kraft diese energie die mich leben macht und mir gleichsam meine ohnmacht vorstellt – sie ist mir unfassbar unbegreiflich und ich falle auf die kniee

























