

ich bin ein baum
voller vögel
trinke ihren gesang
aus den wurzeln
wächst mein schicksal
schmerz und sprache
ins staunen
Rose Ausländer


ich bin ein baum
voller vögel
trinke ihren gesang
aus den wurzeln
wächst mein schicksal
schmerz und sprache
ins staunen
Rose Ausländer

…EIN EINZELNES LICHT im schutze eines durchsichtigen gefässes…
damit es eine sehen kann wie du, liebe rosmarie,
nur deshalb gibt es diese seiten…
rosadora
liebe RosaDora
dein Tagebuch, jetzt im Durchblick dieses Frühlings betrachtet, ist ergreifend. das Sterben deiner Mutter ist im elementaren Zusammenhang von Wasser, Himmel, Bäumen, Knospen, Keimen und weitern Naturdispositionen aufgehoben wie ein einzelnes Licht im Schutze eines durchsichtigen Gefässes mitten in der Landschaft.
dazu gehört für mich auch das Bild mit dir, der Omma Rosa und deinen beiden Enkelkindern Clara und Paul.
es geht nicht um die Anzahl, aber ich würde ja gerne wissen, wer mit mir eine fanartige Beziehung hat zu deinem Tagebuch.
ich lese es selten, wie alles andere auch das ich im und am Internet schätze, doch diese speziellen Zeiten sind für mich stärkend und erholsam bewegend.
Ich selber bin nach wie vor viel unterwegs deine Rosmarie

im wasser spiegelt sich der himmel – wird doppelt.
energie ist deutlich spürbar. sie durchdringt mich ohne grosse anstrengung.
die transzendente anbindung gelingt wie sebstverständlich.
‚der mensch braucht himmel, höhe und horizont’. diese weite weitet mein herz, meinen verstand, meine begeisterung. alles hat platz unter diesem himmel.
ein einziger tag gräbt sich tief in mein gedächtnis, in mein wohlbefinden… Continue reading


es rauscht in den wipfeln der hohen bäume, der birken und buchen. der frühlimgswind rüttelt sie wach. am boden liegen die, deren zeit abgelaufen ist.
es ist ein lebendiges im sterben der bäume. es ist eine andere stufe des blühens.
rinsherum liegen von grünstem moos bewachsene bäume, vielfarbige pilze haben ihren platz gefunden. eine birke wächst aus dem umgefallenen baum heraus und reicht schon an die drei meter heran. die farne überdecken die erde wie ein teppich. Continue reading
dem bach entlang…


mit den bäumen…
wir können ohne die bäume nicht leben. die bäume brauchen uns nicht, es sei denn, es ist der ein oder andere dazwischen, der durch das umgebensein von menschen soviel eitelkeit entwickelt hat, dass er das angeschautwerden liebt. Continue reading

…
grüss mir die sonne,
grüss mir die sterne
und grüss mir den mond.
dein leben,
das ist nun schweben
durch die ferne,
die keiner bewohnt.
08.03.08 HOSPIZ 1 UHR 30

baumspitzen gegen das blau des himmels…
bereit, bereit…

weiss im februarblau –
gewächshausantennen –
energie austauschend … Continue reading
kraniche über kassel – 22. februar – 18 uhr 20
sie bringen den frühling zurück – schon so bald.
ich vertraue ihnen, hoffe, dass sie sich nicht irren.
heute wars fast ‚lau‘. habe draussen gesessen und gegessen.
schon am 7. februar hörte ich sie, an meinem geburtstag.
aber es war schon dunkel und ich konnte nur die rufe hören und nicht
ausmachen, ob sie wegflogen oder schon zurück kamen.
kraniche zu sehen macht mir immer ein glücksgefühl. sie sind so starke
vögel und wissen so genau ihr ziel. wenn wir das doch auch wüssten.
es gibt den griechischen ‚gerano-tanz‘ – den kranichtanz – dem wunderbaren
tanzen der kraniche nachempfunden, wenn sie sich umwerben.
ich liege auf der lauer, wann denn die nächsten kommen werden.
