DIE MUSIK IST VERKLUNGEN…

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ein neuer klang geht durch den park. herbstlich gestimmt. eine synfonie klingt mir aus diesem bild entgegen. der kleine pavillion und die stuhlreihen scheinen mit den bäumen und dem laub ineinanderzuspielen. der anblick ist mir genug musik. aus gebührendem abstand betrachte ich die komposition, halte inne, lausche ins nicht ganz lautlose doch ungewohnte.

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beim gehen entsteht ein neuer ton – herbstblättergesang. mir von kindheit her bekannt. ich finde es so unglaublich schön, dass die blätter noch nicht weggeräumt sind. das nähme dem herbstbild das eigentliche.
das orchester vermisse ich nicht. im gegenteilt. diese leise musik prägt sich mir viel stärker ein als alles laute.

ALLE (R) HEILIGEN – HEILIGE ALLER…

DER 1. NOVEMBER IST DER TAG DER CAILEACH (KELTISCH)

CAILEACH ist die ‘WEISE Alte’. sie beeinflusst die jahreszeiten und das wetter. (sie ist die frau holle im märchen).
ihr symbol ist der kessel. die hexen sind die weisen frauen, die zu den anderwelten zutritt haben. in der nacht zum 1. november öffnen sich die grenzen und ein paar tage ist ein eifriges hin und her zwischen den lebenden und den toten.

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‚…DASS ICH EINS UND DOPPELT BIN?‘

GINKGO

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‚…ist es ein lebendig wesen,
das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, dich sich erlesen,
dass man sie als eines kennt?

solche fragen zu erwidern
fand ich wohl den rechten sinn.
fühlst du nicht an meinen liedern,
dass ich eins und doppelt bin?’

diese zeilen von johann wolfgang von goethe sind manchem bekannt.
das wiedererkennen verbindet. ein älterer mann spricht mich beim fotografieren der ginkgoblätter an. ‚kennen sie…’und er spricht das verslein daher. kopfnicken meinerseits und stilles verstehen, ‚ja, es ist mir bekannt, das goethe-gedicht.’ ein kleines gespräch entwickelt sich. wir stellen fest, dass wir nicht die geringste aussicht haben, nur halb so alt wie ein ginkgobaum zu werden… Continue reading

wenn die KRANICHE ziehn…

sonntag, 14. oktober 2007 – über den urwald, reinhardswald…

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eigentlich will ich den herbstlichen urwald im reinhardswald fotografieren, diesen uralten bäumen begegnen, diesen morbiden schönheiten. das ist schon glücksgefühl genug. aber zu allem überfliegen am frühen nachmittag kraniche in ihrer erstaunlichen formation den strahlend blauen himmel.
ich bin ganz erregt wie immer, wenn ich dies erlebe. und nur, weil ich weiss, dass sie fortfliegen, um den frühling wiederzuholen, stellt sich abschiedsschmerz nicht ein. es ist ein wiederbegegnen, ihr schreien klingt wie übermässig ausgedrückte freude darüber.

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kraniche gelten als sendboten des himmels, was auch immer das für uns und die einzelnen menschen bedeuten kann.
auch als glücksbringer sind sie unterwegs.

10. OKTOBER – WELTTAG GEGEN DIE TODESSTRAFE

Calmy-Rey bekräftigt Kampf gegen Todesstrafe

Bern. AP/baz. Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey hat den Kampf gegen die Todesstrafe als eines der obersten Ziele der Menschenrechtspolitik betont. Einige Staaten seien nicht bereit, auf die Todesstrafe zu verzichten, weshalb weitere Überzeugungsarbeit nötig sei, sagte Calmy-Rey zum Internationalen Tag gegen die Todesstrafe vom Mittwoch. Continue reading