WINTERSONNENWENDE…

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jetzt ist sie vorbei, die angst vor dem dunklerwerden der tage.
die längste nacht des jahres ist überstanden.
noch ein paar rauhnächte und die sonne steigt wieder, jeden tag fast unmerklichein wenig. und am 2. februar, an imbolc oder lichtmess, haben wir schon eine ganze stunde eingeheimst, können wir auf die dunkle zeit zurückblicken.

früher war die dunkle jahreszeit dazu da, die arbeit ruhen zu lassen, jedenfalls die auf den feldern, die es heute so nicht mehr gibt. heute werden aktivitäten zur ablenkung und zum trost angeboten in einer weise, die alles andere hat als winterruhe.

wenn man sich einschwingt auf die rhythmen der natur, gelingt es besser, die zeit zu überstehen.
eigentlich war ja auch die adventszeit ehedem eine fastenzeit, was mit der natur verglichen, die ihre ruhephasen hat, eher stimmt, als die fastenzeit im frühling, wo alles treiben und wachsen will. da gelingt es mir nie, mich zu mässigen. auch ist das osterfest ja keine konstante, sondern fällt mal hier und mal dort hin.
ich orientiere mich gern an den bäumen, die jetzt ihre kräfte sammeln und spätestens ab anfang februar deutlich ihre knospenansätze zeigen.

es ist 8 uhr und am himmel zeigt sich ein ganz zart gelbrosa streifen – das ist ein gutes zeichen.

ENGEL IM GEWUSEL…

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soll er fliegen, oder soll er nicht –
die reise beenden oder noch verweilen?
die menschen scheinen ihn zwischen all dem gewusel
gar nicht wahrzunehmen.
und später, und später,
da ärgern sie sich,
dass sie nicht aufmerksamer waren.
naja, so ist das in jedem jahr.

TUTTI-BUTTI-SALAT…

rezept avocadosalat

und noch rechtzeitig zum weihnachtsfest einen vorschlag
von jungköchin clara, meiner enkelin 8 jahre,

FÜR OMMA ROSA – KREIERT VON CLARA:

TUTTI-BUTTI-SALAT

1 APFEL
2 KLEINE GURKEN
3 MITTLERE TOMATEN
1 AVOCADO

mit balsamico salatdressing
und sylter salatfrische
wenig salz und pfeffer
vermischen

SILBERWEISS…

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Am Teich im Novembernebel

Auf dem Wasser liegen Blätter,
Die noch nicht zum Grunde sinken.
Seltsam wie im Nebelwetter,
Steine, Bäume, Sträucher blinken.
Sind die Tropfen Diamanten,
Die zu mir die Feen sandten?

Silberweiße alte Birken
Strecken Zweige fast wie Hände,
Dort wo meine Feen wirken,
In den Nebel, in den Regen,
So als ob sie sich bewegen.
Langsam geht das Jahr zu Ende.

paul spinger
abdruck vom autor genehmigt

BLASSES, KÜHLES LICHT…

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Die Farben alle sind verblasst
Am Weg und in den Gassen.
Ein gelbes Blatt am kahlen Ast
Will nicht vom Baume lassen.

Der Himmel legt sich auf das Land
Mit Wolken, schwer von Regen.
Vergessen ist das blaue Band
Und Laub liegt auf den Wegen.

Die Lerchen jubilieren nicht,
Wo sich die Krähen scharen.
Es gibt nur blasses, kühles Licht,
Wo sonst die Farben waren.

paul spinger
abduck vom autor genehmigt