den tag anklingen lassen mit kräftigen farben gegen das regnerische tief – das kunstwerk von JÖRG BACH spiegelt die farbe des roten gebäudes und darin die umgebung
JÖRG BACH – SPIEL MIT REFLEXIONEN – edelstahl poliert – 2012
das bedurfte der überwindung durch diesen tiefen matsch zu stiefeln aber wie das so ist – völlig neue bilder – am liebsten wäre ich darin herumgeschwommen wie ein olm
die beiden knaben verlängern das abflussrohr – wunderbar in der abendstimmung – obwohl ich wieder mal bange war sie könnten den klitschigen bach runter gehn
ich lasse mir erklären – mit einem laser wird das gefälle bestimmt – so kommen die rohre gerade zu liegen – und lothar wird von der schweren walze fast von seinem sitz gezogen
die pause ist vorbei – und weiter im takt – ich locke mit kaffee – das zieht – der üppige schlamm macht die arbeit nicht gerade leicht – die erde ist soooo schwer
die kunst fällt diesmal unter DIVERSES – nur schauen – da ist schon was darunter fällt…
UND IMMER SCHÖN DIE BILDER ANKLICKEN – DANN WERDEN SIE GRÖSSER…
„sie sind herzlich eingeladen, das begehbare kirchenfenster zu erleben: bei tag und bei nacht soll der pavillon eine möglichkeit zum kurzen verweilen, zum ruhen sein.
…schauen sie sich um … genießen sie das farbspiel… und den wind der leicht zwischen den scheiben hindurch weht… atmen sie durch… lassen sie ihren gedanken freien lauf… ruhen sie sich aus… fühlen sie sich eine kleine weile beheimatet… bevor sie mit gottes segen wieder ihres weges gehn…“
das gehäuse steht an einem denkbar ungünstigen ort an einer strassenkreuzung – ungeschützt und umspielt vom strassenlärm – ein guter gedanke aber nicht sehr überzeugend – ich fühle mich weder eingeladen noch finde ich da meine innere ruhe – es erinnert auch nicht an ein kirchenfenster – es ist zu laut zu schrill und die gutgemeinten farben blenden im sonnenlicht
die ruhe finde ich in mir an allen erdenklichen orten und wann immer ich will
und achja – sie können das kirchenfenster ausleihen für eigene zwecke…
ARBEIT IN DER GRUBE…
mit augenmass und diesem groben gerät das ding passgenau richten – ziemlich kompliziert und tagtäglich zu wiederholen
wo kommt nur dieses riesenkupferkabel her – ziehen – schneiden ab damit – die absperrung muss neu gezurrt werden – emmeluth persönlich geht seine kontrollrunde
WBM – die jungs machen gute arbeit und kommen voran mit dem flüssigbodentagewerk – der verbrauch von wasser und flüssigbodenzubehör wird nach jedem durchgang gemessen – das lachen ist ihnen noch nicht vergangen
schlammkunst – zwischen aller fotografiererei auch noch die kunst finden – heute im schlamm – ein kunstwerk besonderer art eben…
DAS KUGELHAUS von friedel deventer
es hat etwas meditatives der roten kugel auf der dachkante nachzuschauen – zu beobachten wie sie von der einen seite der kante auf die andere kullert – eigentlich kullert sie nicht wie eine kugel im freien lauf – sie ist festgemacht und man muss ziemlich dicht stehen um diesem geheimnis nicht auf die spur zu kommen…
kugelhaus hat mich irritiert – als u. sagte wir treffen uns im kaffee am kugelhaus fiel mir nicht ein wo das sein könnte – es bedurfte einer erklärung – und im wahrsten sinne kullert ja auch nicht das haus was ich mir aber unter einem kugelhaus denken könnte…
kugelhaus hin kugelhaus her – die leut bleiben stehen als ich hartnäckig hinauf schaue und vermuteten etwas spektakuläres – schliesslich war ein stadteilfest im anrollen da passiert schon manchmal etwas aussergewöhnliches – also – nur eine festgezurrte kugel – aber rot – ganz knallerot – das allein schon erweckt aufmerksamkeit…
Friedel Deventer (*1947 Meschede/Westfalen, lebt und arbeitet in Kassel): Kugelhaus (2000)
Kinetisches Objekt: die Kugel rollt auf der Attika (Fassaden-/Dachkante) entlang (1 Umdrehung pro Minute). Glasfaser, 160 cm Durchmesser. Standort: Wilhelmshöher Allee 270.
es dauert seine zeit bis diese matschschicht die grossen rohre umspült hat – sie muss in ihrem fluss kontrolliert werden damit damit sie dahin kommt wo sie soll – dominique richtet das flussrohr – er ist vertrauensselig dass ihn die schicht vom vergangenn tag trägt –
matsch ist etwas sinnliches – er reizt mich ihn im gegenlicht zu fotografieren – es ist ja nicht nur einfacher matsch – es sind ihm bestandteile zugemischt die ihn erstarren lassen – feingesiebte erde – die asphaltoberfläche bleibt intakt
die kunst ist diesmal im matsch
Dieses Baums Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Giebt geheimen Sinn zu kosten,
Wie’s den Wissenden erbaut,
Ist es Ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen,
Daß man sie als Eines kennt?

Solche Frage zu erwiedern,
Fand ich wohl den rechten Sinn,
Fühlst du nicht an meinen Liedern,
Daß ich Eins und doppelt bin?
Goethe, 1819 (1815)
…für einen kurzen zeitraum – bis man darauf gehen kann dauert es ein paar stunden
Der WBM-Flüssigboden ist ein aus mineralischen Komponenten, wie Sand, Kies, Boden, Gesteinskörnungen und RC Baustoffen, sowie Plastifikatoren und/ oder Bindemitteln, hergestellter Baustoff. Es ist ein zeitweise flüssiger Boden, der später wieder, wie der Ursprungsboden, mechanisch gelöst werden kann.
WBM-Flüssigboden umhüllt vollständig die Rohre im Graben. Problemzonen, wie die Zwickelverdichtung werden nun perfekt erfasst, die Verbauspur und die Ausbrüche hinter dem Verbau werden erstmalig vollständig verdichtet, indem man den Verbau zieht, solange der Flüssigboden noch im flüssigen Zustand ist.
an anderer stelle EMMELUTH – sie müssen tief in die erde mit ihren rohren und es ist noch einiges zu tun bis das ganze grundstück damit versehen ist – heute ist es kalt und windig – mich schubberts schon beim zusehen
erst verladebahnhof und zoll – nun aufgehügelt… das wort dazu fiel mir eben so ein
h. wünscht sich ein buch nur mit erdhügeln – obs das hügelige war oder die fotos dazu oder die liebe zur erde… mir gefallen sie ja auch und als fotomotiv erst recht – unter einbeziehung des himmels der wolken und der bäume einseitig ein haus eine maschine – nein nur die hügel(i) die mir unterkommen nach abwesenheit meiner schweizerischen zeit –
hügel eben erst aufgeworfene im gegensatz zu den in der landschaft angesiedelten die unterschiedlich erfahren werden – man kann darauf steigen zur besseren aussicht oder auch ertüchtigung – man kann sie einfach nicht mögen als blickversperrer und hindernis – 
aber auch als bereicherung und augenschmaus egal ob sie bewachsen sind oder nicht – meine sind nicht bewachsen werden es nie sein werden zweckgebunden weiterverwendet und umgebaggert landen sogar im pool

es ist der Nachklang das Echo
das mich berührt jedes Mal
wenn die Hügel einander zurufen
abends in der Dämmerung
Elsbeth Maag
unsere briefe füge ich hier ein weil sie in den kommentaren irgendwie verschwinden liebe elsbeth und ich finde sie wichtig
oooo
wie ist das schön von dir zu hören
liebe elsbeth
das ist was mir noch fehlte
die lyrische wende zu den erdhügeln
ich habs gleich in meinen beitrag eingefügt
danke danke
bin so in meiner baustelle versunken
dass die lyrik weggeflogen ist…
sehr schönes gedicht
gefällt mir soooo gut
rosadora und sei herzlich gegrüsst
Danke, liebe Rosadora, für deine faszinierenden Bilder! Hügel kommen in meiner Lyrik oft vor. Dieses Hügelgedicht habe ich letzte Woche geschrieben. Schön, dass wir uns ergänzen. Und danke fürs Einstellen!
Was du „machst“ auf deiner Baustelle ist einzigartig! Die Begegnungen mit der sich stetig anpassenden Natur, die Begegnung mit vielen interessanten Menschen, die Bilder von Abbruchmaterial, sein Wandel hin zur Kunst – mit Hilfe deiner Augen sichtbar gemacht auch für uns. Einfach grossartig. Wirst du eigentlich nie müde?
Ein freudiges Wochenende wünscht dir Elsbeth
hermann war von den hügeln so ergriffen dass er sie malerisch kollagemässig umsetzte -das war mir eine grosse ehrerbietung und wertschätzung – danke hermann –
nun ist alles beisammen – fotos – worte – bilder eine ganze sache…