HAUPTBAHNHOF NORDSEITE ABBRUCH…
da ging es einst zum zollamt – nun ist es weg – das schild klebt noch – mal sehen wie lange noch…
das AA zugekippt – schön wärs – überflüssig weil alle arbeit haben…

viele wochen habe ich fast täglich den abbau des güterbahnhofs beobachtet – nun zuletzt noch das haus des zollamtes – schnell ist es umgestossen und zusammengeräumt – die einzelnen materialien fein säuberlich getrennt – das hat meine bewunderung – es ist laut und staubig – keine leichte arbeit – j. arbeitet trotz lungenentzündung weil zu wenig leute da sind und die arbeit gemacht werden muss – pflichtbewusstsein gleich neben leichtsinn – das geht auf die knochen und ich kann nur den kopf schütteln zu dem was mir dazu alles so einfällt – gleich daneben das AA – nicht unweit wegmann die waffen produzieren – ein krankenhaus in unmittelbarer nähe dazu – und ringsherum kirchen – die wolken wissen bescheid – sie scheinen das projekt zu begleiten…

ohne die wolken würde ich das sicher nicht aushalten können – sie begleiten das projekt und mich und immer bin ich auf der suche nach eindrucksvollen bildern – wolken sind wie ein sahnehäubchen auf die grobe wirklichkeit
fraunhofer ist verantwortlich dafür dass das neue nicht nur eindrucksvoll sondern auch sinnvoll ist und hoffentlich nicht gänzlich vergessen macht dass hier einmal der verladebahnhof mit vielen arbeitsplätzen der nicht nur umschlagsort für güter sondern auch für menschliche werte war – einige der menschen die hier gearbeitet haben kommen vorbei – sagen das tut weh das alles schwinden zu sehen und denken dabei an ihre eigene vergangenheit die nicht vergangen ist deren sichtmarken nun aber fehlen werden






am nächsten tag werde ich mit regen beschenkt – mit und ohne schirm fotografiere und filme ich das prächtige grün – es erstaunt mich immer wieder wie natur sich zu erneuen vermag – die hühnerhirse die im herbst völlig mit in den rüttelschüttelvorgang geriet hat sich zwischen restliche erdmassen gerettet und wächst und blüht mir zur freude






der lange schornstein als orientierungshilfe – nichts ist hier wie es einmal war



hier nun greift er zu knickt und knackt ab mit sagenhaftem feingefühl und sicherheit dass es mir den atem verschlägt – eine geschlagene stunde filme und fotografiere ich in strömendem regen teils mit regenschirm teils ohne was jan da an geschick aufweist – kaum zu glauben – manchmal schien es mir wie ein tanz




















