‚WIE BIST DU DOCH SO SCHÖN!’…

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ins land meiner kindheit gefahren.
lerchen singen, nicht so zahlreich wie früher, aber immerhin.
sie schwirren und stehen in der luft und singen – wer das könnte…
‚…mein herz ist wie ‚ne lerche…’.
nachtigallen und kuckucks hörte ich noch keine. ‚…bring auch viel nachtigallen und schöne kuckucks mit’.
raps bringt volle blüte hervor – gibt abwechlung ins grün. der duft umwirbt mich, erfüllt mich mit wohlbefinden.
immer stiess ich mich an dem satz ‚…die bäume schlagen aus’ – im lied ‚der mai ist gekommen’. viel zu hart, viel zu aggressiv. aber was in den letzten tagen passiert ist, sich ereignete, das grenzt schon an ein mächtiges hervortreten. plötzlich ist die welt grün. nur noch grün. die sehnsucht nach diesem grün hat sich erfüllt und ist fast nicht auszuhalten. immer übertrifft das, was man sich wünscht, in einem masse ein, wie es nicht vorstellbar ist. es übertrifft – auf die eine oder andere weise. Continue reading

U R W A L D F R Ü H L I N G . . .

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es rauscht in den wipfeln der hohen bäume, der birken und buchen. der frühlimgswind rüttelt sie wach. am boden liegen die, deren zeit abgelaufen ist.
es ist ein lebendiges im sterben der bäume. es ist eine andere stufe des blühens.
rinsherum liegen von grünstem moos bewachsene bäume, vielfarbige pilze haben ihren platz gefunden. eine birke wächst aus dem umgefallenen baum heraus und reicht schon an die drei meter heran. die farne überdecken die erde wie ein teppich. Continue reading

T R Ä U M E N D . . .

jüdischer friedhof niedenstein

DIE BESCHÄFTIGUNG MIT DEM TODE IST DIE WURZEL DER KULTUR.
Friedrich dürrenmatt

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ich frage einen jungen mann nach dem friedhof. ‚da oben, wo das klinkerhaus steht. gleich neben dem haus ist ein pkw-einstellplatz.’ ob das tor abgeschlossen sei, oder ob ich durch die hecke klettern müsse. er lächelt. am friedhof entlang gehe ein kleiner weg, von da gäbe es bestimmt ein schlupfloch. da wären sie oft durchgeschlüpft. jedenfalls, als er ein kleiner junge war, und das sei schon eine weile her.
mein schlupfloch ist dann ein anderes. ich bin zu spät dran was das licht anbetrifft. die sonne neigt sich schon gegen nachmittag. ich denke, zu einer ersten kontaktaufnahme wird es reichen. die grabsteine sind am unteren ende des friedhofs platziert. (wenn unten da ist, wo der leichte berg etwas abfällt). der obere teil ist mit rasen bedeckt und leicht buckelig durch die gefrorenen erdhügel. Continue reading

MAGIE DER STEINE…

BESEELTE ORTE

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den kopf geneigt, den blick gesenkt – schon lange schaut er den menschen nicht mehr nach. als die götter ihm und seinem kollegen diesen platz zuwiesen, gab es hier noch keine menschen. und nun, da es menschen gibt, stellt er fest, dass sie das besondere dieses ortes nicht wahrnehmen. sie wissen nicht um die magie der steine, die wesen, die in den steinen schlummern und gleichzeitig hellwach sind. Continue reading