STEINBRUCH NEUE DRUSEL…

der STEINBRUCH NEUE DRUSEL ist geschlossen.

BASALTSTEINBRUCH_KIESBERG_P1020397nach meinen erkundungen über die riesensteinbrocken an der druseltalstrasse und dem tuffsteinbruch am kuhberg mache ich mir ein bild von dem basaltsteinbruch.

BASALTSTEINBRUCH KS_UMSICHT_19.041
beeindruckend diese riesenmondlandschaft, noch beeindruckender die riesen-basaltwände. sonne und schatten versuchen sie ins rechte licht zu rücken, geben spielraum für schönste bildeindrücke. ich muss zugeben, diese gesamte areal, ein nicht sehr kleines und bescheidenes, macht eindruck auf mich. die atmosphäre ist friedlich, betont die sommerlichen temperaturen im kesselrund. BASALTSTEINBRUCH_BAUMREIHEN_P1020422die natur versucht diese tiefen eingriffe, die durch den basaltabbau entstanden sind, langsam und leise wieder zu erobern. zartestes grün wächst aus tiefem grau, birken bilden ganze reihen am hang, eine einzelne lerche versucht ihr bestes und es gelingt ihr, ihre zarten blätter (sagt man bei lerchen) hervorzubringen. huflattich setzt gelbe lichter zwischen steinhügel, andere pflänzchen werden sich erstärken und das ganze szenario bis zum sommer und herbst hin schmückend ausgestalten.
BASALTSTEINBRUCH KS_UMSICHT_II_19.042BASALTSTEINBRUCH KS_STEINWAND_19.04
sich vorzustellen, dass hier der natur einhalt geboten, geschweige ihr auf die sprünge geholfen wird, eine REKULTIVIERUNG angestrebt werden soll, gehen die planungen in eine mögliche umgestaltung in ein PISTE FÜR DIRK-BIKER. unmögliches vorhaben, das verhindert werden muss. neben erheblichen massenaufläufen und radau-stiftern und bereits überstrapaziertem verkehrsaufkomme, muss so etwas in einem wohn- und erholungsgebiet unterbunden werden.
ingrid PEE, bürgerinitiative pro-habichtswald, gibt noch bedenken für eine verhinderung der vorkommenden uhubrut ein.
natur sollte an erster stelle stehn. kassel ist vor allem dadurch in erster linie ein ort, an dem ich gern lebe.

TUFFSTEINBRUCH KUHBERG…

TUFFSTEINBRUCH_I_P1020146heute habe ich den entstehungsort der steinkolosse aufgesucht – den tuffsteinbruch auf dem kuhberg.
es war ein angenehmer ort – stein, wasser, sonne – starke energien, die mich umgaben. etwas schwindelig wurde mir, wenn ich mich bewegte. jetzt denke ich, vielleicht hätte es sogar ein echo gegeben in diesem kesselartigen geburtsort für den tuff, doch ich habe vergessen zu rufen oder gar zu singen. oft bin ich so überrascht von dem, was ich vorfinde, dass ich versäume, was noch alles hätte stattfinden können. der blaue himmel und die angenehme, nicht allzu heisse wärme, der gesang der vögel, der wind, fußspuren von hund, marder oder gar wolf… die gesteigerte aufmerksamkeit auf etwas bestimmtes verhindert mir oft den blick auf andere details.
TUFFSTEINBRUCH_II_16.04es geht um die steinkolosse, die ich gestern zeigte, und ich habe mich schlau gemacht. thomas täschner von dem hessischen baumanagement kassel hat mir alles erklärt.

die tuffsteine, Lapilli-Tuff, dem Basalttuff Habichtswald, werden im gesamten bergpark verbaut, also herkules, wasserwege, löwenburg, kaskaden und einiges mehr. es ist ein zweihundert-millionen-projekt (inwischen dreihundertmillionen). die arbeiten am herkules dauern schon seit 2005 und sollten 2013 abgeschlossen sein. nun ist das ende durch nicht  absehbare schäden ungewiss…
weshalb man den leicht witterungsanfälligen tuff verwendet, hat historische gründe. er ist einmalig und nur hier in dieser gegend zu finden und leicht verbaubar. in italien gibt es ähnliche tuffsteinbrüche, aber die qualität ist noch witterunbgsanfälliger – und dann der transport…
TUFFSTEINBRUCH_III_16.041die kolosse werden aus dem steinbruch herausgeschnitten und -gesprengt. dann werden sie weiter unten an der drusel gelagert – jahrelang, wenn es sein muss.
eine firma – u. a. die firma wachenfeld – schneidet sie dann in entsprechende grössen. es gibt noch andere firmen, die das übernehmen. die firmen werden in einer öffentlichen ausschreibung ermittelt.
herr täschner ist bereit, mich einmal in den steinbruch zu begleiten – was ich gern annehme. sicher erfahre ich dann noch interessante einzelheiten. die sprengarbeiten ruhen zur zeit. erstmal sind genug steine geborgen.
übrigens – dieser tuffsteinbruch hat nichts mit dem basaltsteinbruch, ganz in der nähe, zu tun. der ist schon sein ein paar jahren geschlossen.

STEINKOLOSSE IN DER WARTESCHLANGE…

STEINE AM KUHBERG – KASSEL-DRUSELTAL…                                    fotos anklicken
STEINE_9_P1020048_bearbeitet-2schon lange lagern sie hier, diese steine aus dem tuffsteinbruch, am rande der druseltalstrasse. bisher wusste ich nicht, wozu sie gedacht sind. heute mache ich mich auf die spur.
sie sind nicht so gesprächig wie die steine am lac. die sprengungen haben ihnen wohl einen schock versetzt. ihre form ist nicht willkürlich, sondern erfolgte einem plan, dem, dass sie am herkules und im bergpark verbaut werden sollen. sie wissen nichts von ihrem schicksal. sie stehen auf der warteliste. fast haben sie hier wurzeln geschlagen. an ihren wänden haben sich moos und anderes kleines grünzeug niedergelassen, welche die karkheit lieben. sie haben die steinbrocken integriert, so als wäre ihre anwesenheit für die ewigkeit gedacht.

STEINZEUGEN DRUSELTALSTR. 15.04die drusel gluckert nebenher, besingt den frühling, liefert den blumenschmuck und den brennnesselduft. auch unter den steinen zwängt sich der bach hindurch, versucht sich breit zu machen. unter gras und kresse ist das ausmass für mich schwer erkennbar. ich sinke, sinke ein – das wasser reicht mir bis an die knöchel.
die steinkolosse sind nicht anonym hier, sie haben nummern, das gibt ihnen eine besondere berechtigung.

STEINZEUGEN DRUSELTAL_1_ich zwänge mich zwischen die steine, um dieses licht-schatten-spiel ins rechte bild zu setzen, muss klettern, um wieder herauszukommen aus der enge und der irre. es ist unwahrscheinlich heiss – die riesensteinbrocken verstärken das gefühl noch. sie scheinen das zu mögen. die hitze verleiht ihnen eine ungeheure energie. ich habe nicht das gefühl, dass sie mich zerquetschen, solange ich mit ihnen rede und sie mit berührungen bitte, meine anwesenheit zu dulden. sie sind großzügig, geben mir geleit und aufmerksamkeit. ich bedauere sie, aber sie scheinen sich in ihre form eingefunden zu haben. sie bekommen licht an stellen, die sonst im dunkeln verborgen waren. der sonnenlauf macht, dass sie nur eine lichtseite haben. da sie sich nicht vom fleck rühren können, ist es immer dieselbe seite, die beschienen wird. dieses licht-schattenspiel mache ich mir zunutze. meine bilder wären langweilig, wenn sie total ausgeleuchtet wären. so sind sie licht-schatten-steinbilder geworden, mit einem besonderen reiz…

INSEL SIEBENBERGEN…

INSELSIEBENBERGEN…

MAGNOLIENBAUMAST_P1010736mächtig beginnt das blühen. allerorts treibt und spriest es hervor. weiss gelb und rosa haben hochsaison.
die insel siebenbergen überrascht mich mit einer frühen magnolienbaumblüte. die menschen sind süchtig nach wärme und frühling. obwohl noch nicht allzuviel zu sehen ist auf der insel, strömen sie herein. später dann legt sich diese sucht wohl.

INSEL SIEBENBERGEN_II_10.041immer wieder alles neu – das ist das geheimnis. die bepflanzungen wechseln, je nach jahreszeit. ich schaue nach, ob die zahlreichen arten rhododendron schon mut zeigen.
ein weisser, dicht am wasser, ist fast verblüht. was hat er sich bloss gedacht, so vorwitzig und ganz aus der eihe. das zarte grün der bäume lässt noch auf sich warten. im vergangenen jahr war alles drei wochen früher.

INSEL SIEBENBERGEN_I_10.04immer mal wieder werde ich schaun, was sich da tut. nur den taschentuchbaum vermisse ich jetzt schon. es gibt ihn nicht mehr. er war wohl krank. man hat ihn entfernt. eine grosse lücke. da blieb man stehn und staunte, kam ins gespräch – und nun…

MAHLERTREPPE IN BLÜTE…

MAHLERTREPPE BLÜTE_II_11.041mehr als drei wochen später als im vergangenen jahr stehen die kirschbäume an der mahlertreppe in voller blüte. viele menschen sind unterwegs und bestaunen die pracht. es ist wirklich eine pracht, sie erinnert an die mandelblüte in japan. das blühen erheitert die menschen auf der ganzen welt, wenn auch zu verschiedenen zeiten.
MAHLERTREPPE BLÜTE_11.04der penonebaum hat jetzt die schönste kulisse. der ihm beigegebene kleine echte baum hats nicht überstanden. was die menschen reizt ihn zu verstümmelt, ist mir schleierhaft. vielleicht denken sie – das unkraut muss weg…

eben noch sonnenschein  kommt ein sturm auf und die szene verflüchtigt sich. aus ists mit den schönen fotos, aber die blüten dürften noch ein paar tage halten – sie sind ganz neu…

SONNENFINSTERNIS…

SONNENFINSTERNIS_P1280552SONNENFEINSTERNIS_I_ 20.03_bearbeitet-1fast hätte ich sie verpasst – die sonnenfinsternis. die angegebene zeit stimmte für kassel nicht. der dichte nebel liess mich denken, dass nichts zu sehen sein würde. die etwas trübere und verhangene sicht ordnete ich dem nebel zu.
als ich dann schaute, war die verdunkelung voll im gange. ich wagte, trotz aller warnungen, augen und kamera könnten schaden nehmen, fotos zu machen mit einer lumix f 2.8 und 600 tele. die grössere fz 1000 wollte das nicht – sie streikte.
immer mal wieder legte ich eine pause ein. die sonne hatte sich von einem aufrechten C zu einer sonnenschaukel entwickelt – lag auf dem rücken – so schien es. mehr wollte auch
das 600er tele nicht.
kein spektakel – ich sah es aus meinem fenster, aber ein erlebnis besonderer art und nicht alltäglich.
SONNENFEINSTERNIS_II_ 20.031

ZEIGE DEINE WUNDE(N)…

KUNST UND SPIRITUALITÄT BEI JOSEPH BEUYS

„ich bin ja kein gärtner der bäume pflanzt, weil bäume schön sind.
nein, ich sage, die bäume sind  heute ja viel intelligenter als die menschen.
wenn der wind durch die kronen geht, dann geht zu gleicher zeit durch die krone,
was die leidenten menschen an substanz auf die erde gebracht haben,
das heisst, die bäume nehmen das längst wahr, und sie sind auch schon im zustand des leidens – sie sind entrechtet.
tiere, bäume – alles ist entrechtet.

die bäume sind nicht wichtig, um dieses leben auf der erde aufrechtzuerhalten, nein,
die bäume sind wichtig, um die menschliche seele zu retten.
das einzige, was sich lohnt aufzurichten, ist die menschliche seele.

ich meine jetzt nicht nur das gefühlsmäßige, sondern auch die erkenntniskräfte, die fähigkeit des denkens, der intuition, der inspiration.

das sind ja alles dinge, die sehr stark geschädigt sind in unserer zeit – die müssen gerettet werden – dann ist alles andere sowieso gerettet.“ joseph beuys

diese worte – in einem film von einer wunderbar warmen männlichen stimme gesprochen zu klassischer musik – fast kommen sie mir kitschig vor. aber dahinter ist diese wichtige botschaft –
DAS EINZIGE, WAS SICH LOHNT AUFZURICHTEN,  IST DIE MENSCHLICHE SEELE…
und dass bäume und pflanzen eine wahrnehmung haben und agieren, ist heute, nach vielen forschungen und verbessertem wissen eher zu verstehen als seinerzeit, als beuys das geäussert hat (1974/75 – also vor 40 jahren).

er war ein seher, ein heller kopf und riskierte das anecken – ja es war programm, weil man menschen nur wachrütteln und zum nachdenken bringen kann, wenn man sie schockiert.
er hat in kassel 7000 bäume gepflanzt und hatte gelobt, das in der ganzen welt zu tun, solange er kann.

film auf DVD
bei
absolutmedien.de

die ausstellung ZEIGE DEINE WUNDE ist dauerhaft zu sehen und eigentum des lenbachhauses in münchen

EIN GEGLÜCKTER TAG…

DÖRNBERG – HELFENSTEINE                                                           FOTOS ANKLICKENHELFENSTEINE_P1280448nicht gedacht habe ich, dass ich auf die helfensteine je wieder aufsteigen würde.
meine kinder und enkelkinder stützten, schoben und zogen mich den teils steilen berg hinauf.
ich war ganz ausser puste und dennoch glücklich, das noch einmal erleben zu können.

clara und paul erklommen erstmal die höchste spitze der helfensteine – juchhu

DÖRNBERG_clara und paul_
LABYRINTH DÖRNBERG_P1280483
ich wollte zum labyrinth, ich kannte es ja und muss es doch immer erst wieder suchen.
clara erzählte ich von dem labyrinthgedanken und „im labyrinth verlierst du dich nicht – im labyrinth findest du dich“.
naja, so auf die schnelle wird sie es nicht erfahren haben. und dass sie mehr über meine gedanken wüsste, dazu sehen wir uns zu selten.
HELFENSTEINE_LABYRINTH_DÖRNBERG1_bearbeitet-1clara ging den weg – allein – konzentriert schritt sie ihren weg ab. dann ermunterte sie mich solange ihn auch zu gehen, den labyrinthweg, dass ich es wagte, auch weil ich sie nicht enttäuschen wollte. es setzte ungeheure kräfte frei.
etwas kankelig und unsicher, mit flugversuchen zwischendrin, schaffte ich den ganzen weg – alleine.

paul wollte dann auch unbedingt. er war flink, war schnell hinter mir und in der mitte nahmen wir kontakt auf, wechselten die reihenfolge. paul ging nun vor mir.
ein ungeheuer ergreifendes erlebnis für mich, mit meinen beiden enkelkindern gemeinsam das labyrinth zu erleben.
den himmel begrüssen – dank sagen – segen erbitten und glücklich – so glücklich.
geschafft – energie von werweisswoher.

kein tag – ähnlich erfüllt – wird diesem so schnell folgen – von familie ermutigt und getragen – aber lange noch werde ich daran denken und kraft daraus schöpfen.

danke clara, paul, anja, boris und mirko, die mir zu diesem erlebnis verhalfen…
einen besonderen dank an clara, die die geduld hatte, diese aufnahmen zu machen….

DAS SPIEL VOM WERDEN UND VERGEHEN II…

                                                                                                          BILDER ANKLICKEN

TISCH GANZ_P1000019heute trieb ichs auf die spitze – im wahrsten sinne. dem geburtstagsstraus versprach ich noch eine weitere fotosession. aus dem kompostloch brachte ich binsen mit – eigentlich für einen total anderen auftritt. doch fantasie beflügelt und macht beine und lässt entstehen. auf die leiter musste ich – also hoch hinaus. das war heikel da ich schon auf ebener strecke mit meinem schwindel schwierigkeiten habe. der absturz war vorprogrammiert. aber programme lassen sich ändern. ich wollte es – wollte es so sehr dass ich es riskierte. es war die reinste zitterpartie.

TISCHKUNST_11die blütenblätter des strausses entzückten mich mit ihren zarten aber immer noch kräftigen farben. fast waren sie noch intensiver als zu beginn ihres auftritts – also zu meinem geburtstag. nur verbogen hatten sie sich – nicht zu ihren ungunsten wie ich fand – und das ist jetzt über 4 wochen her.

dieses werk rechne ich meiner momentkunst zu. es ist da und will nicht ewig währen…

DAS SPIEL VOM WERDEN UND VERGEHEN…

BILDER ANKLICKEN…P1270583GEBURTSTAGSSTRAUS – 7. FEBRUAR 2015

wassermänner sind nicht in jedem fall verspielte ratze. es gibt spiele, die ich gar nicht mag, z. b. menschärgeredichnicht. sie müssen kreatives abverlangen, die spiele. fotos kann ich verwandeln in unvorstellbare dimensionen, was ich nicht immer tue, wenn ich sie zeigen will. alles lässt sich zum fotoobjekt machen – so ich will…

GEB. STRAUSS_WELKEN_I__17.02meinen geburtstagsstrauss bestaunte ich vom ersten tag an und tue es – nach 11 tagen immer noch. er war bunt und strahlte eine enorme energie aus. wenn er wollte, hätte er das zimmer platzen lassen können, oder mich in höchste höhen zu schleudern vermocht…

blumen sind von ihrem erscheinen bis zum vergehen wunderbar. der welkende strauss verfärbt sich und trifft die feinsten nuancen. was haben blumen, was wir nicht haben. mein wunsch, so schillernd sterben zu können, einen guten eindruck zu hinterlassen und lockern und wie selbstverständlich gehen zu können.
GEB. STRAUSS_farbverläufe__17.021
die begeisterung zog meinen spieldrang hinterher. ich fotografierte die schönsten farbverläufe und auch formen. dann machte ich die farbverläufe in unschärfen sichtbar, und das war nicht genug. im hdr-verfahren gab ich den winkenden, sich verabschiedenden noch einmal einen pepp drauf – das gefiel mir sehr.
GEB.STRAUSS_WELKEN_HDR_ 18.2
nicht abwarten konnte ich, bis der strauss ganz dahin ist. aber ich werde weiterhin auf der lauer liegen und ihm noch einmal eine fotosession widmen…