AGAVE-AMERICANA…
sie ist fast so alt wie ich – 72 jahre – und ich besuche sie seit vielen jahren. und nicht erst jetzt ist sie in meinem blickfeld. immer mal wieder habe ich sie fotografiert, obwohl ich da noch nicht ahnen konnte, dass sie sich ihrem höhepunkt widmen würde.
jetzt macht sie auf sich aufmerksam durch einen enormen wachstumsschub. sie konnte ihn nicht mehr aufhalten und weil sie wuchs und wuchs, nachdem sie jahrelang ruhe gehalten hat, wurde ihr der zu enge raum, das niedrige dach, zum verhängnis. zum glück hat sich jemand erbarmt und ihr den weg frei gemacht, einfach die scheibe aus dem dach herausgenommen, damit sie nicht an platzmangel eingehen muß. nun hat sie das licht der welt, sozusagen, erblickt und versucht ihr bestes. jetzt kann sie zeigen, was sie all die jahre geplant und entwickelt hat.
wann sie ihre blütenschwingen nun ausbreiten wird, weiß niemand so recht. in diesem haus hat es das noch nie gegeben. und alle warten darauf. in scharen kommen die neugierigen, wollen das seltene ereignis miterleben. leider ist ihr leben danach, also nach dem blühen, dann beendet. da es eine einmalige sache ist, werden viele menschen noch lange davon berichten.
daß das kakteenhaus schon lange viel zu eng geworden ist für die vielen pflanzen, ist bekannt. damit es nun endlich erweitert oder neu gebaut werden kann, müssen die alten verordnungen überdacht und abgeändert werden. die können unmöglich noch gültigkeit haben – wir leben im zwanzigsten jahrhundert. schließlich geht es um den erhalt einer wichtigen und großen kakteensammlung und den erhalt des botanischen gartens.
da sich so schnell keine firma für die finanzierung bereit erklären wird, wären eintrittsgelder – wenigstens zu den großen veranstaltungen, wie pflanzenbörsen, eine möglichkeit und man sollte sie nutzen.
die unterstützung von den medien erachte ich für selbstverständlich. jetzt ist es einfach an der zeit…












wildapfelblüten






hier ist er hinter gittern eingesperrt und unter laub versteckt die kommenden pflänzchen. die violetten und roten schildchen haben es mir verraten. 

der staudengarten erheitert mich mit seinen farben und formen und immer mal wieder spielt sich eine andere staude in den vordergrund. zur zeit haben es mir die taglilien angetan und das gelb der königskerze und des alant sind das schmückende beiwerk.

der heilkräutergarten ist in vollem wuchse. einige der kräuter müssen kurzgehalten werden – aber sie kommen ja wieder. die zitronenverbene duftet schon von weitem. ein tee daraus schmeckt wunderbar. ich sitze in der nähe und genieße den duft.







aber der alant – endlich endlich wieder alant. er macht mir beim fotografieren die größte freude mit seiner kräftig grünen oberseite und der weißlich überzogenen unterseite – den spitzigen blättern, die schöne gebärden haben – wie ich finde. alle blumen haben zwar gebärden in ganz eigenen ausführlichkeiten, aber der alant mit seiner dezenten farbgebung ist zur zeit mein liebling – ehe er dann im hochsommer seine gelben lichter aufsteckt.




