GUDRUN EMMERT Malerei
Kunstbalkon in Quidde – Vernissage 8. Mai 2009


Die Mondin spricht
lässt silberne Schwingen herab
auf denen ich reite
zu meiner Geliebten
in mondheller Nacht
den Sternen gefällts

Den Schlangenbiss
zulassen
weise werden
im giftigen Traum
den Dämmerschlaf beenden
den Schleier der Erkenntnis
lüften
Eva wird Ave

Mein Schaukelherz
schwingt im Jasmin
meine Sommerhaut
zirpt nach deinen Blütenfingern
Hochzeit feiern wir
wie in jedem Jahr
und die Nachtigall
und die Nachtigall
könnt nicht schöner singen
leise erklingt ihr Lied
und immer leiser

Heilige (HAGIA), die Göttliche (DISE)
als hagazussa sind ihr beide seiten der welt vertraut. eine seite wurde abgespalten. sie ist die brücke zwischen den diesen welten.
nie musste der spakat, den die hagazussa machen muss, gespreizter, geöffneter, dem fremden mehr zugeneigt sein, als jetzt.
alles muss neu werden, nichts kann hinübergerettet werden. nicht ein einziges fitzelchen vom alten können wir mitnehmen auf die andere seite. was wir nicht freiwillig loslassen, wird uns abgeschlagen, abgenommen, entrissen. die andere seite, wir können sie in uns finden.
lasst uns tanzen, ihr hexenfrauen, tanzt rüber und nüber, alles entsteht neu, in diesem moment.

den poesiestern
leicht
auf die geöffnete hand legen
ihm schöne augen machen
das losungswort verraten
flüstern
als würden wir ihn
im schlaf stören
den stern
gewiss sein
dass er es hört
behutsam
an seiner seite gehen
wenn er sich langsam
ganz langsam
in den tag bewegt
„Wir müssen das Alltägliche in Poesie verwandeln.“
– Robert Stern –
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rosadora g. trümper tuschick
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in den sommer hinein
mit strohhut und flatterkleid
in den bergwiesen
die höhe des himmels bewundern
kein käse kein wein
wasser
das muss genügen
und
die berge uns
und wir ihnen








meine liebe
eingenäht
in meinen traum
da ruht sie
bis zauberworte
sie erlösen
bis zum jüngsten tag