R O S E N – MEINE LEIDENSCHAFT…

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rose
venusmund
ihr teilt euch die schönheit
das geheimnis auch
und die liebe
venusliebe
rosenliebe
liebesliebe
rose
du

rosadora

EIN TAG MIT ROSAVITA IM MALATELIER…
eine rose – ich schaue sie an, fotografiere, beschreibe, besinge sie und vieles mehr – achja, und ich male sie. das ist neu – ganz neu und eine ganz neue erfahrung. es ist, als müsse ich sie in meinem inneren gebären, bevor ich auch nur ein zipfelchen eines blütenblattes aufs malpapier hauchen kann – hinhauchen mit kreide. nein, ich lasse es unter meinen fingern entstehen. das gespür dafür muss ich erst noch entwickeln. kreide – in die poren des blattes hineinreiben, zart verreiben und sehr langsam, mit engelsgeduld. das ist nur der grund. der grund einer rose. Continue reading

STOLPERSTEIN SPRACHE…

oder männersprache bei frauen

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da ist es wieder: ich bekomme eine brief (von einer frau) und mein name ist nur unzulänglich geschrieben. der doppelname ist auf die häfte gekürzt und mein zweiter vorname, der mit einem g. aufgeführt wird, ist ganz weggefallen. das ist ärgerlich, und ich weiss nicht, ob ich den inhalt noch mit freude lesen kann…

viele frauen scheinen kein interesse zu haben, unsere sprache Continue reading

INGEBORG BACHMANN II…

männersprache – verletzende

‚ich denke an die siebenundvierzigjährige (ingeborg bachmann) wie an ein mädchen,’ sagte heinrich böll in seinem nachruf und meinte es wohl anders als ich es verstehe. ingeborg bachmann war eine f r a u – , kein ‚mädchen’ und kein ‚fräuleinwunder’, wie sie an anderer stelle bezeichnet wurde.
und böll war sich keiner schuld bewusst, denn an anderer stelle fragte er, ‚war i.b. nicht gefangen in dem bild, das andere sich und andere aus ihr gemacht haben?’ ist das etwa kein ‚bild’, das er sich von ihr machte, ‚mädchen’, wo es nicht im geringsten ihrer person als frau entspricht. Continue reading

25.06.06 – INGEBORG BACHMANN – 80. GEBURTSTAG

ERKLÄR MIR, LIEBE…

während meines studiums ‚ästhetische kommunikation’ beschäftigte ich mich mit lyrik.unter den von uns zu rezitierenden gedichten befand sich das gedicht ingeborg bachmanns: ERKLÄR MIR LIEBE… so las ich es und ich meine noch in der erinnerung, dass es nicht hiess: ERKLÄR MIR, LIEBE…
es löste grösste verwirrung bei mir aus. wer sollte da wem was erklären???
Ich begriff lange nicht, dass die liebe die sein sollte, die erklärte.
da kommt leichtfüssig einer, der seinen hut schwenkt, zwischen himmel und erde dahinwandert, sorglos, heiter und von keinen gedanken gequält.
die kreatur hat in jeder gestalt teil an der liebe.
da fragt sie, die dichterin, ‚und ich, muss einer denken, wird er nicht vermisst’? Continue reading