aus dem schatten geschält dein gesicht…

aus dem schatten geschält dein gesicht, nicht gemeisselt, nicht geformt – geschält. dabei die vorsicht walten lassen, nicht zu viel heraus zu schälen -keine schicht zu viel, keine zu wenig. dein gesicht sehen, so wie es ist. die schälung kommt einer häutung gleich. die häutung ist ein innerer, selbstgewählter vorgang, während die schälung durch ausseneinwirkung passieren muss – muss, damit du heraus kommst. und du willst doch herauskommen. Continue reading

verschwommene tage…

wie sie sich schleppen und wälzen durch die jahreszeiten, diese verschwommenen tage. wie sie sich platt legen über ganze landschaften.
wie ihnen das fortkommen erschwert ist, das plagen der menschen gelingt, ohne dass sie es wollten. bleiern die landschaften, bleiern die menschen, die sich bemühen, unter dem schwamm des tages eine heitere gelassenheit hervorzuziehen. Continue reading

fremde

buchruecken im regal

gerade in den begegnungen wird uns das fremde macht uns zu fremden sind wir rücksichtsvoll hinterfragen wir das eigene ist nicht das eigene auch das fremde lieben wir unsere gewohnheiten mehr kann ich nicht sagen wir doch den anderen dass wir haben ein haus und ein land und eine heimat ist niemals eine heimat ist niemals sind wir heimisch am eigenen herd fressen uns die sorgen verfliegen erst in der fremde lassen sie uns in ruhe sterben können wir das denn in der fremde werden wir können die heimat nicht sehen wir uns das übrige an der donau liegt schon das fremde ist in uns legen wir unsere angst zugrunde gehen wir an der heimat die keine ist der niemand denn auch jemand der uns kennt kann nicht fremd sind wir uns selbst am nächsten