I M B O L C . . .

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es ist schon früher hell am morgen und länger hell am abend. dass das licht zunimmt, ist deutlich spürbar. die energien regen sich. etwas zu beginnen fällt merkbar leichter.

das lichtfest, welches die kelten als imbolc feierten mit der lichtgöttin brigid, wird auch heute und immer wieder mehr begangen. die christen nennen es mariä-lichtmess und ich frage mich, warum sie denn die alten feste abgewandelt feiern, obwohl sie alles was vor ihnen war als ‚heidnisch’ benennen…

heute gehe ich hinaus und rüttele die bäume wach und scherze mit den samen, die sich schon in der erde regen. dass in diesem jahr besondere vorsicht geboten ist übermütig zu sein, wissen sie wohl selbst. die schneeglöckchen waren im vergangenen jahr längst mit ihren köpfchen im lockenden licht.

dass mehr licht auch immer mehr schatten bedeutet, davon wissen die leichten seelen, die mit depressionen sich plagen, ein lied zu singen. das licht leuchtet auch noch die letzten ecken aus. das, was bedrückt, ist in dieser zeit wahrnehmbarer als in den anderen jahreszeiten.

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die liebenden finden sich.

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die maulwürfe bauen neue wohnungen für ihre nachkommen.

DEN BLICK NICHT LASSEN…

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meine gefässgöttin umgestaltet zur AUGENGÖTTIN.
weit aufgetan die augen ist sie die seherin, die, die nicht nur sieht, was ist, sondern nochmehr das, was sein wird. so sehr ihre seherinnengabe befragt war, so sehr war sie auch verhasst – verhasst, weil sie nicht nur das gute voraussagte, sondern auch schlimme ereignisse deutlich erkennen konnte. ob sie davor warnte, weiss ich nicht zu sagen, aber das kann ich mir nicht vorstellen. das schicksal liegt letztlich in den entscheidungen der menschen.

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wie sie in verschiedenen kulturen unterschiedliche namen trägt, so hat sie auch alle anderen eigenheiten und eigenschaften in sich vereint. sie ist niemals die, die nur sieht – sie ist allumfassend und allesumschliessend.

ich bin froh sie in meinen ‚heiligen hallen’ zu haben, erinnert sie mich doch daran selbst zu entscheiden, nichts schleifen zu lassen. sie ist mir mein spiegel, aus dem ich lesen kann.

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FLÄCHEN NEU FÜLLEN . . .

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‚…wie dich das grosse einatmen
überkommt mit einemmal
mischst du die farben
füllst du die flächen
an nichts dich haltend neu…’

BRIGITTE FUCHS
in DAS BLAUE VOM HIMMEL ODER ICH LEBE JETZT
glendyn verlag – aarau 1993

als lägen unsere tätigkeiten nebeneinander – du gestern, ich heute. dabei sind jahre dazwischen und die aufforderung ‚flächen neu zu füllen’ unabhängig voneinander. 1993 – 2009 – was bedeuten jahre?
alles erfüllt sich zu seiner zeit.

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GEFÄSSGÖTTINNEN..

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die magische wirkung geht nie verloren – so schien es mir, als ich diese beiden ‚modernen’, besser vielleicht modischen vasen fand.
ich dachte an die kultgefässe aus alten zeiten, da die gefässgöttinnen ihren platz im täglichen leben der menschen hatten. die gefässe weisen auf den schützenden und ernährenden aspekt der grossen göttin hin. sie waren im täglichen gebrauch und hatten einen tiefen sinn und waren schmuck zugleich.
ich weiss nicht, warum ich im nachhinein – ich sah sie diesertage – dieses dringende bedürfnis habe, eine od. beide dieser vasen in meinen besitz zu bringen.